Dankbar und glücklich leben!

Glücklich sein! Wer möchte das nicht, und zwar möglichst viel.

An der Überschrift sieht man, dass ich einen Zusammenhang sehe, zwischen dankbar sein und glücklich sein.
Ich behaupte:
Wer dankbar ist, ist glücklich!
Und umgekehrt: wer nicht glücklich ist, ist nicht dankbar.
Wer nicht dankbar ist, kann nicht wirklich glücklich sein.

Deshalb fangen wir mit der Dankbarkeit an.

Wir alle haben viel Grund, dankbar zu sein im Leben.

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und schreiben Sie alles auf ein Blatt Papier, wofür Sie dankbar sind, bzw. sein können.

Dankbarkeit ist auch ein großes Thema in der Bibel:

Dankbar und glücklich - Psalmen

Wir haben aber auch viel Grund, nicht dankbar zu sein.

Es gibt so vieles, was nicht so gut ist, was wir gerne anders hätten. Schreiben Sie das bitte nicht auf ein Blatt Papier, denn dann würden Sie vielleicht in eine Klagestimmung kommen und das ist nicht der Sinn dieses Vortrags.

So kann es passieren, dass uDankbar und glücklich - Wellenbewegungnser Leben in kurzen oder langen Wellenbewegungen verläuft.

Dankbarkeit liegt meistens etwas unterhalb des glücklich seins, weil wir in schönen Zeiten die Dankbarkeit oft vergessen.

Woran liegt es, dass wir manchmal dankbar und glücklich sind und manchmal nicht?

Allgemein kann man sagen: Wenn es gut läuft, bin ich glücklich und sonst unglücklich.
Aber: Einer ist unglücklich, weil er im Beruf keine Karriere macht, dem anderen macht es nichts aus. Genauso ist es, wenn es uns an Geld, Haus, Gesundheit, etc. fehlt. Den einen macht es unglücklich, während der andere trotzdem glücklich ist.

Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend:

Zum einen liegt es an den Ansprüchen, die ich an das Leben habe.

Noch schwerwiegender wird es, wenn ich meine, ich hätte auch vor Gott ein Anrecht auf ein bestimmtes Maß an … Geld, Karriere, Gesundheit, etc., die ich erfüllt sehen möchte, um glücklich zu sein. Manche Menschen werden erst im Alter glücklicher, weil die Ansprüche dann eventuell sinken und sie vielleicht auch etwas weiser werden.
Ich möchte damit nicht für niedrige Ansprüche plädieren, aber die Frage ist, ob wir unser Glück von der Erfüllung unserer Ansprüche an das Leben abhängig machen.

Zum anderen liegt es daran, was mir wichtig ist im Leben:

Wenn mir der Beruf und meine Karriere unwichtig sind, dann hat es wenig Einfluss auf meine Gemütslage. So kann der eine auch mit wenig Geld glücklich sein, weil ihm Geld nicht wichtig ist, während ein anderer aus dem gleichen Grund auf Freunde oder Familie verzichten kann und trotzdem glücklich ist.
Nur die Dinge, die mir wichtig sind, entscheiden darüber, ob ich dankbar und glücklich bin.

Nun sagt aber Paulus:Dankbar und glücklich - Epheser un Thessalonicher

Immer für alles dankbar sein und immer glücklich sein! Wie soll das gehen?

Dankbar und glücklich - Glas halbvoll-halbleerSie kennen die Aussage „Das Glas ist halb voll oder halb leer! Aber hilft das?

Nun kann es durchaus sein, dass ich sehr glücklich leben kann, wenn das Glas in den Bereichen, die mir unwichtig sind, nur halbvoll ist. Wenn nun aber die Dinge, die mir wichtig sind, in der leeren Hälfte des Glases sind, dann wird es mit dem Glücklich sein schon schwerer.

Ich persönlich möchte aber immer bei dem, was mir wichtig ist, ein volles Glas, um immer von ganzem Herzen dankbar und glücklich sein zu können. Wie geht das?

Das geht nur, wenn von dem, was mir wichtig ist, bzw. am Wichtigsten ist, immer genug da ist.

Beschäftigen wir uns einmal mit dem Wort „selig“.

Wir finden es im Neuen Testament mehr als 50 Mal. Häufig wird es so verstanden, dass wir selig sind, wenn wir in die Ewigkeit kommen, also noch nicht hier im Leben, sondern erst nach dem Tod, wenn wir in der vollkommenen Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater leben.  „Selig“ bezeichnet dann einen nur zukünftigen Zustand. Aber im Neuen Testament ist das Reich Gottes immer schon Gegenwart. Wir können schon jetzt darin und daraus leben.
Im Altgriechischen, der Originalsprache des Neuen Testaments, bedeutet „selig“ „den Zustand der Götter und derer, die an ihrem glücklichen Dasein Anteil haben.
„Selig“ bedeutet also ein umfassendes Glücklich sein. Die alten Griechen glaubten, dass dieses Glücklich sein aus der Welt der Götter kommt. Im Neuen Testament bezeichnet es ein vollkommenes Glücklich sein, das aus dem Anbruch des Reiches Gottes kommt, aus der ewigen Welt Gottes, die durch Jesus zu uns gekommen ist.

Danlbar und glücklich - Lukas 15In Matthäus 5 und Lukas 6 finden wir die sogenannten Seligpreisungen, weil jeder Vers mit „Selig“ beginnt.

Selig sein, also göttliche Glückseligkeit kann der haben, der durch Jesus zum Reich Gottes gehört, der zu Jesus gehört, im Glauben mit ihm verbunden ist.
So kann Jesus sagen:  Auch wenn du arm bist, hungrig und durstig, leidest, verfolgt wirst, …, kannst du immer glücklich sein, weil Gottes Welt dir offen steht und alles, was es in Gottes Welt an Hoffnung, Trost, Zuversicht, … gibt.
Diese Möglichkeit zum Glücklich sein unterliegt keiner Wellenbewegung, denn sie ist nicht abhängig von den Gegebenheiten meines Lebens, sondern von der Ewigkeit Gottes, und die ist für uns immer gleich da.

Danlbar und glücklich - Lukas 11

Sie ist eine Möglichkeit, immer glücklich zu sein, denn das Wort Gottes,  Jesus ist immer da.

Danlbar und glücklich - 1. Korinther 15

Sie ist eine Möglichkeit, immer dankbar zu sein, denn der Sieg Jesu für uns gilt jeden Tag

Die Frage ist:

Begreifen wir, wie unvergleichlich größer das Geschenk ist, dass wir zu Gott gehören können, im Vergleich mit allen irdischen Gütern?
Ist dieses Geschenk für uns unvergleichlich wichtiger als alles andere und überstrahlt es alles andere, oder ist es nur ein nettes Geschenk Gottes neben allen anderen für uns so wichtigen irdischen Geschenken?
Danlbar und glücklich - Matthäus 6Vertraue ich, dass Gott mir alles andere, was ich brauche, gibt?

Erst, wenn das, was Gott uns in Jesus gibt, zum Wichtigsten in unserem Leben wird, werden wir aus tiefsten Herzen dankbar für das wunderbare Geschenk und dadurch beständig glücklich sein.

Folie: Matthäus 6, 31-33 -Dauerhaft glücklich

Wer so dankbar ist, weiß, dass er einen liebevollen Vater hat, der sich um ihn kümmert.
Wer nicht dankbar ist und sich nicht geborgen weiß beim liebenden Vater, der kann kurzfristig glücklich sein über Dinge, die in seinem Leben positiv geschehen, aber er hat immer die Sorge, dass es morgen wieder vorbei sein kann.

Ja, ich habe den Anspruch an ein volles Glas glücklich-sein und Dankbarkeit,

Aber ich bekomme es nicht durch das, was ich leisten kann oder Menschen mir geben können, das ist vielleicht eine schöne Zugabe, sondern durch das, was Gott mir überschwänglich in Christus schenkt.

Warum sind wir Christen, obwohl wir zu Gott gehören und das wissen, oft so wenig glücklich?

Luther: Ich muss mich wundern, dass ich so traurig bin.

Dankbar und glücklich - Lukas 15Das Problem des älteren Bruders ist, dass er nicht mehr zu schätzen weiß, was er bei seinem Vater hat, und schon wird er neidisch, sieht auf irdische Güter und Vergnügen und überschätzt sie. Daraufhin wird er vom Vater liebevoll darauf hingewiesen, was er bei ihm hat.
Wenn wir in Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater leben, gibt es keine Rechtfertigung mehr für Undankbarkeit und unglücklich sein. Wenn ich es trotzdem bin, muss ich einsehen, dass ich auch durch Jesus auch anders sein könnte.
Die Frage ist, ob wir uns vom Wort Gottes hinweisen lassen auf die überwältigende Größe, die wir dadurch haben, dass wir beim Vater sind. Alles andere ist demgegenüber unwichtig und klein.

 

 

Anregungen zur Vertiefung:

  • Welche Gründe haben Sie, um von jetzt an nicht dauerhaft dankbar und glücklich zu sein?
  • Erklären Sie sich gegenseitig, wie wir als Christen durch Jesus dauerhaft glücklich und dankbar leben können.
  • Lesen Sie noch einmal Lukas 15, 25-32 und denken Sie darüber nach.
  • Suchen und lesen Sie andere Bibelstellen, die Sie kennen, die belegen, dass wir als Christen durch Jesus dauerhaft glücklich und dankbar leben können.

Lieder zur Vertiefung

Lobt Gott, den Herrn, ihr Heiden all

Ich lobe meinen Gott

Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn

Herr, füll mich neu

Lobpreiset unsern Gott

Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke

In dir ist Freude

Nun jauchzt dem Herren, alle Welt