Andachten sind kurze Auslegungen zu einzelnen Bibelstellen,
die uns im Glauben neue Kraft und neuen Mut geben sollen. Hier finden sie viele Andachten.

Unter diesen Links finden Sie Predigten zum Hören und Predigten zum Lesen

Weh dem, der sein Gut mehrt mit fremdem Gut,
wie lange wird’s währen?
Habakuk 2, 6

Jesus spricht: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier;
denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.
Lukas 12,15

„Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt“, so sagt man. Und das scheint auch richtig zu sein, denn wer genug Geld hat, muss sich keine Gedanken darüber machen, ob er sich morgen noch dieses oder jenes leisten kann. Wenn wir aber unsere Ruhe und Sicherheit im Geld suchen, sind wir auch schnell bereit unser Geld durch eine kleine Unehrlichkeit oder einen großen Betrug zu vermehren.

Die Frage ist, wem vertrauen wir für unser Leben? Durch Jesus sind wir Kinder unseres himmlischen Vaters. Können wir glauben, dass er uns in seiner Liebe mit allem Nötigen für unser tägliches Leben versorgt, auch mit dem nötigen Geld. Ein Pastor in Chile sagte in einem Armenviertel: „Gott hat uns keinen Fernseher versprochen, aber das tägliche Brot, und was er verspricht, das hält er.“ Und Gottes Versprechen geht weit über das Geld hinaus. Bei ihm gibt es festen Halt, Geborgenheit, inneren Frieden, Freude, ein sinnvolles Leben und eine ewige Hoffnung, also wirkliches Leben, das aus der Ewigkeit kommt und in Ewigkeit bleibt. Vertrauen wir IHM? Wie arm ist der, der sein Vertrauen auf Geld setzt, und wie reich ist jeder, der seinem himmlischen Vater vertraut, weil er zu Jesus gehört.

Vater im Himmel, wir danken dir für deine Liebe und Fürsorge an jedem Tag unseres Lebens. Wir wollen dir auch heute von ganzem Herzen vertrauen. Amen

EG 352  Alles ist an Gottes Segen

(Veröffentlicht 2019 im Losungskalender „Licht und Kraft“ vom Aue Verlag)

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Der König antwortete Daniel und sprach: Wahrhaftig, euer Gott ist ein Gott über alle Götter und ein Herr über alle Könige.
Daniel 2,47

In dem Namen Jesu sollen sich beugen aller derer Knie,
die im Himmel und auf  Erden und unter der Erde sind.
Philipper 2, 10

Kaum jemand lässt sich gerne vorschreiben, was er zu tun und zu lassen hat. Wir wollen ein selbstbestimmtes Leben. Aber leben wir nicht oft genau das Gegenteil: Wir beugen uns vor Menschen, die Macht haben, suchen die Anerkennung anderer und orientieren uns an Stars und Sternchen, der Mode und an dem, was „man“ tut. Wir gehen davor in die Knie und machen sie zu Göttern, und tun das, obwohl keiner von

denen wirklich Macht über uns hat und keiner uns jemals seine Liebe und damit Frieden, Freude, Glück und Hoffnung schenken wird.

Der allmächtige Gott begegnet uns in seinem Sohn, Jesus Christus. Jesus ist kein Religionsstifter wie viele andere, sondern in Ihm begegnet uns Gott selbst. Er ist die Tür zur Ewigkeit Gottes. Durch ihn empfangen wir Gottes unendliche Liebe und mit ihr alles, was es in der Ewigkeit an Hoffnung, Freude, Frieden und Glück gibt. Das erfahren wir aber nur, wenn wir vor Jesus in die Knie gehen und ihn als unseren Herrn anerkennen. Dann werden wir nicht nur frei von allen anderen „Göttern“, sondern dann öffnet sich für uns der Weg zu einem vom Geist Gottes bestimmten Leben. Einmal werden das alle anerkennen, auch wenn sie es jetzt nicht glauben.

Jesus, wir danken dir, dass du dich uns gezeigt hast als der wahre Herr des Himmels und der Erde. Wir wollen dir auch heute folgen. Amen

EG 123 Jesus Christus herrscht als König

(Veröffentlicht 2020 im Losungskalender „Licht und Kraft“ vom Aue Verlag)

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Wenn Jesus – und das ist unser Glaube – gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen.
1.Thessalonicher 4,14

Vor einiger Zeit sagte eine Frau mittleren Alters zu mir: Ich glaube zwar nicht an Gott, aber wenn es die Ewigkeit gibt, dann möchte ich auch dabei sein, das muss ja schön sein. Andere Menschen dagegen sehen keinen Bedarf an ein Leben nach dem Tod, ihnen reicht dieses Leben schon. Sie möchten nicht auch noch nach dem Tod mit all den Menschen und Problemen zu tun haben, die ihnen schon hier das Leben zur Hölle gemacht haben.

Vorstellungen in den Religionen

In den verschiedenen Religionen gibt es unterschiedliche, manchmal sehr fantasiereiche Vorstellungen vom Leben nach dem Tod: Einige glauben, dass sie nach dem Tod wieder mit ihren Vorfahren zusammen sein werden in einer Art Geistwelt; andere denken, dass sie noch einmal auf der Erde geboren werden in ein niedriger oder höher gestelltes Lebewesen und andere haben sehr konkrete Vorstellungen von den paradiesischen Zuständen, in die sie hineinkommen wollen. Auch im Christentum haben sich im Laufe der Geschichte durch Kunst und Literatur viele Bilder vom Himmel und der Hölle durchgesetzt, die zum Teil bis heute prägend sind.

Aussage der Bibel

Wenn man die Bibel liest, stellt man fest, dass sie auffallend wenig Konkretes über das Leben nach dem Tod aussagt. Für die Bibel geht es bei der Verheißung des ewigen Lebens nicht darum, wie es aussehen wird, sondern dass wir dann ganz in der vollkommenen Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott leben werden. Dort gibt es nur nach das, was dem Wesen Gottes entspricht, was seiner Liebe, seinem Frieden, seiner Freude, usw. entspricht. Alles, was dem entgegensteht, wird beseitigt sein. So werden wir nicht mehr leiden müssen an unserer Schuld, Unvollkommenheit, Angst und Vergänglichkeit, aber auch nicht mehr an dem, was andere Menschen uns zugefügt haben. Im ewigen Leben werden wir vollkommen das sein, was Gott sich für uns vorgestellt hat, aber nicht nur wir, sondern auch die, die uns hier das Leben schwer gemacht haben.

Unvorstellbar schön

Ich finde, es gibt keine schönere Vorstellung vom ewigen Leben als die Gewissheit, dann ganz in der Einheit mit unserem himmlischen Vater, so wie wir ihn durch Jesus kennen, leben zu können. All das, was wir uns konkret vorstellen mögen, reicht nicht an die Schönheit und Vollkommenheit heran, die wir durch Jesus in Gottes Welt erleben werden. Deshalb braucht keiner Angst zu haben, dass sich sein irdisches Leiden dort fortsetzt. Alles ist ganz neu, neu geschaffen und erhalten nach dem Willen Gottes.

Durch Jesus hoffen wir

Diese Hoffnung verbindet die Bibel unzertrennlich mit Jesus Christus. Kein Mensch kann durch irgendeine Art der Lebensführung oder geistigen Einstellung in das ewige Leben kommen. Jesus verspricht es denen, die zu ihm gehören, die ihm vertrauen und ihr Leben in seine Hand geben. Er ist der Grund für unsere Hoffnung auf das ewige Leben.

Der Trost des Glaubens

Darum gibt Paulus den Menschen in Thessaloniki den Trost, dass sie nicht um einen Menschen trauern brauchen, der im Glauben an Jesus gestorben ist, denn weil Gott Jesus vom Tod zum ewigen Leben auferweckt hat, wird er auch die zum Leben bringen, die zu Jesus gehören. Dieser Trost gilt auch heute noch. Er gilt, wenn wir selber auf das Sterben zugehen oder wenn wir einen lieben Menschen verlieren und ihn ganz in Gottes Hand geben können.

Die meisten von uns durchleben diese Situation zurzeit nicht, aber irgendwann erleben wir es alle, dass wir einen lieben Menschen abgeben müssen oder selber auf das Sterben zugehen. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Verbindung mit Jesus stärken, damit wir dann diesen Trost auch spüren und uns voller Vertrauen auf Jesus uns ganz in die Hand unseres himmlischen Vaters geben.

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Der Herr ist der Geist;
wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
2. Korinther 3, 17

„Endlich mal das tun können, was man selbst will.“

„Endlich mal das tun können, was man selbst will.“ Das sagen Jugendliche, bevor sie 18 werden oder einen Führerschein machen, der als Ausdruck der Freiheit gilt.  Doch kaum sind sie frei von der Fremdbestimmung durch Eltern und Schule kommen Studium, Arbeitgeber, Familie und selbst auferlegte Pflichten, von denen sie fremdbestimmt werden, bis dann mit dem Blick auf den Ruhestand wieder der Gedanke der Jugend auftaucht: „Endlich mal das tun können, was man selbst will.“

Schlimmer sind die inneren Fremdbestimmungen

Doch viel schlimmer als diese äußeren Fremdbestimmungen sind die inneren Fremdbestimmungen, die uns binden. Viele Erwachsene fühlen sich ihr Leben lang bestimmt von dem, was in der Kindheit durch Eltern oder andere Autoritäten in sie hineingelegt wurde an Ansprüchen, was man erreichen muss, wie man zu sein hat und wovor man Angst haben muss. Darüber hinaus kommen der gesellschaftliche Druck, die selbstauferlegten Ansprüche und vielleicht noch der religiöse Zwang. Am meisten quält die Angst, all diesen Ansprüchen nicht gerecht zu werden, zu versagen, und die negativen Konsequenzen tragen zu müssen, die das eigne Leben schwer belasten oder sogar zerstören, z. B. von anderen Menschen abgelehnt zu werden, sich selbst nicht mehr wertschätzen zu können oder unter dem Druck und der Angst vor den Konsequenzen zu resignieren und den Kampf und damit sich selbst zu verlieren. Am Ende bleibt dann nur der Tod als Hoffnung auf die Befreiung von allen Fremdbestimmungen.

Doch es geht auch anders:

Doch es geht auch anders: Wenn Paulus sagt „Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“, dann redet er von diesem Leben und von der Möglichkeit, heute ohne den Druck all der Ansprüche und ohne die Angst, ihnen nicht gerecht zu werden und zu versagen, ein Leben in Freiheit zu leben. Dazu gehört, die Angst vor möglichen Konsequenzen zu verlieren und ein Selbstbewusstsein zu gewinnen, das davon unabhängig ist. Gott selbst nimmt uns die Angst, indem er uns seine unzerbrechliche Liebe zusagt und uns ein Selbstbewusstsein als Kinder Gottes schenkt, das in seinem Geist gegründet ist.

Aufblühen zu einer freien Persönlichkeit

Geborgen in seinen Zusagen kann ich alle inneren und äußeren Fremdbestimmungen und die Angst vor den negativen Konsequenzen ablegen und mich von Geist Gottes bestimmen lassen, der mich nicht einengt, sondern zu einer freien Persönlichkeit aufblühen lässt. Je mehr ich mich an Gott binde und von seinem Geist prägen lasse, desto mehr werde ich in die Lage versetzt, alle Fremdbestimmungen zu ignorieren und das zu tun, was der Geist Gottes mir zeigt, nämlich in der Liebe zu leben, die Jesus selbst gelebt hat. Die persönliche Freiheit findet ihre Vollendung, wenn sie in der selbstbestimmten Liebe gelebt wird. Martin Luther formuliert diese Freiheit in der Lehre von der „Freiheit eines Christenmenschen“ und fasst sie zusammen in dem Satz: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“ Luther erläutert den zweiten Satz so, dass der Christ aus freien Stücken in der Liebe Gott und den Menschen dient.

Liebe Gottes ist Fundament und Leitlinie der Freiheit

So ist die Liebe Gottes das Fundament der Freiheit von allen Fremdbestimmungen und zugleich die Quelle und Leitlinie, um die gewonnenen Freiheit mit aktiven Leben zu füllen. Die Freiheit im Geist Gottes führt zur wahren Selbstbestimmung des Menschen, in der er endlich das tun kann, was er als Ebenbild Gottes aus tiefstem Herzen eigentlich tun will. Dese Freiheit ist eine Kraft, die uns zu Persönlichkeiten Gottes werden lässt. Nichts fürchten Diktatoren und machtsüchtige Menschen mehr als diese innere Freiheit von Menschen, denn gegen Revolutionäre oder Menschen, die äußerlich Widerstand leisten, können sie kämpfen, aber über Menschen mit der inneren Freiheit Gottes haben sie keine Macht. Der Geist Gottes hat diese Kraft. Und wir können diese Freiheit gewinnen, immer mehr in sie hineinwachsen, indem wir uns durch die Verbindung zu Jesus Christus vom Geist Gottes anfüllen und prägen lassen.

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Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis in sein wunderbares Licht.
1. Petrus 2, 9

Priester als Vermittler zwischen Gott und Mensch!?

Priester waren in allen Religionen eine bestimmte Gruppe von Menschen, denen eine vermittelnde Tätigkeit zwischen Menschen und Gott und Gott und Menschen übertragen wurde. Ähnlich wie Medizinmänner, Zauberer oder Gurus wurden ihnen außergewöhnliche Kenntnisse über das Göttliche zugesprochen, sie galten als

besonders heilig und sie sollten über spezielle Möglichkeiten verfügen, diese vermittelnde Rolle wahrzunehmen. In der Regel geschah dies durch religiöse Riten wie Gebetsformeln, Gesänge oder Handlungen. Für den Gläubigen war es nicht erforderlich, diese zu verstehen, dafür war der Priester da. Er musste sie nur den priesterlichen Regeln entsprechend vollziehen.

Priestertum aller Gläubigen

In Anlehnung an dieses allgemein religiöse Priesterverständnis hatte sich in der Kirche des Mittelalters eine „Priesterkaste“ herausgebildet, die diese heilige Mittlerfunktion für die Gläubigen übernehmen sollte. In seiner Beschäftigung mit der Bibel entdeckte Martin Luther, dass dies eine Fehlentwicklung darstellte, denn in der Bibel las er, dass jeder gläubige Christ durch Jesus Christus einen direkten Zugang zu Gott bekommen hat. Der einzige Mittler zwischen Gott und Menschen ist Jesus Christus. So kann jeder Christ für sich selbst und für seine Mitchristen zum Priester werden, indem er Gottes Botschaft in Zusagen und Anforderungen direkt an sich heranlässt und aufnimmt und sie an andere weitergibt. Und jeder Christ kann ohne Vermittlung eines geweihten Priesters direkt für sich und für andere im Gebet an Gott herantreten. Luther formuliert seine Erkenntnis in der Lehre vom „Priestertum aller Gläubigen“, wonach jeder Christ ein „mündiger“ Christ ist. Eine besonders geweihte Priesterschaft war damit nicht mehr erforderlich für die Beziehung zu Gott und das Leben als Christ.

Eine neue große Verantwortung

Stellt dies auf der einen Seite eine enorme Aufwertung jeden gläubigen Christen dar, so bedeutet es auf der anderen Seite auch eine neue größere Verantwortung für jeden Christen. Denn wenn eine geweihte Priesterschaft für die Vermittlung von und zu Gott sorgt, dann muss der einzelne Gläubige nicht viel darüber nachdenken, wie er seine Beziehung zu Gott und seinen Glauben leben kann. Er muss nur das tun, was die Priester ihm sagen. Als mündiger Christ muss jeder seine Beziehung zu Gott selbst gestalten, die Bibel lesen und verstehen, eine eigene Herzensbeziehung zu Jesus Christus aufbauen und selbst nachdenken, entscheiden und verantworten, wie er sein Leben in Einklang mit der Botschaft Jesu gestalten kann und soll. Auch wenn dies nicht der bequeme Glaubensweg ist, so werden wir dadurch doch wieder zu Persönlichkeiten, zu Partnern Gottes, so wie der Mensch in 1. Mose 1 als Ebenbild Gottes bezeichnet wird.

Diese Rolle mit Leben füllen

Nehmen wir diese Rolle an, die Jesus uns durch den Glauben an ihn gibt? Akzeptieren wir es, als Gottes Gegenüber in dieser Welt zu leben und zu wirken? Dann ist es wichtig, dass wir diese Rolle auch mit Leben füllen.

Was ist dafür wichtig ist?

Zunächst einmal müssen wir dann auch wissen, wer Gott ist, was er uns gibt und was sein Wille für unser Leben und diese Welt ist. Das finden wir nicht in allgemein religiösen Meinungen, sondern in der Botschaft Jesu, in Jesus selbst. Ihn müssen wir kennenlernen, lieben lernen und uns aneignen.

Danach sollen wir jeden Tag neu versuchen, unser Leben in Übereinstimmung mit Jesus zu gestalten: seinen Zusagen vertrauen und darauf unser Leben aufbauen; nach seinen Werten und Maßstäben unseren Alltag in Beruf und Privatleben gestalten und auch bei Widerständen treu zu Jesus und seiner Botschaft zu stehen.

Und schließlich haben wir den Auftrag, seine Botschaft weiterzusagen, uns durch Wort und Tat dazu zu bekennen, denn seine Botschaft ist für alle Menschen wichtig, für unsere Familienangehörigen genauso wie für Arbeitskollegen, Nachbarn, Freunde oder Fremde. Es ist die Botschaft von Jesus, die Menschen aus der Dunkelheit von Egoismus, Neid, Hass, Machtsucht, Gewalt und Terror in das wunderbare Licht Gottes führt. In diesem Licht können Menschen heil und neu werden. Sie können wieder zu dem werden, wozu Gott den Menschen geschaffen hat, zu Gottes Ebenbildern, die in der Nachfolge Jesus lernen, was es heißt, als Gottes Ebenbild zu leben.

Nehmen wir diese Rolle an, als mündige Christen Priester und Gottes Gegenüber zu sein?

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„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist;
der HERR aber sieht das Herz an.“
1. Samuel 16,7

Der Prophet Samuel wird im Auftrag Gottes zu Isai geschickt. Er soll von den Söhnen Isais einen als König für das Volk Israel auswählen. Schon beim Ersten denkt Samuel: „Das ist gewiss der, den der Herr ausgewählt hat.“ Doch Gott sagt zu Samuel: „Lass dich nicht davon beeindrucken, dass er groß und stattlich ist. Er ist nicht der Erwählte. Ich urteile anders als die Menschen. „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“ Genauso erging es Samuel mit den anderen sechs Söhnen. Als Samuel nachfragt, sagt, Isai, dass er noch einen kleinen Sohn hat, der auf dem Feld, die Schafe hütet, aber der würde sicherlich nicht in Frage kommen. 

Als der geholt wird, bekommt Samuel von Gott den Auftrag, ihn zum König zu salben. Es ist David, der später der größte König in der Geschichte des Volkes Israel wird.

Wir Menschen bleiben fast immer an der Oberfläche, am Äußeren hängen. Danach beurteilen wir und werden beurteilt. Deshalb wird so viel Gewicht auf das Äußere gelegt, das äußere Erscheinungsbild. „Die Welt ist ein einziges Showgeschäft“, sagte einmal jemand, und das gilt auch im kleinen Miteinander. Und je mehr Geld vorhanden ist, desto mehr investieren wir  in den „Oberflächenmantel“, den wir als Einzelne oder als Gruppen um uns herum legen, um in den Augen anderer Menschen gut zu erscheinen. Daraus entsteht viel Wichtigtuerei, Selbstdarstellung, Scheinheiligkeit, mehr Schein als Sein. Und dabei machen wir uns häufig auch noch selbst etwas vor, um in unseren eigenen Augen gut zu erscheinen. Das ist alles verständlich – aber es ist eben auch menschlich.

Schlecht ist es nur, wenn wir versuchen, dieses „Spiel“ auf Gott zu übertragen, denn bei ihm funktioniert es nicht. Gott sieht durch unseren „Oberflächenmantel“ hindurch, direkt in unser Herz.

Wie empfinden wir das, wenn Gott ins Herz schaut. Das kann für uns sehr bedrohlich wirken, wenn wir nicht wissen, wie Gott mit dem umgeht, was er dort sieht. Wird er uns bestrafen, ablehnen, wie Menschen das tun würden? Als Gott in Jesus Christus in die Welt gekommen ist, da haben die meisten Menschen ihn abgelehnt, weil sie diesen Blick Gottes nicht ertragen wollten. Im Johannes-Evangelium heißt es: „die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht.“ Sie wollten lieber im Verborgenen bleiben.

Doch durch Jesus Christus können wir wissen, dass er nicht gekommen ist, um uns zu richten, zu verurteilen, sondern um uns zu retten. Er schaut mit seiner vollkommenen Liebe in unser Herz. Und nun kommt es darauf an, ob wir unser Herz seinem liebenden Blick öffnen oder es vor ihm verschlossen halten. Und wenn er einem offenen Herzen begegnet, dann zieht er ein, um es mit seiner Liebe anzufüllen. Dann erfahren wir Vergebung, Veränderung, Trost, Geborgenheit. Wir werden dann eins mit dem auferstandenen Christus, hier im Leben und in der Ewigkeit.

So können wir vor Gott etwas tun, was wir vor Menschen niemals ganz können werden: ohne Angst ehrlich werden. In der Liebe Jesu Christi erfahren wir, dass vor ihm jeder äußerer Schein, jede Wichtigtuerei, Selbstdarstellung und Scheinheiligkeit überflüssig ist. Seine Liebe verändert uns vielmehr dahin, dass wir, so wie er, uns nicht um uns selbst drehen müssen, sondern mit der Liebe Gottes ein wenig ins Herz des anderen schauen.

Es mag nötig sein, dass wir unser Herz vor den Blicken anderer Menschen schützen müssen, aber es ist gut, wenn wir unser Herz vor dem liebenden Blick Gottes öffnen und seinem Blick standhalten, denn nur so kann er unser Leben neu ordnen nach seinen Vorstellungen. Nur so erfahren wir, dass all die großartigen Zusagen, die er uns in der Bibel gibt, wahr sind, und dass wir ganz getrost unser Leben darauf aufbauen können. In der Adventszeit singen wir: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit.“ Damit ist die Tür, das Tor unseres eigenen Herzen gemeint. Öffnen Sie es nicht nur einen Spalt, sondern ganz weit, damit der Herr der Herrlichkeit, Jesus Christus, einziehen kann, und das nicht nur in der Adventszeit..

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„Alles ist erlaubt – aber nicht alles nützt.
Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf.
Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen.“
1. Korinther 10, 23-24

„Alles ist erlaubt!“ Diesen Satz vermuten wohl die wenigsten in der Bibel. Verbinden doch viele Menschen mit dem christlichen Glauben eher genusshemmende Einschränkungen oder unzeitgemäße Verbote. In der Tat gab es oft in der Geschichte der Kirche sehr gesetzliche und lebensfeindliche Strömungen. Davon ist die Bibel aber sowohl im Alten als auch im Neuen Testament weit entfernt.

„Alles ist erlaubt!“. Das zeigt zunächst einmal, dass Gott uns die ganze Schöpfung mit ihren zahlreichen Genüssen, Freuden und Möglichkeiten ohne Einschränkung zur Verfügung stellt. Gott hält uns nichts vor, was unsere Lebensqualität steigern kann. Die Schöpfung Gottes in all ihren Details enthält nichts, was Gott, dem Glauben oder unserem Leben feindlich oder bedrohend gegenübersteht. Die ganze Welt ist ein Geschenk Gottes an uns Menschen.

Nun hat Gott uns aber die Freiheit gegeben, all diese Geschenke zum Nutzen oder zum Schaden für uns und andere zu gebrauchen. Wenn wir der Welt mit Gier begegnen und wie ein Süchtiger von allem immer mehr und schneller für uns wollen, dann schaden wir nicht nur der Welt, sondern auch uns selbst. Ein Grund für viele persönliche3 und internationale Krisen in Vergangenheit und Gegenwart  ist die Gier, nicht nur der anderen, die in der Welt „oben“ stehen, sondern fast aller Menschen. Und auch die Umweltzerstörung und viel Kriege haben ihren Grund in der Gier.

Deshalb sagt Paulus hier: Alles ist erlaubt, wenn es nützt, wenn es aufbaut, und zwar auch den anderen. Das ist der Maßstab und das Korrektiv für unser ganzes ethisches Handeln. Im Grunde steckt dahinter das Gebot Jesu: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Deshalb kann der Kirchenvater, Augustin, auch auf die Frage, wie soll man sich als Christ verhalten, antworten: „Liebe, und sonst tue, was du willst.“

Wer liebt, denkt nicht kurzfristig, sondern der fragt: Was nützt es langfristig, wie baut es langfristig auf – für den anderen und auch für mich selbst? Wer gierig ist, der fragt: Was habe ich kurzfristig davon? Er denkt nicht an das große Ganze, die anderen oder die längerfristige Zukunft. Dabei geht es in der Gier nicht nur um materielle Dinge. Wir können gierig sein nach Ansehen, Erfolg, Positionen, Anerkennung, Events, Vergnügen, usw.. Die Gier entscheidet politische Wahlen, bestimmt über Firmenstrategien und beeinflusst oft in stärkerem Maß, als wir es zugeben möchten, die persönlichen Lebensplanungen. Dabei wissen wir eigentlich ganz genau, dass sie sich nicht nur zerstörerisch auf das Allgemeinwohl auswirkt, sondern auch unsere Persönlichkeit zerstört, unsere Seele verdunkelt und unsere Gedanken verwirrt.

Wer sich und anderen etwas Gutes tun will, der sollte lernen, zu lieben. Die Weisheiten und Anweisungen der Bibel sind dafür da, dass wir Gutes tun – uns und anderen. Sie sind eine Schule, um lieben zu lernen. Wenn wir die Bibel so neu lesen, dass Gott uns nichts wegnehmen will, sondern dass er uns zeigen will, wie wir langfristig ein erfülltes und glückliches Leben finden können, dann werden wir entdecken, wie aktuell die Bibel auch heute noch ist. Wenn wir unser privates und öffentliches Leben von der Gier bestimmen lassen wollen, dann werden wir die Bibel als einen Gegner ansehen, den man möglichst schnell aus dem Leben verbannen sollte. Wenn das moderne Leben von Gier bestimmt wird, dann ist die Bibel sicherlich nicht modern, aber sie ist zukunftsorientiert und zukunftsträchtig. Wer sich an der Bibel orientiert, der baut langfristig Zukunft.

Was baut auf und nützt langfristig? Darauf gibt die Bibel eine Antwort. Und wer sich darauf einlässt, der erfährt auch, wie sich das Leben zum Guten verändert, wie wir in die Lage versetzt werden, das Leben wirklich zu genießen, das eigene Leben und unsere Umgebung positiv zu gestalten – zu lieben. Jesus hat uns das nicht nur vorgelebt, sondern uns auch den Zugang zu dieser lebensverändernden Kraft erschlossen.

Ich möchte Ihnen Mut machen, sich neu auf die Bibel einzulassen, sie neu zu lesen als eine Hilfe zu einem erfüllten und gelingenden Leben.

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Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest.
1. Mose 32,27

Gottes Segen – wozu?

Brauchen wir Gottes Segen für unser Leben? In einer von Landwirtschaft geprägten Welt war es für die Menschen relativ einsichtig, dass sie nicht alles in der Hand haben, sondern auf Gottes Segen angewiesen sind. So heißt es in dem alten Lied „Wir pflügen und wir streuen …, doch Segen und Gedeihen liegt in des Herren Hand.“ Aber heute arbeiten und leben die meisten Menschen in Bereichen, die von Technik, Bildung und fachlichen Kompetenzen abhängig sind. Wozu braucht man noch den Segen und Einfluss Gottes.

So hat der Bedarf an Segen Gottes höchstens noch seinen Platz in Bereichen, die wir nicht so ganz im Griff haben, z. B. in zwischenmenschlichen Beziehungen, der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen oder angesichts des Sterbens. Aus diesem Grund besteht bei vielen Menschen nach wie vor der Wunsch nach der Segnung Gottes bei Taufen, Konfirmationen, Eheschließungen und Beerdigungen. Doch wer würde auf die Idee kommen, den Segen Gottes für seine Arbeit in einer Bank, einer Anwaltskanzlei, einer Verwaltung, bei handwerklichen Tätigkeiten  oder für die ganz normale häusliche Arbeit zu erbitten. „Das muss man können, aber nicht Gottes Hilfe erbitten“, heißt es dann.

Gottes Segen für alle Bereiche

Ein großer Irrtum, wie ich meine. Gottes Segen ist nicht nur für die Bereiche, die wir (noch) nicht so ganz im Griff haben, sondern wir brauchen ihn in allen Bereichen für die richtigen Gedanken, richtigen Entscheidungen, für eine sinnvolle und gute Wirkung unseres Tuns und für unsere eigene gesunde Persönlichkeit. Bei all unserer Bildung und unseren fachlichen Kompetenzen: Haben wir immer die richtigen klaren Gedanken für eine gute Lösung eines Problems parat; kennen wir immer die langfristigen Auswirkungen unserer Entscheidungen und Handlungen; behalten wir auch im Stress die innere Ruhe, Frieden und Ausgeglichenheit; sind wir in dem, was wir tun, für andere und für uns langfristig auf einem guten Weg, und macht es unser Leben und das Leben anderer sinnvoller und besser; reicht unsere innere Kraft aus für das, was wir für andere tun, für unsere eigne Entwicklung und für größere Herausforderungen die wir zu bewältigen haben? Diese Fragenkette ließ sich erweitern, aber sie reicht aus, um deutlich werden zu lassen, wie sehr wir in allen beruflichen Tätigkeiten und anderen Bereichen unseres Lebens den Segen Gottes gebrauchen. Ein leitender Ingenieur der Salzgitter AG erzählte mir einmal, wie sie vor einem großen Problem standen und mit allen verantwortlichen höheren Managern und Technikern keine Lösung fanden. Sie brauchten aber die Lösung am nächsten Tag. Abends, am Ende der Sitzung sagte er dann in die ganze Runde „jetzt hilft nur noch beten“, und er betete. Überrascht waren alle, als sie am nächsten Morgen die Lösung ganz klar vor Augen hatten.

Bete und arbeite

Die alte Regel der Benediktiner heißt: „Bete und arbeite“. Davon abgleitet hörte ich einmal den Satz, der mir sehr einleuchtend war: „Arbeite so, als würde alles von dir abhängen, und bete so, als würde alles von Gott abhängen.“  Das Gebet um den Segen Gottes sollte uns deshalb in allen Lebenssituationen begleiten.

Um Gottes Segen ringen

„Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest.“ Das sagt Jakob auf seiner Rückreise in seine Heimat, nachdem er eine ganze Nacht mit Gott gekämpft hat. Er kämpft, ringt mit Gott um dessen Segen, weil er weiß, dass er ohne den Segen Gottes letztlich hilflos und verloren ist. As Gott ihn gesegnet hat, erhält Jakob einen neuen Namen „Israel“, denn von nun an hat sein Leben eine neue Qualität und steht unter einer langen Wirkungsgeschichte Gottes, die bis in unsere Zeit hinein reicht, ohne dass Jakob dies „machen“ konnte. Diese Geschichte zeigt uns, wie wichtig es ist, nicht nur ab und zu um Gottes Segen zu bitten, sondern im Gebet mit Gott um seinen Segen zu ringen.

Beter werden

In einer Welt, in der scheinbar alles machbar ist, sollten wir für uns wieder neu entdecken, wie wichtig der Segen Gottes für unser Leben ist, nicht nur für einzelne Bereiche, in denen wir selbst an unsere Grenzen stoßen, sondern auch dort, wo wir im normalen Alltag mit allgmeiner Bildung und Fachkenntnis die Arbeit und das Leben gestalten. Wir müssen wieder neu zu Betern werden, die für alle Bereiche wissen „doch Segen und Gedeihen liegt in des Herren Hand.“

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Herr, ich preise dich! Du hast mir gezürnt! Möge dein Zorn sich wenden, dass du mich tröstest. Jesaja 12, 1

Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Johannes 6 ,37

Ohne „Wenn und Aber“ dazugehören, angenommen sein, geliebt werden und als wertvoll geachtet werden: Danach suchen wir unser ganzes Leben bei Eltern, Freunden, Kinder oder am Arbeitsplatz. Es sind bittere Erfahrungen, wenn wir dann erfahren, dass wir doch nicht so ganz dazugehören oder sogar abgewiesen werden. Aber sind wir mit unserer Suche bei Menschen an der richtigen Adresse,

denn sie suchen selbst und sind unvollkommen in dem, was sie geben können? Die richtige Adresse für unsere Suche ist Jesus! Wer zu Jesus geht, der gehört ganz und ohne „Wenn und Aber“ zu ihm für dieses Leben und für die Ewigkeit. Aber stimmt das? Wird Gott nicht auch etwas an mir finden, das ihn dazu veranlasst, mich abzuweisen oder sogar zornig auf mich zu sein? Dieser Zweifel ist menschlich, aber nicht göttlich. Denn dass Gott seine Zusagen hält, liegt nicht an unserer moralischen Güte oder Glaubensstärke, sondern an seiner Treue und Liebe, mit der er uns in Jesus Christus begegnet. Das soll in jeder Stunde unseres Lebens unser Trost sein, denn es ist Gott selbst, der uns tröstet. Wir sind nicht so vollkommen wie Jesus, aber vielleicht können wir diesen Trost auch an andere weitergeben und ihnen zeigen, dass sie dazugehören, zu uns und zu Jesus.

Gebet: Herr, ich danke dir, dass deine Zusage auch für mich gilt und ich bis in die Ewigkeit zu dir gehöre.

Liedvorschlag: EG 402 Meinen Jesus lass ich nicht

(Veröffentlicht 2015 im Losungskalender „Licht und Kraft“ vom Aue Verlag)

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Du musst innewerden und erfahren, was es für Jammer und Herzeleid bringt, den Herrn, deinen Gott, zu verlassen und ihn nicht zu fürchten. Jeremia 2, 19

Halte, was du hast, dass niemand deine Krone nehme.
Offenbarung 3, 11

Eine Frau aus der Gemeinde erzählte etwas traurig: „Immer wenn ich sage: Ich möchte gerne im Himmel bei Jesus sein, sagen mir die anderen, das dürfe ich nicht sagen, denn das höre sich so an, als wollte ich gerne möglichst bald sterben.“ Sie hatte gar keine  Sehnsucht nach dem Tod, aber sie freute sich einfach darauf,

einmal im Himmel bei Jesus zu sein. Das ist doch auch die wunderbare Hoffnung, die wir als Christen haben. Jesus Christus hat durch sein Leiden, Sterben und Auferstehen für uns die Tür zur Ewigkeit unseres himmlischen Vaters weit geöffnet. Von den Christen der ersten Jahrhunderte wird berichtet, dass ihr Glaube vor allem wegen ihrer Auferstehungshoffnung eine solch starke Ausstrahlungskraft hatte. Sie hat ihnen Mut gegeben, durch schweres Leid und auch in den Tod zu gehen. Sie ist auch für uns Quelle des Trostes und der Kraft im Leben und der Freude und Hoffnung im Sterben. Wie gut hat der es, der Jesus kennt und zu ihm gehören darf, und wie schwer und ohne Trost muss es für den sein, der ihn nicht kennt oder ihn wieder loslässt. Es wird schön sein, wenn wir nach Hause kommen zu unserem himmlischen Vater. Es ist die Krönung und das Ziel unseres Lebens. Darum wollen wir festhalten an Jesus, denn er ist der Einzige, der uns dahin bringen kann.

Gebet: Herr Jesus, ich danke dir für die Hoffnung auf die Ewigkeit. Schenke mir Treue im Glauben und halte mich fest, wenn ich ins Wanken komme. Amen

Liedvorschlag: EG 516,1-3+7 Christus, der ist mein Leben

(Veröffentlicht 2016 im Losungskalender „Licht und Kraft“ vom Aue Verlag)

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Die Himmel erzählen die Ehre Gottes. Psalm 19, 2

Als Jesus aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn. An dir habe ich Wohlgefallen. Markus 1, 10-11

„Ich kann Gott auch in der Natur finden und anbeten“, so sagen viele Menschen und in gewisser Weise haben sie Recht. Ein Kunstwerk weist auf den Künstler hin und wenn Menschen davon fasziniert sind, wird der Künstler durch sein Werk geehrt. So wird

Gott geehrt durch den Reichtum und die Schönheit der Erde und des ganzen Universums. Namhafte Naturwissenschaftler haben durch ihre Forschungstätigkeit zu einem vertieften Glauben an Gott gefunden. Doch selbst wenn wir Menschen irgendwann in der Lage wären, Gottes Schöpfung zu verstehen oder gar nachzubauen, so werden wir nie das Wunderbarste und Größte seiner Werke verstehen oder erreichen: seine vollkommene Liebe zu uns, die er uns in Jesus Christus gibt. In der Natur können wir einen Hinweis auf Gottes Größe entdecken, aber seine Liebe finden wir in Jesus Christus. Als Jesus das Liebes- und Erlösungswerk Gottes beginnt, da öffnet sich der Himmel und Gott selbst ehrt sein eigenes Werk, sein Kommen in die Welt in Jesus. Und das Wunderbarste ist, dass dieses Werk unseres liebenden himmlischen Vaters Ihnen, mir, uns allen gilt. Wir ehren Gott am meisten, wenn wir Jesus als das Kostbarste unseres Lebens ansehen, seine Liebe, in uns aufnehmen, und daraus Kraft für unser Leben, Hoffnung im Sterben und für die Ewigkeit gewinnen.

Vater im Himmel, ich danke dir, dass du mich meinst mit deiner vollkommenen Liebe. Danke, dass du mich durch Jesus zu dir zurück geholt hast. Amen

EG 403  Schönster Herr Jesu

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Der Herr hat das Recht lieb. Psalm 37, 28

So ahmt nun Gott nach als geliebte Kinder. Epheser 5, 1

Wir finden in der Bibel viele gute Werte wie Liebe, Respekt, Vergebung, Recht und Gerechtigkeit. Gott liebt diese Werte, weil er uns liebt. Er hat sie uns gegeben, damit das Miteinander gedeihen und das Leben aller aufblühen kann. In seinem Sohn, Jesus, sehen wir, was es bedeutet, ganz nach diesen Werten zu leben. Wenn alle Menschen danach leben würden, würde die Welt sicher anderes und besser aussehen.

Dann wäre es auch leichter, selbst danach zu leben. Aber in der Welt herrschen oft andere Gesetze und Werte wie Erfolg, Durchsetzungsvermögen und Selbstbehauptung, zur Not auch mit ungerechten Mitteln, Hauptsache es dient dem eigenen Vorteil. Im Alltag gibt es viele Gründe, einfach mitzumachen und Gottes Werte links liegen zu lassen. Doch Jesus schickt uns mitten in diese Welt, gerade nicht um einfach mitzumachen, sondern um dort seine Werte zu leben, mitten in der Ungerechtigkeit Recht zu leben, auch wenn das zum eigenen Nachteil ist. So hat Jesus gelebt und ist dafür ans Kreuz gegangen. Doch letztlich führte dieser Weg nicht in den Nachteil, sondern zur Auferstehung und ewigen Herrlichkeit Gottes. Diese Verheißung gilt auch uns, wenn wir mit Jesus verbunden bleiben. Sie kann uns Mut machen und Kraft geben, ihm nachzufolgen und als Kinder Gottes Gott nachzuahmen.

Vater im Himmel, gib mir auch heute die Kraft, dich mitten in der Welt nachzuahmen und so dazu beizutragen, dass du in diese Welt kommst. Amen

EG 262 Sonne der Gerechtigkeit

(Veröffentlicht 2018 im Losungskalender „Licht und Kraft“ vom Aue Verlag)

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„Singt dem Herrn alle Länder der Erde! Verkündet sein heil von Tag zu Tag!“ 1. Chronik 16,23.

Andachten - Nun singe Lob du Christenheit
Nun singe Lob, du Christenheit

Innerlich vor Freude jubeln: Das sind besondere Glücksmomente im Leben. Erinnern sie sich noch, wobei Sie dieses Gefühl das letzte Mal erlebt haben, oder wobei es immer noch passiert? Manche Menschen leben frei nach dem Motto „Sobald der Stand des Kontos steigt, die Seele schnell zum Jubeln neigt.“ Andere jubeln innerlich vor Freude, wenn sie bei der Arbeit befördert werden, wenn sie gelobt werden, die Kinder Erfolg haben oder zu Besuch kommen, sie wunderbare Musik hören, die Natur genießen, eine lang ersehnte Urlaubsreise antreten, oder bei etwas ganz anderem. Es ist wichtig, dass wir etwas haben, was unsere Seele in freudige Schwingungen versetzt, denn das hält uns innerlich am Leben und gibt uns Kraft für zukünftige Herausforderungen. Aber: bleibt uns das erhalten, was uns Freude bereitet und zum Jubeln bringt?

Je älter wir werden, desto größer wird die Gefahr, dass unsere Seele abstumpft und wir weder tiefe Freude noch tiefes Leid empfinden, sondern einfach alles hinnehmen. Wir verbrauchen dann die Ressourcen unserer eigenen Kraft, bis sie aufgebraucht sind. Dann gibt es viele Menschen, die innerlich trauern und weinen. Sie sehen keinen Grund zur Freude. Die negativen Erlebnisse und Eindrücke auf ihr Leben sind so stark, dass sie die positiven Eindrücke überlagen oder gar nicht mehr wahrnehmen lassen. Wenn die Seele weint, lebt sie noch, aber wie lange kann sie das ertragen.

Es ist gut und wichtig, wenn wir etwas haben, was unsere Seele in freudige Schwingungen versetzt, aber noch besser und wichtiger ist es, wenn wir etwas haben, was unsere Seele dauerhaft in freudige Schwingungen versetzen und innerlich jubeln lassen kann.

„Singt dem Herrn alle Länder der Erde! Verkündet sein heil von Tag zu Tag!“ 1. Chronik 16,23.

In einer andere Übersetzung heißt es: „Singet dem Herrn, ihr Bewohner der ganzen Erde, verkündet Tag für Tag, wie gern er hilft.“

Haben Sie Gottes Hilfe in Ihrem Leben schon erfahren? Glauben Sie, dass Sie durch Jesus Christus mit einem Vater im Himmel verbunden sind, der Sie kennt und liebt, dem Ihr Schicksal nicht egal ist und der sich um Sie kümmert? Vertrauen Sie ihm? Wenn Sie auf Christus schauen, dann sehen Sie, wie er Sie liebevoll und freundlich ansieht, und dann wissen Sie, was er in der Vergangenheit für Sie getan hat und für Sie in der Gegenwart und Zukunft bedeutet, welch eine große Hilfe Sie von ihm erhalten.

Bei ihm finden wir eine dauerhafte Quelle, um innerlich vor Freude zu jubeln, eine dauerhafte Quelle, die unsere Seele, am Leben erhält, ihr Kraft für zukünftige Herausforderungen gibt und sie in freudige Schwingungen versetzt.

Die Frage ist, wovon wir uns beeindrucken lassen: Sind es die äußeren Umstände, die uns manchmal positiv, manchmal negativ oder auch gar nicht weiter beeindrucken, die unsere Seele dann aber hin- und herwerfen können zwischen Freude und Trauer, zwischen Jubeln und Weinen, Singen und Klagen; oder ist es das, was Gott uns in Jesus Christus zeigt, was er für uns bedeutet. Wovon wir uns beeindrucken lassen, das ist die Nahrung für unsere Seele, die Macht, die über unser Seelenheil entscheidet. Darum ist es so wichtig, dass wir uns immer wieder im Gebet, Christus zuwenden, sein Wort hören und auf uns wirken lassen und uns im Gottesdienst zusammen mit anderen Christen uns hineinnehmen lassen in den Einflussbereich Gottes und in das gemeinsame Lob Gottes.

Wir singen oder klagen dem, was uns wichtig ist und wovon wir uns beeindrucken lassen. Lassen Sie sich vom Herrn beeindrucken und singen Sie ihm, weil er Ihnen so gern hilft, dann erhält Ihre Seele Nahrung zu Freude und Jubel und Kraft für die Herausforderungen des Lebens.

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Diese Seite wird nach und nach mit weiteren Andachten gefüllt werden.

Andachten zur Adventszeit finden Sie unter „Atem holen im Advent“