Unnütze, nichtsnutzige Worte und heillose Gedanken

Eine Hausandacht zu diesem Thema finden Sie unter diesem Link: Hausandachten

Haben Sie sich auch schon einmal dabei „ertappt“, dass Sie unnütze, nichtsnutzige Worte gesagt haben oder den Kopf voller heilloser Gedanken hatten?

Also, ich kenne solche Situationen und mich hat ein Wort von Jesus dazu sehr beschäftigt und aufgerüttelt:

Hausandachten
Foto: Martina Heins

Matthäus 12, 36:
Jesus spricht: „Ich sage euch aber,
dass die Menschen Rechenschaft geben müssen
am Tage des Gerichts
von jedem nichtsnutzigen Wort,
das sie reden.“

und

ein Vers aus dem Buch
Jeremia 4,14b:
„Wie lange wollen bei dir bleiben,
deine heillosen Gedanken.“


Was sind eigentlich unnütze, nichtsnutzige Worte und heillose Gedanken?

Warum ist mein Kopf so voll davon? Heillose Gedanken, nichtsnutzige Worte bringen mich und andere von einem guten Leben ab, zerstören Beziehungen, bringen Unfrieden und helfen meistens keinem weiter, auch mir nicht. Wir finden dazu auch viele Beispiele in der Bibel, z.B. in

Matthäus 5,22: Jesus spricht. „Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rates schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig.“
Matthäus 6,2: Jesus sagt: „Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden.“
Matthäus 7,21-23: Jesus Christus spricht. „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“
Matthäus 14,6-10: „Als aber Herodes seinen Geburtstag beging, da tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen. Das gefiel Herodes gut. Darum versprach er ihr mit einem Eid, er wolle ihr geben, was sie fordern würde. Und wie sie zuvor von ihrer Mutter angestiftet war, sprach sie: Gib mir hier auf einer Schale das Haupt Johannes des Täufers! Und der König wurde traurig; doch wegen des Eides und derer, die mit ihm zu Tisch lagen, befahl er es ihr zu geben, und schickte hin und ließ Johannes im Gefängnis enthaupten.“

Paulus ermahnt uns an mehreren Stellen dazu, z.B.:

Epheser 4,29: „Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Munde gehen, sondern redet was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Gnade bringe denen, die es hören.“
und in
1. Timotheus 6,20: „Bewahre, was dir anvertraut ist und meide das ungeistliche lose Geschwätz und das Gezänk.“

Jesus kennt uns und auch unsere Gedanken. Wir können sie nicht vor ihm verbergen. So heißt es in

Matthäus 9,4: „Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr so Böses in euren Herzen?“ oder in Matthäus 15,18: Jesus spricht: „Was aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken.“

Wir müssen demnach darauf achten, was wir in unserem Herzen tragen.

Predigt zu 1. Korinther
Foto: Martina Heins

Als kleines Kind habe ich jeden Abend das alte Kindergebet gebetet: „Ich bin klein, mein Herz mach rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“ Man mag es als kindlich und daher wenig wirksam ansehen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Jesus geht es bei uns um ein reines Herz, ein Herz ohne Arg, List und Böses, sondern ausgefüllt mit Gutem, mit Jesus.

Im Römerbrief 12,21 heißt es: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“

Wir müssen uns von Jesus schon die Frage gefallen lassen, die er uns in

Lukas 5,22 stellt: „Als aber Jesus ihre Gedanken erkannte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denkt ihr in euren Herzen?“

Was „denke“ ich in meinem Herzen? Was „denken“ Sie in Ihrem Herzen? Am frühen Morgen, am späten Abend, jetzt gerade….?

Der Satz von Jesus rüttelt mich auch deshalb auf, weil ich bis dahin gar nicht wusste, dass mein Herz „denken“ kann, dass ich auch im Herzen „denke“, nicht nur im Kopf! 
Aber wenn es so ist – und auf Jesus und sein Wort können wir wahrhaftig vertrauen – macht sein Wort aus Matthäus 9,4 und Matthäus 15,18 plötzlich einen ganz neuen Sinn!

Was kann ich, was können wir nun tun, um dauerhaft die heillosen Gedanken aus unserem Kopf zu „verbannen“ und die vielen unnützen, nichtsnutzigen Worte zu vermeiden?

Eine Antwort bekommen wir im

Kolosserbrief 3,16: „Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen.“

und in

Hebräer 4,12: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig.“

Im 2. Timotheusbrief 2,22-23 lesen wir, was Paulus dazu sagt: „Jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen. Aber die törichten und ungezogenen Fragen weise zurück; denn du weißt, dass sie nur Streit erzeugen.“

Jesus redet nie nichtsnutzige Worte,

oft verwendet er nur einen Satz, wenige Worte, konzentriert und sehr eindeutig. Wenn wir das auch lernen wollen, müssen wir auf Jesus schauen und von ihm lernen. Wir können in den Evangelien lesen, wie Jesus geredet hat, welche Worte er benutzt. Es ist sehr spannend und aufschlussreich, z. B. das Matthäus-Evangelium einmal am Stück unter dieser Fragestellung durchzulesen. Ich kann es Ihnen nur empfehlen und sich die Textstellen dazu raus- zuschreiben. Sie werden über das Ergebnis und Ihre eigene Erkenntnis dabei überrascht sein.

Glauben leben
Foto: Martina Heins

Aber wir müssen auch wachsam sein, denn „das Böse“ kommt zurück!

Wir kennen das alle: Eine Zeitlang kann es gelingen, uns an die Worte Jesu zu halten. Doch schnell kommen wir in den alten Trott und in alte Denkmuster zurück. Unnütze Wörter fallen, heillose Gedanken verwirren uns, bringen uns durcheinander. Wundern Sie sich nicht darüber, auch wenn es Ihnen bereits eine Zeitlang gelungen ist, die nichtsnutzigen Worte und heillosen Gedanken zu vermeiden.

In Matthäus 12,43-45 sagt Jesus: „Der unreine Geist, von einem Menschen ausgefahren, spricht: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er’s leer!“

Wenn wir also die heillosen Gedanken und Worte aus unserem Herzen vertreiben, sollten wir unser Herz mit Worten des Heils von Jesus wieder anfüllen, damit keine Leere entsteht. Jesus sagt uns dazu im

Johannes-Evangelium 5,24: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“

und in

Johannes 10,27: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“

oder in

Lukas 11,28: „Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.“

Auch hier können wir wieder von Jesus lernen. Er selbst tritt der Versuchung durch den Teufel in der Wüste mit starken Worten aus der Bibel entgegen:

Matthäus 4,1-11: „Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gehungert hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat herzu und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Jesus aber antwortete: Es steht geschrieben (5. Mose 8,3): „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wirt, das aus dem Mund Gottes kommt.“ Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben (Psalm91,11-12):“Er wird seinen Engeln für dich Befehl geben; und sie werden dich auf Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.“ Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben (5. Mose 6,16): „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“ Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir Satan! Denn es steht geschrieben (5. Mose 6,13): „Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen:“ Da verließ ihn der Teufel.

Und Jesus selbst lernt aus den Worten einer kanaanäischen Frau etwas sehr Hilfreiches:

Matthäus 15,21-28: „Und Jesus ging weg von dort und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. Und siehe, eine kanaanäische Frau kam aus diesem Gebiet und schrie: Ach, Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Meine Tochter wird von einem bösen Geist übel geplagt. Jesus aber antwortete ihr kein Wort. Da traten seine Jünger zu ihm, baten ihn und sprachen: Lass sie doch gehen, denn sie schreit uns nach. Jesus antwortete aber und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Sie aber kam und fiel vor Jesus nieder und sprach: Herr, hilf mir! Aber Jesus antwortete und sprach: Es ist nicht recht, dass man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihres Herren fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: Frau, dein Glaube ist groß! Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter wurde gesund zu derselben Stunde.“

Das Gegenteil von heillos ist heilvoll, das Gegenteil von unnütz ist nützlich. Mit Jesus an unserer Seite ist es möglich, nützliche, gute, erbauliche Worte einzuüben und zu sprechen, es ist möglich heilvolle Gedanken im Kopf und im Herzen zu haben, die mir selbst und auch anderen guttun, die erbaulich und hilfreich sind.

Der Apostel Paulus hat es in Kolosser 3,16 noch einmal auf den Punkt gebracht: 
Predigt zu 1. Korinther 13
Foto: Martina Heins

„Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen:
Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit;
mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern
singt Gott dankbar in euren Herzen.
Und alles, was ihr tut
mit Worten und mit Werken,
das tut alles im Namen des Herrn Jesus
und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“