Hausandachten – Allgemeine Einleitung

Hausandachten
Foto: Martina Heins

Diese Hausandachten können Sie ohne theologische Vorbildung zu zweit oder auch mit mehreren Personen feiern. Sie eignen sich auch für Andachten in kleinen Gemeindegruppen.

Die Andachten dauern in der Regel ca. 30 Minuten. Es ist sehr zu empfehlen, sich dafür einen festen Termin mit Wochentag und Uhrzeit festzulegen. Eine wöchentliche Regelmäßigkeit ist sehr hilfreich.

Die Vorbereitung der Andacht kann abwechselnd übernommen werden und auch die Plätze im Haus können verschieden sein. Dabei kann viel Fantasie und Kreativität eingesetzt werden, um die Hausandachten zum Mittelpunkt der Woche werden zu lassen.
Die Beispiele, die wir Ihnen hier aufzeigen, können Sie so übernehmen oder auch als Anregung für eigene neue Gestaltungsideen verwenden. Zur Vorbereitung des Platzes können Sie zum Beispiel ein kleines Kreuz auf den Tisch legen oder stellen und eine Kerze anzünden.

Beginnen können Sie jede Andacht folgendermaßen: „Wir feiern diese Andacht im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes unter der Verheißung von Jesus Christus: Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Amen“

Nach einem Lied folgt dann die Beschäftigung mit einem oder mehreren Bibeltexten.

  • Beispiele, Anregungen und Gestaltungsideen für einzelne Andachten finden Sie weiter unten auf der Seite.

Nach ca. 20 Minuten können Sie dann wieder ein Lied singen und danach kann jeder ein kurzes freies Gebet sprechen, das mit einem gemeinsamen Vater Unser und einem Segensspruch abgeschlossen wird. Als Segensvers können Sie sagen: „Es segne und behüte uns Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen!“

Hier finden Sie weitere Segensverse.

Zum Abschluss kann dann noch gemeinsam ein Lied gesungen werden.

Die Lieder, die wir Ihnen vorschlagen, finden Sie entweder im Evangelischen Gesangbuch (EG) oder in einem Liederbuch mit neueren Liedern. Falls Sie kein Gesang- oder Liederbuch zur Verfügung haben, können Sie auch im Internet danach suchen. Für fast alle Lieder findet man dort die Texte und meistens auch die Melodien.
Wenn Sie Lieder, die gut zur Andacht passen, nicht singen können, dann lesen Sie doch einfach das ganze Lied oder einzelne Verse einfach abwechseln vor. Manchmal erschließt sich der Inhalt eines Liedes ganz neu, wenn es gelesen wird.
Alle Liedtexte aus dem Evangelischen Gesangbuch finden Sie in der Liederdatenbank.

Noch ein wichtiger Hinweis zu den Bibelstellen, die wir Ihnen vorschlagen oder die Sie selber auswählen. Sie müssen nicht alles verstehen. Das Wort Gottes wirkt auch an uns, wenn wir es nicht verstehen. Denn wie heißt es bei Jesaja 55,11: Das Wort „wird nicht leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende“. Und Martin Luther hat einmal gesagt: „Mit der Bibel ist es wie mit einem wohlduftenden Kräutlein. Je mehr man daran reibt, desto herrlicher duftet es.“  Beschäftigen Sie sich nicht zu lange mit dem, was Sie nicht verstehen, sondern vor allem mit dem, was Sie verstehen. Nach und nach mit neuen Lebenserfahrungen und veränderten Lebenssituationen werden Ihnen Abschnitte aus der Bibel, die für Sie jetzt schwer zu verstehen sind, in einem ganz neuen Licht erscheinen und eine Bereicherung für Ihr Leben sein.

Alle Andachtsbeispiele, die wir Ihnen im Folgenden zeigen, haben wir zuhause auch so gefeiert.

Probieren Sie es aus und vertrauen Sie auf das Wirken des Heiligen Geistes!

Wir wünschen Ihnen viel Freude, Gottes Segen und eine geistliche Bereicherung für Ihr Leben.

Inhaltsverzeichnis:

Klicken Sie einfach auf den Titel, um zur entsprechenden Hausandacht zu gelangen!

Herr, füll mich neu

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 322, 1+3+5 Nun danket all und bringet Ehr‘ und EG 324, 1+2 Ich singe dir mit Herz und Mund (beide Lieder haben die gleiche Melodie!)

Lukas 2, 19:
„Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.“

Einleitung: Gottes Worte, Jesu Worte, die Worte der Bibel in unserem Herzen be-halten und be-wegen! Das Herz und was wir im Herzen tragen sollen, ist sehr oft ein Thema in der Bibel. Besonders im Doppelgebot (Dreifachgebot) der Liebe betont Jesus: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen.“ (Matthäus 22,37). Wenn wir etwas im Herzen bewegen und behalten, ist es uns ganz besonders wichtig.  Auch viele Redewendungen machen das deutlich:

  • Das Herz am rechten Fleck haben
  • Etwas zu Herzen nehmen
  • Unser Herz lacht
  • Sich herzlich freuen
  • Das Herz anfüllen mit…
  • Etwas aus vollem Herzen tun

Frage: Was füllt unser Herz an? Was bewegen wir in unseren Herzen? Lassen wir uns von Jesus und seinem Wort neu anfüllen, von seiner Liebe? Wir können eine Gleichung aufmachen: Gottes Wort + Herz = Fülle. Wenn wir unser Herz nicht anfüllen lassen, entsteht in uns eine große Leere! Ein leeres Herz, dass sich schnell anfüllen lässt mit negativen Gedanken, Sorgen, Zweifeln, Ängsten, falschen Erwartungen, Vergleichen… Ich denke, wir kennen das alle.
Fragen Sie sich einmal ganz ehrlich:
Was be-wege ich in meinem Herzen? Was be-wegt mich?
Was be-halte ich im Herzen? Was be-halte ich?

Während sie über diese Fragen nachdenken, können Sie sich das Musik-Video von Martin Pepper anhören und anschauen.

Hausandacht Kreuz Glauben Herz Liebe Jesus
Foto: Martina Heins

Lied: Youtube: Martin Pepper/Mein Herz kann reden/die Stille lebt/Original Video (Lyrik Video) – 5: 12 Min.

Texte: Lesen Sie nun einige Texte aus der Bibel zum Thema:

  • Lukas 2,10+11,13+14,18-20
  • Johannes 10,27-30
  • Johannes 20, 19-22
  • Römer 8, 31-39
  • Galater 5,1

Denken Sie über diese Texte für sich nach oder tauschen Sie sich darüber aus, wenn Sie diese Hausandacht in einer Gruppe feiern. Eine Frage zum Nachdenken dazu könnte sein: Was möchte ich in meinem Herzen behalten und bewegen?

Gebet, Vater Unser, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Gedanke zum Abschluss: Als Kind habe ich oft gebetet: „Ich bin klein, mein Herz mach’ rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“ Dieses Gebet und meinen Kinderglauben habe ich mir als Erwachsener wieder zurückerobert und es könnte auch Ihnen eine Hilfe sein. Probieren Sie es aus!

Römer 11,36:
„Von Jesus und
durch Jesus und
zu Jesus sind alle Dinge.
Ihm sei Ehre in Ewigkeit.“

Zum Abschluss noch ein kleiner praktischer Tipp: Schreiben Sie auf einen kleinen oder großen Zettel: „Was füllt dein Herz jetzt gerade an? Gottes Wort?“

Hängen Sie diesen Zettel an einer für Sie gut sichtbaren Stelle auf oder stecken Sie diesen Zettel in Ihre Hosen- oder Jackentasche. Sie sollten dadurch möglichst oft an diese Fragen erinnert werden! Gott segne Sie!

Lied: EG 329, 1+2 Bis hierher hat mich Gott gebracht oder „Herr füll mich neu“

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Den ganzen Tag mit Jesus

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: In deinem Haus bin ich gern, Vater (Strophe 1 singen, 2-4 lesen)

Eingangsfrage: Jesus hat seinen Jüngern und anderen Menschen oft gezeigt, dass er in ihrem ganz normalen Alltag bei ihnen ist. Jesus betont in vielen Texten, dass er immer bei uns sein will. Welche biblischen Geschichten fallen Ihnen dazu ein?

Zum Beispiel können Sie die Geschichte von Martha und Maria (Lukas 10,38-42), Die Speisung der 5000 (Lukas 9,10-17), Die Berufung der ersten Jünger (Matthäus 4,18-22) lesen.

Lied: Wir sind hier zusammen in Jesu Namen (3x durchsingen)

Einleitung: Was würden Sie tun, wenn Jesus an einem Tag, z.B. heute, immer an Ihrer Seite wäre (und er ist es ja!)? Stellen Sie sich das einmal ganz konkret, ganz real vor. Was würde sich für Sie dadurch verändern?
Sie hätten Jesus immer ganz nah bei sich, neben sich, könnten ihn immer um Rat fragen, seine Hilfe suchen, an seiner Hand gehen. Sie könnten ihn aber auch übersehen, übergehen!
Jesus würde aber auch alles sehen und hören, was Sie sagen und tun – und auch was Sie nicht sagen und tun!
Wie würde das Ihr Handeln, Ihr Reden, Ihre Tagespläne verändern? Vielleicht würden Sie ja dann gar keinen Plan mehr machen (wollen) und Jesus alles überlassen?
Oder rechnen wir gar nicht (mehr) so konkret mit Jesu Gegenwart?
Würden Sie dann auch noch so durch den Tag hetzen, sich über alles/vieles so aufregen, über vieles so leichtfertig und unnütz denken und reden, sich unnütz sorgen und ängstigen?
Würden Sie bestimmte Dinge dann nicht (mehr) tun? Warum nicht?
Würden Sie Dinge anders machen, Verhaltensweisen ändern, ablegen und andere dafür stärken? 

Texte: Lesen Sie nun einige Texte aus der Bibel zum Thema:

  • Matthäus 11, 28-30
  • Matthäus 28, 20b
  • Lukas 10, 38-42
  • Johannes 15, 4-7
  • Johannes 10, 14-15 + 27-30

Denken Sie über diese Texte für sich nach (Sie können dazu auch eine schöne Musik hören) oder tauschen Sie sich darüber aus, wenn Sie diese Hausandacht in einer Gruppe feiern.
Eine Frage dazu könnte sein: Was sagen die Texte zu unserem Thema aus und was können wir daraus für unseren Alltag lernen?

Lied: Ich bin durch die Welt gegangen 

Und nun wird es ganz konkret:

Hausandachten Tag Jesus
Foto: Martina Heins

Was würde Jesus Ihnen sagen, wenn er mit Ihnen durch Ihren Alltag geht? Was würde er Ihnen zeigen? Vielleicht würde er Ihnen sagen „Sieh an die Vögel…“, „Sieh an die Blumen…“
Auf was würde Jesus Ihre Gedanken und Blicke lenken? Würde er Ihnen vielleicht leise sagen: „Sieh her, sieh doch!“, „Vertraue mir!“, „Frage mich doch!“, „Bleib ganz ruhig, ich bin doch neben dir!“, „Komm, wir beten zuerst zusammen, bevor du dich entscheidest oder etwas tust!“, „Sei dankbar, freue dich!“…

Denken Sie einmal für sich in der Stille darüber nach. Gönnen Sie sich diese Zeit, es ist eine wertvolle Zeit, die gute Früchte in Ihrem Leben tragen wird.

Gebet, Vater Unser, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Gedanke zum Abschluss: Als kleine Gedankenstütze können Sie sich auf einen Zettel einen der folgenden Sätze schreiben und ihn gut sichtbar oder in der Tasche platzieren.  Auf jeden Fall sollten Sie ihn oft lesen:
Geh mit Jesus durch diesen Tag.

  • Sei offen für die Herausforderungen mit Jesus!
  • Lass dich von Jesus durch diesen Tag führen.
  • Halte nicht verbissen an deinen „Martha-Pflichten“ fest.
  • Lerne Gelassenheit und Ruhe von Jesus.
  • Vertraue Jesus, werde still und warte ab.

Lied: EG 406, 1+2 Bei dir, Jesu, will ich bleiben

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Jesus hat Neues in dir gewirkt

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: All die Fülle ist in dir, o Herr

Einleitung:  Wenn wir Gott danken und loben, dann denken wir dabei oft an die irdischen Gaben, die er uns schenkt, oder dass wir aus Liebe und Gnade angenommen sind als seine Kinder. Heute wollen wir auf das sehen, was Jesus schon in uns an neuer Schöpfung gewirkt hat, wie er uns schon durch seinen Heiligen Geist verändert hat, indem er zum Beispiel mehr Geduld, mehr Liebe, mehr Freude, mehr Gelassenheit gewirkt hat. Das dürfen und sollen wir dankbar erkennen. Es hat nichts mit Stolz zu tun, wenn wir das in uns sehen,

denn es ist nicht unser Verdienst, sondern das Wirken des Heiligen Geistes. Es ist undankbar, wenn wir es nicht sehen wollen.
Deshalb soll es in dieser Andacht darum gehen, das Wirken des Heiligen Geistes in uns zu erkennen und darüber dankbar und froh zu werden.

Lesen Sie folgende Bibeltexte dazu:

Die neue Schöpfung bewirkt Gott in uns durch die Kraft seines Heiligen Geistes

Johannes 1, 12+13 – von Neuem geboren als Kinder Gottes
Johannes 3, 3+6 – von Neuem geboren durch den Heiligen Geist
2. Korinther 5, 17 – eine ganz neue Schöpfung in uns
Epheser 2, 8-10 – Es ist von Gott gewirkt allein aus Gnade

Beispiele in denen Paulus beschreibt, was Gott in den Gemeinden gewirkt hat.

1. Korinther 1, 4-9
Kolosser 1, 3-6

Was Gottdurch seinen Heiligen Geist gewirkt hat, ist bei uns noch nicht vollkommen. Das wird erst in der Ewigkeit sein. Deshalb bittet Paulus um geistliches Wachstum.

               Kolosser 1, 9-11

Austausch:

Jeder schreibt zunächst fünf Punkte auf, in denen er in seinem bisherigen Leben das Wirken Jesu gespürt hat.

Anmerkung: Es geht dabei gerade nicht darum, dass wir darstellen sollen, worin wir vollkommen sind, denn das ist keiner, sondern worin wir gewachsen sind.

Abwechselnd stellt nun jeder seine Punkte vor.

Lied: Lobpreiset unsern Gott

Austausch:

Jeder nennt jeder zwei Punkte, in denen er das Wachstum bei jemand anderes aus der Gemeinschaft der Hausandacht wahrgenommen hat.

Lesen Sie nun zum Abschluss Philipper 1, 6 und freuen Sie sich darauf, dass alles, was Sie jetzt bruchstückhaft an Wirkung des Heiligen Geistes in sich wahrgenommen haben, in der Ewigkeit vollkommen sichtbar sein wird. Gott selbst wird das in Ihnen angefangene Werk vollenden.

Lied: EG 324, 1+2+12-14 Ich singe dir mit Herz und Mund

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 330, 1+2+5+6 O dass ich tausend Zungen hätte

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Das Leben genießen

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 332, 1-4 (singen oder lesen

Einleitung: Das Glaubensleben genießen – geht das? Glauben und Genuss – passt das zusammen?  Finden Sie diesen Gedanken anstößig? In einer Andacht zum Bibelvers „Ihr habt schon geschmeckt, dass der Herr freundlich ist“ (1. Petrus 2,3) habe ich vor kurzem den Gedankenanstoß gelesen: „Das Christentum ist etwas für Genussmenschen“.  Warum klingt das für uns so ungewohnt?
Oft wird in der Bibel von einem Festmahl gesprochen. Der Vater gibt für seinen verlorenen und wiedergefundenen Sohn ein Festmahl und zieht ihm die besten Kleider an

(Lukas 15,11-24)! Der Bibelvers aus 1. Petrus 2,3 lenkt unseren Blick auf uns selbst. Es heißt dort: „Ihr habt schon geschmeckt (erlebt), dass der Herr freundlich ist.“ Haben wir das vergessen? Wir waren doch schon einmal fröhlich zusammen und fröhlich in und mit Jesus, konnten genießen, uns freuen an Gottes Gaben. Gott hat uns in Jesus Christus gerettet, alles geschenkt, er liebt uns vollkommen – sollten wir da nicht beginnen es zu genießen so geliebt und wertgeschätzt zu sein!? Einfach mal genießen – so von ganzem Herzen!? Klingt das zu in Ohren gut und richtig oder lehnen Sie es eher ab?

Lied: EG 333, 1-3 + 6 Danket dem Herrn  

Frage: Wir sind…

                … Kinder Gottes (Johannes 1,12 und Galater 3,26)

               … Ostermenschen (Johannes 11,24-26)

               … Lichtmenschen (Matthäus 5,14)

               … Salzmenschen (Matthäus 5,13)

               … auch Genussmenschen!?

Fällt Ihnen dieser letzte Gedanke eher leicht oder schwer? Lesen Sie dazu folgende Bibelstellen:

Jeremia 32,41
3. Johannes 2
Johannes 10,10
Lukas 10,20

Austausch: Wenn Sie die Hausandacht in einer Gruppe feiern, können Sie sich über die Bibelstellen austauschen, unter der Fragestellung:
Wie könnten wir es öfter schaffen eine Woche lang Gottes Freundlichkeit widerzuspiegeln, Gottes Gaben zu genießen, befreit, heiter und froh zu leben, auch wenn die Umstände schwierig sind, weil wir zu Jesus gehören und mit ihm und in ihm alles haben, was wir zu einem erfüllten Leben brauchen?

Lied: Du gibst das Leben, das sich wirklich lohnt 

Gebet, Vater Unser, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 369 Wer nur den lieben Gott lässt walten

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Der Heilige Geist – Himmelfahrt und Pfingsten

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 120 (singen oder lesen) Christ fuhr gen Himmel

  1. Korinther 13,13:
    „Die Gnade unseres Herr Jesus Christus
    und die Liebe Gottes
    und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns.
    Amen.“

Lied: EG 123,1+11 Jesus Christus herrscht als König

Einleitung: Was fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie an den Heiligen Geist denken?  Sie haben 10 Sekunden Zeit Ihre Gedanken spontan zu sagen – „Dalli, dalli!“ (Vielleicht erinnern Sie sich ja noch an diese beliebte Ratesendung aus dem Fernsehen?).
Zweite Frage: Was fällt Ihnen spontan ein zum Thema: „leben mit der Kraft des Heiligen Geistes“ oder zum Thema: „leben ohne die Kraft des Heiligen Geistes“?
Sie haben wieder 10 Sekunden Zeit„Dalli, dalli!“.

Tipp: Wenn Sie die Hausandacht gemeinsam mit anderen feiern, können einige Personen versuchen, Ihre Stichpunkte schnell zu notieren. Daraus können sich anschließend sehr gute Gespräche ergeben.

Lied: EG 132 Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen

Wir lesen zum Thema einige Bibeltexte und tauschen uns darüber aus:
Fragen zu den Texten: Was lernen wir daraus über den Heiligen Geist?
                                         Was ist neu oder anders, als wir es bisher kannten?

  • Apostelgeschichte 1,7-8: Himmelfahrt Christi
  • Apostelgeschichte 2,1-4: Pfingsten
  • Apostelgeschichte 9,17+18: Paulus (Saulus) wird mit dem Heiligen Geist erfüllt und kann dadurch wieder sehen
  • Apostelgeschichte 9, 31: Die Gemeinde wurde durch den Heiligen Geist aufgebaut
  • Apostelgeschichte 16,6: Der Heilige Geist kann auch Dinge „verwehren“
  • Matthäus 3,11-17: Johannes tauft mit Wasser, Jesus mit dem Heiligen Geist
  • Matthäus 28,19: Taufe auf den Heiligen Geist
  • Matthäus 3,11-17: das Reden gegen den Heiligen Geist wird nicht vergeben
  • Johannes 20,22: Jesus verheißt den Heiligen Geist
  • Johannes 14,26: Jesus spricht über den Heiligen Geist und seine Aufgabe
  • Lukas 11,13: Gott gibt den Heiligen Geist, wenn wir darum bitten
  • Lukas 10,21: Jesus freut sich im Heiligen Geist
  • Römer 5,5: Liebe durch den Heiligen Geist
  • Römer 15,13: Hoffnung durch den Heiligen Geist
  • Titus 3,4-8a: Erneuerung im Heiligen Geist

Lied: EG 136, 1+4+7 O komm, du Geist der Wahrheit

Gebet: Beten Sie in der Stille und bitten Gott um seine Hilfe, seine Kraft und die Erneuerung durch den Heiligen Geist.

Vater Unser, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Gedanke zum Abschluss: Im 2. Timotheusbrief 1,7 steht geschrieben: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Gottes Geist ist unser „Rückenwind“, der uns vorwärtstreibt, uns bewegt, beflügelt, auf den wir uns immer verlassen können. Gegenwind gibt es leider auch in unserem Leben. Der „Gegenwind“ in unserem Leben kommt durch den Teufel, den „Durcheinander-bringer“, dem „Ab-Bringer“, der uns vom guten Weg mit Jesus Christus abbringen will und alles Gute nicht zum Zug kommen lässt.  Deshalb sollten wir uns vom Geist Gottes anfüllen lassen und den Heiligen Geist stets um Beistand und Führung bitten.
Gott segne Sie!

Lied: EG 571 (Regionalteil Ausg. Ev. Kirche im Rheinland), Unser Leben sei ein Fest, Strophe 1+2

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Die Wirkung des Heiligen Geistes

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: Herr, füll mich neu

Anleitung: Folgende Bibelstellen lesen und jeweils die Stichwörter aus dem Text auf Karten aufschreiben, die eine Wirkung des Heiligen Geistes ausdrücken.

Johannes 14, 26

Johannes 16, 13

Apostelgeschichte 2, 14

Apostelgeschichte 11, 8-12a

Apostelgeschichte 16, 7

Römer 8, 11

Römer 8, 14

Römer 8, 15

2. Korinther 3, 17

Galater 5, 22

Lied: EG 130, 1+2+5 O Heilger Geist, kehr bei uns ein

Anleitung: Legen Sie nun alle Karten verdeckt auf den Tisch. Abwechselnd werden die Karten umgedreht und es findet ein Austausch über die Begriffe statt, was sie bedeuten und welche Bedeutung sie für das eigene Leben haben.

Lied: EG 134, 1-3 + 6 Komm, o komm, du Geist des Lebens

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 138, 1+7 O komm, du Geist der Wahrheit

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Alt und neu!

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 357 Ich weiß, woran ich glaube

Bibelstellen lesen:

2. Korinther 5, 17
Anmerkung: Gott schafft etwas völlig Neues in uns

Johannes 1, 12 + 13
Johannes 3, 3
Anmerkung: Das Neue ist nicht menschlich, sondern göttlich

1.Petrus 1, 3-5
Anmerkung: Das Neue hat Bestand bis in die Ewigkeit. Gott selbst sorgt dafür.

Matthäus 13, 31-32
Anmerkung: Durch die Botschaf Jesu ist das Samenkorn der Ewigkeit in uns hineingelegt worden und es wächst bis zur Vollkommenheit in der Ewigkeit.

1.Korinther 13, 12
Anmerkung: In der Ewigkeit werden wir vollkommen sein. Wir werden so vollkommen erkennen, wie Gott uns jetzt schon vollkommen erkennt.

Lukas 17, 21
Anmerkung: Luther übersetzt: „Das Reich Gottes ist in euch“. Das Reich gottes ist Jesus selbst, unzertrennbar mit uns verbunden.

Anmerkungen:

Gott hat das Reich Gottes aus Gnade durch den Glauben in uns hineingelegt und es wächst bis zur Vollkommenheit.

Nicht das Menschliche muss fromm und heilig werden, wir können es auch unserer menschlichen Kraft auch nicht bewerkstelligen, sondern das Göttlich muss durch die Kraft Gottes  in uns wachsen, wie Johannes der Täufer sagt: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“

So ist beides in uns: Das alte Menschliche und das neue Göttliche. Darum sagt Luther: Wir sind beides zugleich: Sünder und Gerechte.

Austausch zur Frage:

Was bedeutet es Ihnen, dass der göttliche Samen in Ihnen ist und wäscht bis zur Vollkommenheit in Ewigkeit.
Schreiben sie ca. 10 Stichworte auf und tauschen Sie sich anschließend darüber aus.

Lied EG 332 Lobt froh den Herrn

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 157 Lass mich dein sein und bleiben

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In der Schule Gottes

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: Lasst uns miteinander

Einleitung: Wir bleiben ein Leben lang Lernende! Und das ist auch gut so. Wir sollten nie aufhören lernen zu wollen. Das gilt für das allgemeine Leben, aber ganz besonders für den Glauben und unseren Glaubensweg mit Jesus Christus. Martin Luther hat einmal gesagt: „Der Glaube ist immer ein WERDEN, nicht ein SEIN“. In der Schule, im Studium, in der Ausbildung mussten wir alle so viel lernen. Erfolg in der Schule und Ausbildung bekam/bekomme ich durch gute Fächer, gute Lehrer und guten Unterricht. Und Erfolg im Leben?

Wir lesen zum Thema einige Bibeltexte:

Matthäus 11,29:
Jesus Christus spricht: „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“

 Matthäus 28,20:
Jesus Christus spricht: „und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

 Lied: Herr, füll mich neu

Fragen zum Nachdenken: Was brauche ich, damit ich im Glauben lernen kann?
Was möchte ich gerne von Jesus lernen oder mehr lernen?

Gedankenanstoß zum Austausch: Petrus musste/durfte lernen, Paulus musste/durfte lernen, Maria ebenfalls …warum wir also nicht auch?

Dazu lesen wir einige Bibelstellen:

Jakobus 1,5:
„Wenn es aber jemanden unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott,
der jedermann gerne gibt und niemanden schilt;so wird sie ihm gegeben.“

Kolosser 2, 3:
„In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“

Lukas 5,5-6:
Petrus lernt von Jesus: „…aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.
Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische.“

Johannes 6,8:
Und Petrus wird später bekennen:
„Herr, wohin sollen wir gehen?
Du hast Worte des ewigen Lebens.“

Apostelgeschichte 9,3:
 Saulus (später Paulus) muss/darf
besonders eindringlich bei seiner Bekehrung lernen: „Als er aber auf dem Wege war und in die Nähe von Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme,
die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich?
Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst.
Steh auf und geh in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst.“

Lukas 10,39:
Und über Maria lesen wir:
„Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen
und hörte seiner Rede zu.“

Die Bibel ist voller interessanter Geschichten, in denen Menschen gelernt haben. Hier nur einige weitere Beispiele:

  • Der Zöllner Matthäus (Matthäus 9,9-13)
  • Paulus (Philipper 4,11)
  • Die Jünger in den Gleichnissen (Matthäus 5-7)
  • Timotheus (2. Timotheus 3,14-17)

Kreative Aufgabe:
Jeder bekommt einen eigenen Stundenplan und kann seine „Fächer“ frei eintragen.
Wer wollte das während der Schulzeit nicht immer gerne mal machen: einen eigenen Stundenplan entwerfen, die Fächer frei wählen! In dieser kleinen kreativen Aufgabe können Sie es endlich verwirklichen. Sie haben den besten Lehrer: Jesus Christus!
Was möchten Sie von Jesus lernen?
Als „Fächer“ könnten Sie z.B. eintragen: Liebe, Genügsamkeit, Geduld, Dankbarkeit, Freude, Humor, Zuversicht, Konzentration, Sanftmut….
Von Jesus können wir so vieles lernen!

Die Anfangsuhrzeit des Unterrichts kann jeder frei wählen. Man kann um 8 Uhr beginnen, aber auch erst um 18 Uhr oder früh morgens, am Abend oder in der Nacht. Auch Doppelstunden sind erlaubt!
Sie können sich einen Stundenplan besorgen (TIPP:  Gibt es zum Beginn des neuen Schuljahres in vielen Geschäften kostenlos zum Mitnehmen) oder selbst gestalten. Ganz, wie es Ihren Bedürfnissen und Wünschen entspricht.

„In der Schule Gottes“ sein, bedeutet ein Leben lang
zu lernen.

Genießen Sie es von Jesus zu lernen und lassen Sie sich nicht davon abbringen.

Johannes 6,63:
Jesus Christus spricht:
„Die Worte, die ich zu euch geredet habe,
die sind Geist und sind Leben.“

Von Jesus lernen heißt vor allem, die wahre Liebe von ihm lernen.
Denn ohne seine Liebe können wir nichts tun.

  1. Korinther 13, 2:
    Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte,
    und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.“

Lied: EG 357 1-4 Ich weiß woran ich glaube

Gebet: Beten Sie in der Stille und bitten Gott um seine Hilfe, seine Kraft und Weisheit.

Vater Unser, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 386, 1 Eins ist not! Ach Herr, dies Eine

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Was ist aus deinem Leben geworden?

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 114, 1-3 Wach auf mein Herz

Austausch über die Fragen:

  1. Was ist aus dir geworden?
  2. Was hätte aus dir werden können?
    Im Rückblick können wir uns austauschen über falsche Lebensentscheidungen, mangelnde Unterstützung anderer, fehlende Chancen, usw.

Bibelstelle: 2. Samuel 7, 18b: Können wir sagen, dass Gott uns hierher gebracht hat.

Lied: EG 329 Bis hierher hat mich Gott gebracht

Bibelstelle: 1. Korinther 15,10

Gedanke dazu: Gottes Gnade ist mächtig, kraftvoll, wirksam. Die Gnade ist der Samen des Reiches Gottes, den Jesus in uns hineingelegt hat. Wenn ich aus Gottes Gnade bin, was ich bin, wie will ich dann meinen bisherigen Lebenslauf infrage stellen. Ich würde dann ja Gottes Wirken infrage stellen.

Es gibt offensichtlich zwei Betrachtungsweisen meines bisherigen Lebens:

  1. Die menschliche Betrachtungsweise: Ich analysiere mein Leben und forsche danach, was ich selbst oder andere positiv oder negativ aus meinem Leben gemacht haben. Als Ergebnis dieser Betrachtungsweise kann ich am Ende stolz oder unzufrieden sein.
  2. Die geistliche Betrachtungsweise: Ich sehe mein Leben in Gottes Hand und vertraue auf sein offensichtliches und verborgenes Wirken in meinem Leben. Als Ergebnis dieser Betrachtungsweise werde ich zufrieden und dankbar.

Bibelstellen dazu:

Markus 4, 26-29: Der Same des Reiches Gottes wächst von selbst

Johannes 15, 16: Jesus hat uns erwählt, um durch uns Früchte der Ewigkeit zu bringen. Er selbst wirkt sie, wenn wir an ihm dran bleiben.

Was ich aus mir selbst und durch meine eigene Kraft bin, ist nichtig.
Was ich aus Gottes Gnade bin, bleibt in Ewigkeit.

Die Frage ist: Was ist mir wichtiger: Was ich selbst geschaffen oder versäumt oder andere mir getan haben oder was Christus in mir wirkt?

  1. Korinther 5, 17: Durch Christus wurde etwas Neues in uns geschaffen, und was Gott schafft ist sehr gut.

Frage: Soll ich jetzt in meinem Leben analysieren und beurteilen, was Gott in mir geschaffen hat und was von mir selbst ist und das Schlechte ausmerzen?

Dazu Bibelstelle: Matthäus 13, 24-30

Gedanke dazu: Wie sollen wir entscheiden, was aus uns selbst ist und was Gottes Gnade in uns gewirkt hat? Wäre das nicht Hochmut!

Es ist besser,

hinter der Vergangenheit einen Punkt zu setzen und sie abzuschließen, dankbar dafür, dass Jesus durch seine Gnade das neue Leben aus der Ewigkeit in uns wirkt, uns führt und begleitet und zufrieden mit dem, was aus uns geworden ist;
und gespannt erwarten, was Jesus noch in uns und durch uns wirkt bis hin zur Vollendung in der Ewigkeit.
Dazu Bibelstelle: Philipper 1, 6

Lied lesen: EG 165 1+6-8

Dazu Gedanke: Wir sollen uns den Strahlen Jesus aussetzen, damit wir wie eine Blume aufblühen können.

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 293 Lobt Gott, den Herrn, ihr Heiden all

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Unnütze/Nichtsnutzige Worte und heillose Gedanken

Einen Artikel zu dem Thema finden Sie hier:

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 333 Danket dem Herrn

Einleitung:

Zu Beginn lesen wir drei Bibeltexte: Matthäus 12,36 – Jeremia 4,14b – Kolosser 3,16

Fragen zur Vertiefung:
  • Was sind eigentlich unnütze/nichtsnutzige Worte und heillose Gedanken?

  • Was „wohnt“ bei Ihnen? Das Wort Christi oder unnütze, nichtsnutzige Worte und heillose Gedanken?
    Hausandachten
    Foto: Martina Heins
Austausch:

Zu den Fragen kann sich jeder Beispiele oder eigene Gedanken aufschreiben.

Anschließend gibt es einen Austausch. Dabei beziehen wir besonders den Text von Paulus aus dem Kolosserbrief 3, 16 mit ein!

Weitere Impulse für das Gespräch oder die Vertiefung mit diesem Thema:

  • Jesus redet nie nichtsnutzige Worte oder heillose Gedanken.
  • Heillose Gedanken und nichtsnutzige Worte bringen mich und andere vom guten Weg ab und zerstören die gute Beziehung zu Jesus Christus.
  • Wie „verbanne“ ich dauerhaft heillose Gedanken aus meinem Kopf und vermeide unnütze, nichtsnutzige Worte?

Lied: EG 198, 1+2 Herr, dein Wort die edle Gabe

Gebet: Beten Sie in der Stille und bitten Gott um seine Hilfe und seine Kraft.

Vater Unser, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 196 Herr, für dein Wort sei hochgepriesen (im Wechsel laut lesen)

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Erfolg – Erfolgreich leben

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 168, 1-3 Du hast uns, Herr, gerufen

Einleitung:

Erfolgreich sein, erfolgreich leben, scheint heute eines der wichtigsten Lebensziele zu

Hausandachten
Foto: Martina Heins

sein. Wer wäre nicht gerne erfolgreich und anerkannt?
Sind Sie erfolgreich? Waren Sie erfolgreich in Ihrem Leben? Was ist Erfolg und wie definieren Sie Erfolg für sich? Wie definiert Jesus Erfolg? Was ist für Jesus ein erfolgreicher Tag?

Dazu lesen wir zwei Bibeltexte: 

Johannes 21,3-13 + 16. Diese Geschichte erzählt von der Begegnung der Jünger mit Jesus nach seiner Auferstehung am See Genezareth. Die Jünger kennen diese Situation sehr genau aus den Anfängen ihres Weges mit Jesus. Lesen Sie dazu Lukas 5,4-11.

Eine Frage dazu verknüpft die Geschichte mit unseren Eingangsfragen: Was haben die Jünger in diesen Geschichten als Erfolg oder Misserfolg erlebt?

Anleitung:

Ein Blatt Papier wird in zwei Spalten geteilt. In die erste Spalte schreiben Sie als Überschrift: Wie definiere ich Erfolg? Und über die zweite Spalte: Wie definiert Jesus Erfolg?
Tragen Sie nun zunächst nur in die erste Spalte Ihre Gedanken und Stichworte ein. Wichtig ist dabei, ehrlich mit sich und seinen Gedanken zu dem Thema umzugehen.

Paulus schreibt im 1. Korintherbrief 1,18:

Predigt zu 4. Mose 21
Foto: Martina Heins

„Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft.“

Empfehlung: Lesen Sie zu dem Thema die Passionsgeschichte, z.B. Matthäus 26, 57 – 27,61 und bedenken Sie dazu die Frage Was war in dieser Geschichte – menschlich gesehen -„Torheit“ und was „Erfolg“?

Anleitung:

Tragen Sie nun in die zweite Spalte ein, wie Ihrer Meinung nach Jesus Erfolg definieren würde ein.  Hier einige Gedanken dazu, was wir in den Augen Jesu als Erfolg erleben können:  Gottes Plan erfüllt sich, Menschen werden verändert, Menschen leben in ständiger Gemeinschaft mit Jesus, vertrauen, lieben und folgen ihm, Menschen lernen Geduld, finden Frieden in Christus, Menschen leben sorgloser, froher und gelassener, sie folgen keinen anderen Götzen…

Austausch:

  • Zunächst lesen wir noch einmal die Bibelstellen miteinander laut vor.
  • Danach gibt es einen Austausch zu den Gedanken in den zwei Spalten.

Lied: EG 394, 1-5 Nun aufwärts froh den Blick gewandt

Gebet: Beten Sie in der Stille und bitten Gott um seine Hilfe und seine Kraft.

Vater Unser, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 395,1-3 Vertraut den neuen Wegen

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Jesus sieht dich immer mit Liebe an

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 100 Wir wollen alle fröhlich sein

Austausch:

  • Was verbindest du mit der Aussage „Gott sieht alles!“?
  • Was denkst du bei der Aussage: „Gott sieht dich!“?
  • Was empfindest du bei der Aussage: „Gott sieht dich an!“?

Erklärung:

Im gottesdienstlichen Segen heißt es: „Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir“ und Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich!“
Wenn Gott und an sieht, bzw. sein Angesicht uns zuwendet, dann bedeutet dass, dass er sich und in Liebe zuwendet und uns mit Liebe ansieht.

Bibelstellen lesen und Austausch darüber:

  • Mose 1, 31 – Dazu als Erklärung: Wir sind Teil der Schöpfung.
  • Matthäus 9, 36
  • Psalm 31, 8+9
  • Lukas 1, 46-48 – Dazu als Erklärung: Maria gilt für uns als Vorbild im Glauben. So hat Gott unsere Niedrigkeit angesehen und gebraucht auch uns, um seine Botschaft in die Welt zu bringen.

Austausch:

Was bedeuten für dich die Sätze:

Predigt zu Jesaja 54
Foto: Martina Heins
  • Jesus sieht dich!
  • Jesus sieht dich immer!
  • Jesus sieht dich immer mit Liebe an.

Dazu evtl. Sichtwörter aufschreiben und anschließend darüber ins Gespräch kommen.

Lied: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir steh´n

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: Jesus, wir sehen auf dich

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Leid, Verzagtheit und Bedrängnis / Glaubenszuversicht

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

2. Korinther 4,8:

„Wir sind von allen Seiten bedrängt,
aber wir ängstigen uns nicht.
Uns ist bange, aber wir verzagen nicht.“

Lied: EG 398 In dir ist Freude in allem Leide

Hausandacht Leid
Foto: Martina Heins

Einleitung:

Dieses Lied von Cyriakus Schneegas, um ca. 600 n. Chr., wurde in schweren Zeiten geschrieben und hat dennoch einen glaubensstärkenden Inhalt! Die Liederdichter waren oft in ihrem Leben bedrängt und schweren Leiden ausgesetzt, trotzdem waren sie nicht mutlos, nicht verzagt. Was haben sie gemacht? Was und wie können wir von Ihnen lernen?

Dazu schreiben wir uns drei Bibelverse auf einen Zettel:

Psalm 34,19 / Matthäus 5,4 / 2. Korinther 1,5

 Zwei Fragen dazu:

Was sagen diese Verse über Gott und Jesus aus?

Was kann ich daraus ganz konkret für mich lernen?

Jeder darf mit farbigen Buntstiften die Wörter in den Bibelversen markieren oder anmalen, die ihm dazu wichtig sind.

Austausch:

  • Zunächst teilen wir die Bibelstellen miteinander: Jeder liest die bunt markierten/angemalten Wörter oder Textstellen laut vor.
  • Danach gibt es einen Austausch zu den zwei Fragen.

Lied: EG 391 Jesu geh voran auf der Lebensbahn

Gebet:

Beten Sie in der Stille und bitten Gott um seine Hilfe und seine Kraft.

Vater Unser, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 374 Ich steh in meines Herren Hand

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Mutig voran

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 329 Bis hierher hat mich Gott gebracht

Bibeltexte zu folgenden Bereichen lesen und sich darüber austauschen:

1. Mut

    1. Sprüche 15, 15
    2. Prediger 3, 13
    3. Prediger 9, 7

2. Mut verlieren

    1. 4. Mose 13, 27 – 14, 3: Israel verliert den Mut vor den angeblichen Riesen
    2. Matthäus 8, 23-27: Die Jünger verlieren den Mut vor den großen Wellen

Gespräch: Was sind bei uns die „Riesen“ und „großen Wellen“, die uns dazu bringen, dass wir den Mut verlieren?

3. Mut haben

    1. Matthäus 27, 11-14: Jesus schweigt. In seiner Situation ist das mutig
    2. Apostelgeschichte 4, 18-20: Die Jünger reden. In ihrer Situation ist das mutig
    3. Matthäus 5, 43-48: So mit Feinden umzugehen, ist mutig
    4. 2. Korinther 12, 9-10: Paulus fühlt sich schwach und ist dennoch mutig, weil er mit der Kraft Jesu rechnet.

Gespräch über folgenden Satz:

„Mut ist nicht das Vertrauen in die eigene Stärke, sondern das Wissen, etwas Größeres zu haben als das, wovor ich Angst habe.“

Mit Jesus habe ich den Größten und mit ihm das Größte. Wenn ich trotzdem Angst habe bezweifle ich, dass er bei mir ist, und zweifle somit an der Zuverlässigkeit seiner Zusage, oder ich bezweifle, dass er wirklich größer ist als die gewaltigen „Riesen und Wellen“, die mich bedrohen können.
„Mit Jesus mutig voran!“ war ein Leitsatz in der Jungschararbeit des CVJM.

Hausandachten
Foto: Martina Heins

Mutig voran bedeutet: der eigenen Angst keine Berechtigung mehr zu geben und ein eindeutiges JA zu Jesus zu geben.

Gespräch zu folgenden Fragen:

Was können wir gegen Angst und für den Mut aus dem Glauben konkret tun?

In welchen Bereichen wollen wir den Mut durch Jesus konkret lernen und umsetzen?

Lied: Glauben heißt wissen, es tagt

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 93 Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha

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Stärke im Leben

Hausandachten-Stärke im Leben
In diesem Kreuzwortbild finden Sie eine Übersicht über den Ablauf der Andacht


Beginn
(wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 123, 1-4 Jesus Christus herrscht als König

Austausch:
Denken Sie darüber nach und tauschen Sie sich darüber aus, welche Auswirkungen es hat, wenn Sie sich menschlich stark fühlen, z. B. Mut, Begeisterung, Zuversicht.

Ebenso zur zweiten Frage: Was gibt Ihnen menschliche Stärke, zum Beispiel Liebe von Menschen, Erfolg und Anerkennung, Gesundheit?
Erleben sie es auch, dass Sie in solchen „starken“ Zeiten auch das Gefühl haben, dass ihr Glaube stark ist?

Bibeltext: 1. Korinther 1, 18 + 25-27:

Wir können es immer wieder erleben, wie zerbrechlich unsere menschliche Stärke ist, aber Paulus macht deutlich, dass selbst die menschliche Stärke schwächer ist als Gottes Schwäche. Wie stark muss dann erst Gottes Stärke sein!

Bibeltexte:
Psalm 28, 7+8
Psalm 46, 2
Psalm 62, 8
Nehemia 8, 10c: „“Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.“

De Versuchung besteht immer darin, dass wir in Zeiten, in denen wir uns menschlich stark fühlen, auf die menschliche Stärke bauen und die Freude am Herrn in den Hintergrund rückt. Darum ist es so wichtig, dass wir gerade in den Zeiten, in denen wir menschliche Stärke erfahren, nicht darauf bauen, sondern die Freude am Herrn suchen. Dann wird die Freude am Herrn uns auch in den Zeiten hindurch tragen und Stärke geben, in denen wir uns menschlich schwach fühlen.

Austausch:
Zum Abschluss denken Sie noch über zwei fragen nach und tauschen sich darüber aus:

  1. Worüber freuen Sie sich an Jesus?
  2. An welche Erfahrungen erinnern Sie sich, in denen Sie Gottes Stärke gespürt haben?

Lied: Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: Stark ist meines Jesu Hand (auf youtube von Марта Марта)

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Bibel-Thema spontan in fünf Schritten

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 198 Herr, dein Wort, die edle Gabe

Anleitung:

  1. Nehmen Sie 10 völlig zufällig ausgewählte Bibelverse, zum Beispiel von den Bibelversen auf unserer Seite „Sprüche der Bibel“ und legen Sie sie verdeckt auf den Tisch. Reihum werden nun die Karten mit den Bibelversen umgedreht und vorgelesen. Gegebenenfalls können hier noch Verständnisfragen zu einzelnen Versen besprochen werden

  1. Versuchen Sie nun gemeinsam ein Thema zu finden, das die Aussagen der meisten Bibelverse aufnimmt. Es macht nichts, wenn Sie einzelne Bibelverse nicht zuordnen können. Schreiben Sie das Thema oben auf ein Blatt Papier.
  2. Ordnen Sie jetzt die Bibelverse so, dass der Vers, der mit seiner Aussage dem Thema am meisten entspricht, ganz oben liegt, bis zu dem Vers, der das Thema am wenigsten aufnimmt, der dann ganz unten liegt.
  3. Versuchen Sie nun, gemeinsam in einem Satz die zentrale Botschaft der Verse zusammenzufassen.
  4. Abschlussfrage: Was nehmen wir von dieser Botschaft mit in unseren Alltag?

Erklärung:

Mit dieser Methode können Sie immer wieder neu Andachten feiern, indem Sie andere zufällig ausgewählte Bibelverse zur Grundlage nehmen. Einzelne Verse erscheinen dann immer wieder in einem anderen Licht und das festlegen von „Thema“ und „zentraler Botschaft“ erfordert eine intensive Beschäftigung mit den Aussagend er einzelnen Verse.

Lied: EG 295 Wohl denen, die da wandeln vor Gott in Heiligkeit

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 473 Mein schönste Zier

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Wenn Gebete nicht erhört werden

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: Lobpreiset unsern Gott

Einleitung:

In der 3. Strophe heißt es „Wer meiner Kraft vertraut, wird meine Wunder sehn.“ Und im Refrain „Freuet euch, ich komm mit Macht und Herrlichkeit.“


Das ist wunderbar, wenn wir Gottes Wunder sehen und wie er mit Macht und Herrlichkeit in unserem Leben wirkt. Ja, dann freuen wir uns, können Gott loben und preisen und zuversichtlich in die Zukunft sehen.

Doch was ist, wenn wir Gottes Macht und Herrlichkeit nicht erfahren und seine Wunder nicht sehen, wenn unsere Gebete nicht erhört werden und wir Gott Nähe nicht spüren?

Austausch:

Tauschen Sie sich aus über solche Erfahrungen in Ihrem Leben und wie es Ihnen dann ergangen ist.

Haben Sie dann an Gott gezweifelt oder an seiner Liebe zu Ihnen oder haben Sie gedacht, dass Ihr Glaube nicht stark genug ist?

Wir wollen uns mit einigen Personen aus der Bibel beschäftigen, denen es vielleicht ähnlich ergangen ist:

  • Mose 12,2 / 16,1-4 / 18,1-15 und 21, 1-6: Abraham hatte von Gott die Zusage einer großen Nachkommenschaft, aber Abraham und Sara mussten bis ins hohe Alter warten, bis sie Gottes Wunder erleben durften.
  • Lukas 2, 25-32: Simeon hatte von Gott eine Zusage erhalten, doch sie ging erst in Erfüllung, als er schon sehr alt war.
  • Korinther 12, 7-10: Paulus bittet Gott, aber Gottes Antwort fällt anders aus, als er es sich gewünscht hatte.
  • Samuel 1: Hannah litt lange unter ihrer Kinderlosigkeit und wurde dann doch erhört.

Austausch:

Überlegen Sie, wie es diesen Personen ergangen sein mag. Vielleicht fallen ihnen noch andere Personen aus der Bibel ein.

Wie gehen wir damit um, wenn unsere Gebete nicht erhört werden, wir Gottes Wunder nicht sehen und seine Macht nicht erfahren? Dazu einige Bibelstellen:

  • 2. Korinther 12, 9b-10: rühmen, guten Muts, stark sein
  • Psalm 73, 23-26+28: Dennoch, auch wenn
  • Johannes 4, 48: Jesus bemängelt den Glauben, der auf Zeichen und –Wunder angewiesen ist.
  • Johannes 20, 29: Thomas glaubt erst, als er ein Zeichen sieht, aber Jesus sagt …
  • Lukas 10, 19-20: Es ist schön, wenn wir unseren Glauben stark erleben, aber wichtig ist etwas anderes.

Dennoch, Trotzdem, auch wenn sollen wir …

Sammeln Sie einige Stichwörter, zum Beispiel vertrauen, guten Muts sein, fröhlich sein, treu sein, etc.

Lied: EG 372 Was Gott tut, das ist wohl getan (abwechselnd lesen)

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 394 Nun aufwärts froh den Blick gewandt

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Die Freiheit eines Christen –
Gott stellt unsere Füße auf weiten Raum.

Ein wichtiger Hinweis vorweg: Für diese Hausandacht benötigen Sie Teelichter oder kleine Kerzen.

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: 66, 1-3 Jesus ist kommen Grund ewiger Freuden

Einleitung:

In der 2. Strophe heißt es „er, der Sohn Gottes, der machet recht frei“. Wer von uns sehnt sich nicht nach wahrer Freiheit und möchte be-freit leben. Vieles in unserem Leben will uns „gefangen nehmen“ und wir fühlen uns oft alles andere als frei. Aber Gott möchte uns diese Freiheit schenken.

Im 2. Korintherbrief 3,17 lesen wir: „Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“

Außerdem möchte uns Gott in die Weite führen, nicht in die Enge!
Psalm 31,9: „Gott, du stellst meine Füße auf weiten Raum“.
2.
Samuel 22,37: „Du Herr gibst meinen Schritten weiten Raum, und meine Knöchel wanken nicht.“

Hausandachten - Freiheit eines Christen
Foto: Martina Heins

Austausch:

Tauschen Sie sich aus über Ihre Sehnsucht nach Freiheit und Weite im Leben.

Wir wollen uns mit einigen kurze Bibelstellen beschäftigen, in denen es um die Freiheit geht:

  • Lukas 13,10-13: Jesus heilt/befreit eine verkrümmte Frau. Hier geht es um die Freiheit von einer Krankheit, wobei die Verkrümmung auch durchaus die „seelische Verkrümmung“ miteinschließt.
  • Johannes 8, 30-36: In diesem Abschnitt beschreibt Jesus die „wahre Freiheit“.
  • Johannes 18,20: Jesus spricht „frei und offen vor aller Welt“.
  • Römer 6,18: Ein Satz, der uns nachdenken lässt: „frei von Sünde, aber Knechte der Gerechtigkeit“.
  • Römer 8,18-21: In dieser Bibelstelle wird ein wahrlich befreiendes Bild von der „herrlichen Freiheit der Kinder Gottes und der ganzen Schöpfung“ beschrieben.
  • Korinther 3,17: „Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“
  • Galater 5,1: Christus hat uns zur Freiheit befreit! Und wir sollen uns von nichts und niemanden wieder das Joch der Knechtschaft auferlegen lassen, auch nicht von uns selbst!

Austausch:

Überlegen Sie, wie die Freiheit in den einzelnen Bibelstellen beschrieben wird und wie es Ihre Leben prägen und verändern kann.

Kreative Aufgabe:

Wovon möchten Sie jetzt befreit werden?
Notieren Sie auf einem Blatt Papier die Überschrift :
Freiheit von …
und darunter in Stichworten, wovon Sie jetzt befreit werden wollen.
Ein Beispiel: Freiheit von….

  • Traurigkeit
  • Abhängigkeiten
  • Unzufriedenheit
  • Hektik, Stress, Ruhelosigkeit
    usw.

Austausch:

Erzählen Sie, warum Sie sich diese Freiheiten ausgesucht haben.

Lied: 250 Wenn der Herr mich befreit

Gebet:

Beten Sie in der Stille und bitten Gott um seine Hilfe und seine Kraft. Dabei können Sie ein Teelicht oder eine Kerze anzünden.

Vater Unser, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Songvideo von Martin und Jennifer Pepper: „Gott segne dich“ (4:47 Min.) auf YouTube.

Ein Mut machendes Lied unter Gottes Segen neue Wege einzuschlagen.

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Nicht ablenken lassenHausandachten - Nicht ablenken lassen

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 52, 1-3+6 Wisst ihr noch, wie es geschehen

Bibeltext: 2. Mose 13, 20-22 lesen

Erklärung:

Das Volk Israel

befindet sich auf der Wüstenwanderung aus der Sklaverei in Ägypten hin zum „gelobten Land, wo Milch und Honig fließen.“ Sie haben in der Vergangenheit wunderbare Erfahrungen mit Gott gemacht, gehen auf eine großartige Verheißung zu und haben die Zusage der Gegenwart Gottes, der sie führt und schützt als sichtbares Zeichen bei sich.

Anstatt mutig und zuversichtlich auf das Ziel zuzugehen, sorgen sie sich um alltäglichen Sachen, Klagen über Unbequemlichkeiten, sind unzufrieden mit ihrer Situation und manchmal schauen sie sogar zurück und bevorzugen die Sklaverei in Ägypten gegenüber Gottes Führung und Verheißung.

Und wie ist das bei uns?

Auch wir haben wunderbare Erfahrungen mit Gott gemacht, gehen auf eine großartige Verheißung der Ewigkeit Gottes zu und haben im Kreuz Jesu ein sichtbares Zeichen seiner Liebe, Fürsorge, seiner Führung und seines Schutzes bei uns. Und was machen wir? Anstatt mutig und fröhlich mit Jesus als Begleiter auf das wunderbare Ziel zuzugehen, sorgen wir uns um alltägliche Sachen, klagen über Unbequemlichkeiten auf dem Weg und lassen uns ablenken. Manchmal sind es schwere Erfahrungen, von denen wir uns ablenken lassen, aber oft sind es auch die Dinge oder Menschen, die uns sehr wichtig sind. Sie bestimmen oft über unseren Mut, unsere Freude, unsere Zuversicht und unser Selbstwertgefühl. Sie lenken uns ab von Gott.

Aber warum lassen wir uns ablenken von Gott, wo wir doch wissen, wie sehr er uns liebt und für uns da ist?

Zeit zum persönlichen Nachdenken oder zum Gespräch über diese Frage

Mögliche Antworten:
  • Wir denken zu sehr an unsere eigenen Möglichkeiten oder unsere Ohnmacht.
  • Menschen und Dinge sind uns immer noch wichtiger als Jesus.
  • Wir vertrauen Jesus nicht wirklich.
Was sollten wir tun?
  • Auf das Ziel schauen
  • Aus Jesus schauen
  • Alle Sorgen, Ängste aber auch die für uns wichtigen Menschen und Dinge loslassen und an Jesus abgeben.
Mögliche Antworten:
  • Wir denken zu sehr an unsere eigenen Möglichkeiten oder unsere Ohnmacht.
  • Ein entschiedenes „STOP“Hausandachten - Stop einlegen, wenn Sorgen, Ängste aber auch die für uns wichtigen Menschen und Dinge über unseren Mut, unsere Freude, unsere Zuversicht und unser Selbstwertgefühl bestimmen.
  • Wenige aber deutliche Zeichen im Haus oder am Arbeitsplatz aufstellen, die uns an Christus erinnern.
  • Gegenseitig an beides erinnern.

Lied: EG 58, 1-5+14+15 abwechselnd lesen

Lied: Meine Zeit steht in deinen Händen singen oder lesen

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 62 Jesus soll die Losung sein

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Barmherzigkeit

mit der Jahreslosung 2021 – Lukas 6, 36:Hausandachten-Barmherzigkeit

„Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater (im Himmel) barmherzig ist.“

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 66, 1+2,8 Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude

Einleitung:

„Barmherzigkeit“ – darunter versteht vielleicht jeder etwas anderes, verschiedene Bilder und biblische Texte tauchen dazu in unseren Gedanken auf, manche hilfreich und manche aber auch einengend. Wir wollen versuchen mit dieser Hausandacht offen dafür zu werden, was Gott unter Barmherzigkeit versteht, was wir von Jesus dazu lernen können und wie wir die „Barmherzigkeit“ wieder neu in unserem Herzen festigen können.

Wir lesen dazu folgende Bibelstellen im Wechsel vor:

  1. Petrus 1,3 / 1.Petrus 3,8-9 / Ps. 23,6 / 2. Korinther 1,3-4 / Matthäus 5,7 / Römer 12,8 / Hebräer 4,16 Kolosser 3, 12-13

Schlägt man den Begriff „Barmherzigkeit“ in einer Bibelkonkordanz (= ein Lexikon zu Begriffen mit der Angabe der entsprechenden Bibelstellen) auf, dann fällt sofort auf, dass in der Bibel zwischen der „Barmherzigkeit Gottes“, wozu es sehr viele Bibelstellen gibt, und der „Barmherzigkeit der Menschen“,(wozu es weniger Bibelstellen gibt, unterschieden wird. Ist eine Bibelkonkordanz zur Hand kann dies gerne allen gezeigt werden.

Lied: EG 55 Mit ist Erbarmung widerfahren, alle Strophen

Anleitung zur kreativen Umsetzung des Themas:

Auf ein weißes Blatt Papier zeichnet jeder zwei Spalten. Über die erste Spalte schreiben wir den Begriff „Barmherzigkeit“, über die zweite Spalte den Begriff „Unbarmherzigkeit“.  

Darunter kann nun jeder Begriffe, Bilder und biblische Geschichten aufschreiben, die einem dazu spontan einfallen. Es geht nicht um Vollständigkeit, sondern um die gegenseitige Ergänzung!

Versuchen Sie zunächst einmal die Spalten mit eigenen Beispielen zu füllen. Als Ergänzung können Sie dann die Beispiele aus der hier aufgeführten Liste verwenden.

Barmherzigkeit

Unbarmherzigkeit

Biblische Geschichten:

Der gute Hirte (Johannes 10,11-18), Kinder-segnung (Markus 10,13-16), Jesus und die Ehebrecherin (Johannes 8, 1-11), Geschichte vom Zöllner Zachäus (Lukas 19,1-10), der barmherzige Samariter (Lukas 10,25-37), Speisung der Fünftausend (Markus 6,30-44),

vom verlorenen Schaf (Matthäus 18,10-14)

Biblische Geschichten:

Der barmherzige Samariter (Lukas 10,25-37), Stephanus (Apostelgeschichte 7, 57-61), Vom treuen und vom bösen Knecht (Matthäus 24,45-51), Von den Arbeitern im Weinberg (Matthäus 20, 20-16)

Begriffe/Bilder:

offen, warmherzig, weitherzig, von Herzen etwas tun, Gnade, Freundlichkeit, Liebe, barmherzig mit sich selbst sein,

die Figur von Dorothea Steigerwald „Bleib sein Kind“ (s. auf dem Foto),

Begriffe/Bilder:

egoistisch, engherzig, hartherzig, auch sich selbst gegenüber, hoffnungslos, gemein sein, ohne Gottvertrauen, Mauern, ohne Liebe, hart und missachtend gegenüber Mitmenschen, sich selbst und gegenüber der Schöpfung/Natur (z.B. ein Vorgarten aus Betonplatten oder Steinen, betonierte große Flächen ohne Grün),  Massenandrang von Menschen

mit Drängeln und Quetschen……

Anschließend gibt es eine Zeit des Austausches.

Anfangen sollte man mit dem Begriff „Unbarmherzigkeit“. Abwechselnd liest jeder seine Begriffe, Bilder und Geschichten vor. Wichtig ist es beim Austausch, die Begriffe nicht zu diskutieren, alles stehen zu lassen und als Ergänzung zu sehen.

Lied: EG 354 Ich habe nun den Grund gefunden (alle Strophen) – Vorschlag: die 1. Strophe singen, die Strophen 2-6 im Wechsel laut vorlesen und die letzte Strophe wieder singen. Das laute Vorlesen der Liedtexte hat sich sehr bewährt, weil sich dadurch erst mancher Liedinhalt voll erschließt.

Gebet, Vater Unser, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 644 Vergiss nicht zu danken, dem ewigen Herrn, alle Strophen

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Spontanandacht – Bibelverse teilen

Manchmal ist wenig Zeit eine Andacht vorzubereiten. Lassen Sie dann auf keinen Fall die Andacht ausfallen, sondern feiern Sie eine „Spontan-Andacht“.

Der Grundgedanke bei einer „Spontan-Andacht“ ist: Mehr „Sein“ als „Wollen“!

Damit ist gemeint, es hängt nicht alles von uns ab, auch nicht von einer perfekten Vorbereitung einer Andacht. Es ist allein wichtig mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Seele und Gefühl bei Jesus zu sein und mit ihm voll Vertrauen diese Andacht zu feiern. Es ist letztlich die Frage nach dem höchsten Gebot, wie es Jesus gesagt hat (Matthäus 22,34-37/Markus 12,28-30/Lukas 10,25-27).

Nach der Einleitung „Wir feiern diese Andacht im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes unter der Verheißung von Jesus Christus: Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Amen“ können Sie ein Lied singen, z.B. „Wir sind hier zusammen in Jesu Namen“ oder EG 451 „Mein erst Gefühl sei Preis und Dank“..

Nun zieht jeder zum Beispiel aus einer Schachtel einen der vorbereiteten Bibelverse und liest ihn laut vor. Anschließend darf jeder etwas zu dem Vers sagen, was ihm/ihr dazu spontan (!) einfällt. Dabei können wir ruhig darauf vertrauen, dass uns der Heilige Geist gute Gedanken eingibt. 

Nun können einige „Lieblingslieder“ spontan ausgesucht und gesungen werden, z.B. „Ich bin durch die Welt gegangen“ oder EG 374 „Ich steh in meines Herren Hand“.  Danach können zum zweiten und auch zum dritten Mal abwechselnd Bibelverse aus der „Bibelschatzkiste“ gezogen werden und es folgt wieder ein spontaner Austausch dazu.

Erstellen einer „Bibelschatzkiste“ – ganz einfach!

Man kann die Bibelverse schön verzieren, mit der Hand oder am Computer schreiben, aufrollen oder einfach gefaltet in eine Kiste legen. Wichtig ist dabei, dass man die Verse nicht sehen kann. Diese Kiste kann man übrigens gut zu einem viel früheren Zeitpunkt schon einmal vorbereiten und viele Bibelverse darin sammeln, um sie dann immer zur Verfügung zu haben. Besonders in schweren Zeiten oder wenn man sich müde und innerlich leer fühlt, sollte man Bibelverse aufschreiben. Mit jedem Bibelvers, den man aufschreibt, wird man selber reich beschenkt!

Hier finden Sie Bibelverse für die „Bibelschatzkiste“

Zwischendurch können einige „Lieblingslieder“ spontan ausgesucht und gesungen oder gelesen werden.

Den Abschluss bildet dann wieder das gemeinsame Gebet, das Vater Unser, der Segensspruch und ein gemeinsames Lied, z. B. „Geh unter der Gnade“.

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen mit dem Feiern dieser Andacht!

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Spontanandacht – Gesangbuchlieder

Eine weitere Möglichkeit spontan und fast ohne Vorplanung eine Hausandacht zu feiern, ist die „Andacht Gesangbuchlieder“.

Liednoten
Nun singe Lob, du Christenheit

Notwendig sind dafür nur für jeden ein Gesangbuch und die Bibel.

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Nun sagt jeder abwechselnd eine Zahl zwischen 1 und 535 aus dem Evangelischen Gesanbuch. (Selbstverständlich können Sie dafür auch ein anderes geistliches Liederbuch nehmen.) Diese Zahl wird aufgeschlagen und das Gesangbuchlied gesungen oder die Verse laut vorgelesen. Man kann anschließend die Gedanken, die jedem spontan zum Liedtext eingefallen sind, austauschen.  Bei manchen Gesangbuchliedern stehen auch Bibelstellen. Diese Bibelverse können gemeinsam gelesen werden und man tauscht sich ebenfalls darüber aus. Eine wichtige Frage ist dabei immer: „Was kann ich daraus für mein leben lernen?“

Es lohnt sich außerdem sich einmal genau anzuschauen, wann ist das Lied entstanden und wer war der Autor des Liedes. Im Anhang des Gesangbuches finden sich zu jedem Liederdichter kurze biografische Angaben. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, dass viele glaubensstarke Lieder in schweren Zeiten entstanden sind und uns über Jahrhunderte hinweg bis heute im Glauben ermutigen, Kraft und Hoffnung geben.

Auch diese Andacht schließen wir mit einem gemeinsamen Gebet, dem Vater Unser und dem Segen. Danach kann auch noch ein Lied gesungen werden.

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Wo ist dein Herz?

Beginn: (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

In der Mitte liegt ein Blatt mit einem Herz und einem Fragezeichen.

Fragezeichen mit HerzDas kann man auch sehr schnell selber zeichnen.

Frage: Wo ist dein Herz?
Jeder denkt in der Stille darüber nach.

Zitat von Martin Luther: „Wenn wir Christus haben, so haben wir alles, was unser Herz begehrt!“
Und das Kindergebet: „Ich bin klein, mein Herz mach rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“

Lied: Zu diesem Thema gibt es viele Lieder im EG, z.B. EG „Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen“ oder EG 324 „Ich singe dir mit Herz und Mund“

Bibeltext gemeinsam laut lesen: Das Doppelgebot der Liebe oder wie ich es gerne nenne „Das Dreifachgebot der Liebe“ bei Matthäus 22,24-40 / Markus 12,28-31 / Lukas 10,25-28.

In diesen zentralen Bibeltexten wird immer von dem „ganzen“ Herzen gesprochen. Wir sollen also nicht halbherzig lieben oder halbherzig leben und Aufgaben erledigen. Die Frage ist doch: Wo ist dann unsere andere Herzhälfte?

Was passiert, wenn wir etwas halbherzig tun, halbherzig leben und lieben?
Jeder bekommt dafür eine halbe Herzhälfte, die vorher vorbereitet wurde und ein ganzes Herz mit beiden Hälften.
Jeder trägt nun in die Herzhälfte Gedanken zur Frage ein: Was passiert, wenn ich „halb-herzig“ lebe, liebe und etwas tue?
Und in das ganze Herz etwas zu der Frage: Was bedeutet es, wenn ich „von ganzem“ lebe, liebe und etwas tue?

Nach einer festgelegten Zeit liest jeder seine Begriffe vor und erläutert sie. Wichtig: alles so stehen lassen – es geht nicht um richtig und falsch!

Jesus möchte, dass wir unser Herz ganz mit ihm anfüllen lassen und daraus immer wieder neue Kraft und Freude schöpfen, für jeden neuen Tag, für jede neue Aufgabe, bei allen Problemen und Belastungen.

Kurzes freies Gebet und Vater Unser und Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: z.B. EG 93 „Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha“ oder EG 251 „Herz und Herz vereint zusammen“

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Jesus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben!

Beginn: (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied zum Thema: „Du bist der Weg und die Wahrheit und das Leben“ oder „Befiehl du deine Wege“ Jesus ist der Weg

Den Bibelvers Johannes 14,6 gemeinsam laut lesen.

CD anhören: „Und so geh nun deinen Weg“ – Kawohl Verlag, 2007. Musik von: Clemens Bittlinger. Sie finden es auch auf youtube.

Dazu können verschiedene Bilder und Fotos, auf denen ein Weg abgebildet ist, betrachtet werden. die Bilder liegen in der Mitte. Jeder sucht sich ein Bild/Foto aus und erzählt dazu, warum er/sie es ausgewählt hat. 

Frage zum Thema/Gespräch: Wie sieht ein guter Weg durch den Tag aus? Was macht einen guten Weg aus, was sollte man dabei lieber zu-lassen und was lieber weg-lassen?

Auf ein großes Blatt (DIN A3) bekommt jeder eine Seite und jeder schreibt mit zwei verschiedenen Farben die Überschriften „zu-lassen“ und „weg-lassen“ auf das Blatt. Darunter kann jeder seine Begriffe schreiben.

Nach einer festgelegten Zeit liest jeder seine Begriffe vor und erläutert sie. Wichtig: alles so stehen lassen – es geht nicht um richtig und falsch!

Nun kann noch ein Lied gemeinsam gesungen oder abwechselnd gelesen werden.

Kurzes freies Gebet und Vater Unser und Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: „Ich bin durch die Welt gegangen“

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Frieden finden in Christus, Ruhe und Gelassenheit –
mehr Sein, als Wollen!

Beginn: (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)
Dann im Wechsel laut vorlesen: EG 491 „Bevor die Sonne sinkt“

Nun den Bibelvers 1. Korinther 4,2: „Nun fordert man nicht mehr von den

Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden.“ Groß auf einen Zettel schreiben und jeder kann die Wörter mit Buntstiften umkreisen oder anmalen, die ihm/ihr wichtig sind.  Dazu gibt es anschließend einen kurzen Austausch.

Lied: „Jesus wir sehen auf dich“ oder „Jesus höchster Name“

Lesen (einer liest laut) den Text Lukas 10,38-42: „Maria und Martha“. Lernen, die „Maria und Martha“-geschichte einmal neu zu betrachten und daraus zu lernen:

Frage für ein kurzes Gespräch: Für was steht Marta in dieser Geschichte und für was Maria in Bezug auf das Thema der Andacht „Mehr Sein als Wollen“.

Ein DIN A 4 Blatt wird in der Mitte gefaltet. Auf die eine Seite kommt die Überschrift „Maria = mehr SEIN“ und auf die andere Seite „Martha = mehr WOLLEN“.  Nun trägt jeder auf seinem Blatt die Begriffe in die Spalten ein, die er/sie aus dem Bibeltext herausliest.

Das könnte dann z.B. so aussehen:

Maria = mehr SEIN

Martha = mehr WOLLEN

Ruhe

Zufriedenheit

Genügsamkeit

Jesus zuhören

Konzentriert

Will Jesus nahe sein

Will in seiner Liebe ruhen

……

……

Stress

Hektik

Das eigene Wollen und Tun stehen im Vordergrund

Alles andere als Jesus ist wichtiger

laut

Wenig demütig

Will anerkannt und beachtet werden

…….

…….

Nach einer festgelegten Zeit liest jeder seine Begriffe vor und erläutert sie. Wichtig: alles so stehen lassen – es geht nicht um richtig und falsch!

Letztlich bleibt es immer eine Frage der eigenen persönlichen und bewussten Entscheidung: entweder Ehrliche Hinwendung zu Jesus von ganzem Herzen oder volle Konzentration auf die eigenen Dinge, das eigene Tun, Wollen und Können und die sichtbaren weltlichen Dinge.

Freies Gebet und Vater Unser und Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 324 „Ich singe dir mit Herz und Mund“

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Den geistlichen Horizont erweitern

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)
Lied: EG 197 Herr, öffne mir die Herzenstür

Einleitung: Manchmal kann es passieren, dass wir unseren Glauben in einem eingeschränkten Horizont leben, zum Beispiel weil wir uns immer wieder mit denselben

Themen beschäftigen, sie vertiefen und darin auch im Glauben wachsen oder auch weil wir uns gar nicht mit bestimmten Themen tiefergehend beschäftigen wollen. Das kann zum Beispiel passieren, weil wir bestimmt Themen nicht an uns heranlassen wollen, weil sie uns zu nah kommen würden, oder auch weil andere Christen uns mit ihrer Auslegung oder Lebensweise bestimmte Themen „verdorben“ haben. Das ist verständlich, aber auch dadurch können wir unseren geistlichen Horizont selbst einschränken. Schlimmer wäre es allerdings, wenn wir meinen, wir wüssten schon über alle Bereiche des Glaubens ausreichend Bescheid und müssten im Glauben auch nicht weiter wachsen.

Wir lesen Johannes 16, 12-15

Bemerkungen zum Text: 

  1. Die Jünger waren die ganze Zeit mit Jesus zusammen und haben alles gehört, was er gesagt hat. Wie viel mehr wussten die Jünger von Jesus als wir. Der Glaubenshorizont der Jünger war sicher viel weiter als unserer. Und trotzdem sagt Jesus: Ich habe euch noch viel zu sagen. Wie viel hätte Jesus uns noch zu sagen? Wie viel können wir noch lernen von Jesus? Wie weit kann sich unser Glaubenshorizont noch ausweiten?
  2. Jesus sagt: Der Heilige Geist wird euch in alle Wahrheit leiten. In alle! Der Heilige Geist wird uns den ganzen Glaubenshorizont zeigen, die ganze Wahrheit. So will er auch uns in alle Wahrehit leiten, wenn wir dafür offen und bereit sind.

Anleitung: Um den Glaubenshorizont nicht durch vorgewählte Themen und Bibeltexte einzuengen, machen wir folgendes: Wir nehmen das Neue Testament, wählen eine zufällige Seite aus und zeigen blind auf einen Bibelvers. Über diesen und eventuell die umliegenden Verse tauschen wir uns nun aus, was er uns sagt und überlegen, inwiefern diese Verse unseren Glaubenshorizont erweitern. Dies kann man nun abwechselnd ein paar Mal wiederholen.

Lied: EG 130 O, Heilger Geist kehr bei uns ein

  • Vers 1 singen
  • Vers 2+3 abwechselnd lesen
  • V 4 singen
  • V 5+6 abwechselnd lesen

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 395 Vertraut den neuen Wegen

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Dankbar genießen –
Gottes Herrlichkeit genießen, in Fülle!

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)
Lied: EG 451 Mein erst Gefühl sei Preis und Dank

Einleitung: Das Thema „Dankbar genießen“ ist ja nicht ganz unproblematisch.

Viele fragen sich vielleicht: Darf ich überhaupt ein Genuss-Mensch sein?  Sollte man als Christ nicht lieber asketisch, fasten, sich quälen…? Ich denke: Nein! Auch Jesus hat das Leben genossen, er liebt das Leben und die Menschen. Das wird uns vielen biblischen Geschichten überliefert. 

Aber trotzdem fragen sich immer noch viele: Kann ich mich auf dieses Thema wirklich einlassen? Geht das überhaupt angesichts mannigfaltiger Probleme, Sorgen, Widerstände?

Wenn nicht – was hindert uns daran, Gottes Herrlichkeit in Fülle zu genießen? Was sagt Jesus dazu? Sollen wir uns auf das Thema wirklich einlassen, es einüben, es lernen?

Versuchen wir es mit dieser kleinen Andacht!

Wir lesen folgende Bibelstellen im Wechsel vor:
2. Thessalonicher 2,14 / Titus 3,4-5 / Philipper 4,4 / Römer 15,13 / Kolosser 2,6-7, 1. Korinther 2,12

und tauschen uns darüber aus.

Anderer Text zum Thema: Gedanken von Dietrich Bonhoeffer im Ev. Gesangbuch beim Lied EG 512

Anleitung: Kreative Umsetzung des Themas:
Auf ein weißes Blatt Papier schreibt jeder das Thema oben drüber „Gottes Herrlichkeit genießen – in Fülle!“
Darunter kann jeder Begriffe, Wörter, Gedanken spontan aufschreiben, die einem zu diesem Thema einfallen. Dabei ist alles erlaubt, neben biblischen Themen, auch Farben, Düfte, Essen, Trinken, usw.
Wichtig ist dabei die Frage: Was füllt mich neu mit Gottes Herrlichkeit an? Nicht dabei stehen bleiben, was alles nicht gut ist oder nicht geht in dieser Welt, in unserem Glauben, wo es mangelt usw.

Lieder zwischendurch zu singen:

  • EG 503 Geh aus mein Herz und suche Freud (Strophen: 1,6-8, 13-15)
  • EG 508 Wir pflügen und wir säen
  • Herr, füll mich neu

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

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Zuversichtlich leben

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)
Lied: Jesus, wir sehen auf dich

Anleitung: Jeder schreibt die Buchstaben des Wortes „Zuversicht“ untereinander auf ein Blatt Papier.

Z
U
V
E
R
S
I
C
H
T

Nun sucht jeder zu jedem Buchstaben Begriffe, die er/sie mit Zuversicht verbindet. Die Buchstaben können am Anfang, am Ende oder auch in der Mitte der Begriffe vorkommen, zum Beispiel kann bei dem Buchstaben „T“ Treue ( T am Anfang ), Licht ( T am Ende ) oder Vertrauen ( T in der Mitte ) eingesetzt werden.

Im Anschluss daran erklärt jeder / jede, inwiefern die eingetragen Begriffe mit Zuversicht im Zusammenhang stehen.

Erklärung: Das Gegenteil von Zuversicht ist Angst vor einer ungewissen Zukunft, zum Beispiel vor einem Arzttermin, ein Gespräch oder sonst etwas. Manchmal wird im Anschluss daran gesagt: „Ich hätte gar keine Angst haben brauchen, denn es ist alles gut ausgegangen.“ Doch das ist falsch, denn ich lebte vorher ja noch in der Ungewissheit, die mir Angst gemacht hat; und es ist trügerisch, denn ob ich Angst oder Zuversicht haben kann, mache ich dann abhängig von äußeren Begebenheiten. Die Zuversicht durch den Glauben ist ohne Angst, weil sie nicht von den äußeren Umständen abhängig ist, sondern von der Gewissheit der Liebe Gottes in Jesus Christus. Nur wenn Jesus, der in seiner Liebe zu uns treu und zuverlässig ist, für mich das Wichtigste ist, kann ich zu jeder Zeit und in allen Situationen zuversichtlich sein, denn die äußeren Umstände, die mir in gewissen Zeiten Zuversicht geben, können sich ändern.

Lied: EG 396, 1+2+5+6 abwechselnd vorlesen

Bibelstellen zum Vorlesen und zum Austausch:

Hiob 8, 13-21
Psalm 18, 17-20
Psalm 46, 2-4
Psalm 62, 6-11
Psalm 73, 25+26+28
Psalm 91
Hebräer 11, 1

Erklärung: Mangelnde Zuversicht ist mangelndes Vertrauen in Gottes Liebe und Fürsorge.

Gespräch zur Frage: Wie können wir mehr feste Zuversicht durch den Glauben gewinnen?

Mögliche Antworten:

  • Alles, was wir sind und haben, Jesus übergeben und voller Vertrauen in seine Hand geben.
  • Die eigenen Prioritäten ordnen: Was ist mir wichtig? Was ist mir am Wichtigsten? Steht Jesus an erster Stelle?
  • Der Angst kein Recht geben, weil Jesus recht hat und damit die Zuversicht, die er uns gibt.

Lied: EG 402, 1+2+5+6 Meinen Jesus lass ich nicht

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: Welch ein Freund ist unser Jesus

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Sehnsucht nach der Fülle der Herrlichkeit Christi

Vorbemerkung: Durch den Glauben an Jesus können wir viele schöne Dinge erleben. Wir erfahren seinen Trost, Frieden, Freude, seine Zuversicht, Hoffnung, Geborgenheit, Liebe, usw. Je mehr wir im Glauben wachsen, desto mehr bekommen wir einen Eindruck davon, wie wunderschön es in seiner Gegenwart sein kann. Doch in Wirklichkeit ist es unvorstellbar und unfassbar viel schöner und wunderbarer als wir es uns mit unserem kleinen Hirn oder auch mit dem Herzen vorstellen können.

In dieser Andacht geht es um die Sehnsucht, die Fülle der Herrlichkeit Christi mehr zu erfahren, die Sehnsucht danach, dass sich der Horizont seiner Fülle in unserem Leben immer mehr weitet und seine Herrlichkeit in unserem Herzen aufleuchtet und alle Bereiche des Lebens immer mehr prägt.

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: 346, 1-3 Such, wer da will ein ander Ziel

Bibelstellen abwechselnd lesen und sich darüber austauschen:

2. Korinther 3, 17+18

Anmerkungen:

  • In der Herrlichkeit Christi gibt es vollkommene Freiheit von allen irdischen Bindungen, von Dingen, Menschen, Ängsten, Anerkennung, usw.
  • In sein Bild werden wir verklärt; ihm immer ähnlicher werden wir wieder zum Ebenbild Gottes.

2. Korinther 4, 6+7

Anmerkungen:

  • Christus hat einen Strahl seines Lichtes in unser Herz gegeben. Wenn der Strahl schon so schön ist, wie viel schöner wird es im vollkommenen Licht Christi sein.
  • Wenn wir in seinem Licht leben, dann werden auch andere einen Eindruck davon bekommen, was es heißt, dass ein Mensch im Licht Christi leben darf.
  • Das kann man nicht machen, sondern es kommt von der Kraft Christi, seinem Heiligen Geist.

2. Korinther 4, 16-18

Anmerkungen:

  • Es gibt viele Dinge, die uns müde machen können: körperlich oder seelische Beschwerden, andere Menschen, Sorgen und Probleme, etc. Doch alles das ist irdisch und wird vergehen. Nichts davon bleibt in Ewigkeit.
  • Wenn wir auf das schauen, was ewig ist und ewig bleibt, dann wird auch das Ewige in uns immer stärker.
  • Man kann es auch so sagen: Alles Irdische in uns und um uns vergeht, aber der Himmel in uns wird immer größer bis zur Vollendung.

Psalm 63, 1-9

    • In der Stille kann jeder diesen Versen nachsinnen.

Lied: 401, 1-4+7 Liebe, die du mich zum Bilde

Lied: Herr füll mich neu

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: Lobpreiset unsern Gott, singet ihm ein neues Lied

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Unter Gottes Schirm leben

Beginn (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 362, 1-3 Ein feste Burg ist unser Gott

Bibeltext: Lesen Sie Psalm 91, vielleicht auch in zwei verschiedenen Übersetzungen

Anleitung: Suchen Sie alle Stichwörter aus dem Psalm heraus, die beschreiben, welche Folgen es hat, wenn wir unter Gottes Schirm leben, z. B. in Vers 3 „erretten“.

(Eine Auflistung möglicher Stichwörter finden Sie am Ende dieser Andacht.)

Tauschen Sie sich nun über diese Stichwörter aus, was es für ihr Leben bedeutet.

Frage: Glauben wir, dass Gottes Schutz auch für uns gilt?

Erklärung:

  1. In den Versen 14+15 werden drei Bedingungen für Gottes Schutzgenannt: Gott lieben, seinen Namen ( = ihn) kennen, ihn anrufen.
  2. In der Versuchung Jesu (Matthäus 4, 1-11) verssucht der Teufel Jesus, indem er den Vers aus Psalm 91, 11 zitiert. Jesus antwortet mit dem Vers aus 5. Mose 6, 16: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“ Das zeigt uns, dass wir zwar mit Gottes Schutz rechnen können, wenn wir uns ihm anvertrauen, wir sollen Gottes Schutz aber nicht leichtfertig für eigne Zwecke herausfordern.

Ergänzende Bibelstellen:

Psalm 32, 1+2 und 7+8

Lukas 10, 19+20

Erklärung dazu: Für uns Menschen scheint es das Größte zu sein, wenn wir ganz unter Gottes Schutz stehen und keine Gefahren der Welt uns etwas anhaben können. Jesus macht aber deutlich, dass es noch etwas Größeres gibt, nämlich, dass unsere Namen im Himmel aufgeschrieben stehen, was bedeutet, dass wir Himmel Bürgerrecht haben und dort ein Platz für uns reserviert ist.

Lied: EG 369 abwechselnd vorlesen

Lied: EG 396, 1-3+5 Jesu, meine Freude

Gebet, Vater, Segen (wie in der allgemeinen Einleitung beschrieben)

Lied: EG 374, 1+2+5 Ich steh in meines Herren Hand

Auflistung möglicher Stichwörter aus Psalm 91

V 2:        Vertrauen in Gottes Schutz
V 3:        erretten
V 4:        zudecken
               Zuflucht haben
               Wahrheit finden
V 5:        nicht erschrecken
V 7:        nichts treffen
V 10:      kein Übel begegnen
V 11:      behüten
V 12:      tragen
               nicht stoßen
V 13:      rübergehen
               niedertreten
V 14:      erretten
               erhören
               Gott bei mir
               herausreißen
               zu Ehren bringen
               sättigen mit langem Leben
               Gottes Heil sehen

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Ein kleiner Weihnachtsgottesdienst zum selber feiern, auch ohne VorkenntnisseHausandachten - Weihnachtsbaum

Vorbemerkungen:

  1. Diesen kleinen Weihnachtsgottesdienst können Sie für sich alleine feiern oder im kleinen Kreis einer häuslichen Gemeinschaft.
  2. Hier finden Sie alle Texte für diesen kleinen Weihnachtsgottesdienst ausformuliert. So können Sie den ganzen Gottesdienst für sich lesen oder im kleinen Kreis vorlesen. Auch die Texte der Lieder sind aufgeführt. Wenn Sie die Lieder nicht singen möchten oder können, dann lesen Sie einfach die Texte.
  3. Trauen Sie es sich zu!! Vielleicht denken Sie, dass Sie es nicht können, diesen Gottesdienst im kleinen Kreis zu feiern. Ich möchte Ihnen Mut machen, es auszuprobieren. Sie müssen einfach alles vorlesen oder die Lieder zu singen. Wenn Sie ihre Ängste überwinden, wird der kleine Gottesdienst für Sie zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Ein Weihnachtsfest mit einem kleinen Hausgottesdienst werden Sie als ein einzigartiges Weihnachten erleben. Tun Sie es einfach!

Beginn

Wir feiern diese Andacht im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes unter der Verheißung von Jesus Christus: Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Amen!

Die Andacht steht unter dem Vers aus Johannes 1, 4+5: „ In ihm (Jesus) war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat´s nicht ergriffen.“

Lied:  Evangelisches Gesangbuch 24, 1-6 Vom Himmel hoch

1) Vom Himmel hoch da komm ich her, ich bring euch gute neue Mär;
der guten Mär bring ich so viel, davon ich singen und sagen will.

2) Euch ist ein Kindlein heut geborn von einer Jungfrau auserkorn,
ein Kindelein so zart und fein, das soll eu’r Freud und Wonne sein.

3) Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not,
er will euer Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein.

4) Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit‘,
dass ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich.

5) So merket nun das Zeichen recht: die Krippe, Windelein so schlecht,
da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt.

6) Des lasst uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein,
zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt.

Gebet:

Herr, Jesus Christus, du bist in diese Welt gekommen, um unser Leben mit dem Licht aus Gottes Ewigkeit zu erhellen. Du kennst auch unsere Dunkelheiten, unter denen wir leiden und die unser Leben oft schwer machen. Komm jetzt zu uns! Fülle uns an mit deinem Licht, damit es auch in unseren Herzen wirklich Weihnachten wird. Dazu wirke mit der Kraft deines Heiligen Geistes in uns und unter uns. Lege deinen Segen auf uns und hilf uns dass wir mit allem, was wir sagen und tun, unseren himmlischen Vater ehren. Amen!

Weihnachtsgeschichte lesen aus Lukas 2, 1-14

1 Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. 2 Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. 3 Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. 4 Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, 5 auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. 6 Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. 7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. 8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 9 Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12 Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Lied: Evangelisches Gesangbuch 37, 1+3+9  Ich steh an deiner Krippen hier

1) Ich steh an deiner Krippe hier, o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin und lass dir’s wohlgefallen.

2) Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren
und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren.
Eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden.

3) Ich lag in tiefster Todesnacht, du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht‘, wie schön sind deine Strahlen!

9) Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen:
dass ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen.
So lass mich doch dein Kripplein sein; komm, komm und lege bei mir ein dich und all deine Freuden.

Weihnachtsgeschichte lesen aus Lukas 2, 15-20

15 Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. 16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. 17 Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. 18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. 19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Lied: Evangelisches Gesangbuch 46 Stille Nacht

1) Stille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht
nur das traute, hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh, schlaf in himmlischer Ruh.

2) Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht,
durch der Engel Halleluja tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter, ist da, Christ, der Retter, ist da!

3) Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb aus Deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund,
Christ, in Deiner Geburt, Christ, in Deiner Geburt.

Auslegung

Gehen Sie mit Ihren Gedanken einmal kurz zurück auf das vergangene Jahr

und überlegen Sie, wofür Sie trotz aller Schwierigkeiten dankbar sein können, vielleicht war es ein besonders schönes Ereignis, eine Bewahrung in schweren Zeiten, ein Erfolg bei der Arbeit oder etwas anderes. (Sie können es sich auch gegenseitig sagen, wofür Sie dankbar sind.) Gibt es nicht viel Grund, Gott zu danken und sein eigenes Herz mit Dankbarkeit zu füllen. Und nun verweilen Sie einen Augenblick in Ihrer Dankbarkeit. Allein diese Dinge, wofür wir dankbar sein können, geben uns schon viel Grund dafür, von Herzen froh zu sein an diesem Tag.

Doch welche Bedeutung haben alle diese Dinge noch für unser gegenwärtiges und zukünftiges Leben? Sie verschwinden immer mehr in der Vergangenheit und behalten ihre Bedeutung für die Gegenwart nur noch als dankbare schöne Erinnerung. Wir brauchen immer wieder neue schöne Erlebnisse, Erfolge, Bewahrungen, etc., um in der Gegenwart froh und zuversichtlich zu sein. Wenn aber die Gegenwart von Leid, Einsamkeit, Krankheit oder andere schweren Ereignissen bestimmt wird, dann wird es in unserem Leben dunkel und das Licht der vergangenen schönen Ereignisse verliert mehr und mehr seine Kraft.

Für die Bibel ist die Dunkelheit, in der wir Menschen leben, aber noch mehr als nur gegenwärtig schwere Zeiten.

Es beschreibt die Situation, dass wir ohne Gott ganz allein auf uns selbst angewiesen sind. Wir müssen selbst kämpfen für eine gute Orientierung, für unser Glück, unsere Zukunft, Hoffnung, Freude und Zuversicht. Manchmal gelingt uns das, aber eben immer nur für kurze Zeit. Gerade in diesem Jahr wurde uns Menschen durch ein kleines Virus die ganze Ohnmacht deutlich. Voller Angst, Sorge, manchmal mit Panik und orientierungslos sind wir durch das Jahr gegangen. Darüber hinaus zeigt sich unsere Ohnmacht und Orientierungslosigkeit in den vielen weltweiten Konflikten, in Hunger, Elend, Einsamkeit, Angst, Sorgen, Tod und vielem persönlichem Leid. Das ist die Dunkelheit, von der die Bibel redet, und die auch das Licht der schönen vergangenen Ereignisse des Lebens nicht überwinden kann.

Ganz anders ist es mit dem Licht, das durch Jesus in die Welt gekommen ist.

Wenn es am Ende von Vers 5 heißt „und die Finsternis hat´s nicht ergriffen.“, dann meint Johannes nicht nur, dass die Menschen es nicht angenommen haben, sondern die Finsternis konnte es nicht einfangen, beherrschen, auslöschen. Das Licht Gottes ist stärker als jede Dunkelheit dieser Welt. Auch durch Leid oder andere persönliche schwere Zeiten kann es nicht ausgelöscht werden. Es scheint in der Welt und kann beständig in unseren Herzen leuchten. Die Ewigkeit Gottes, die in Christus zu uns gekommen ist, ist stärker als alles, was es auf dieser Welt gibt. Das Licht Jesu gibt uns Geborgenheit in seiner Hand, es überwindet Sorge und Angst und füllt uns an mit Hoffnung und Zuversicht, mit seiner Freude, seinem Frieden und seiner Liebe. Dieses Licht bleibt beständig. Es verschwindet nicht in der Vergangenheit und bleibt dann nur als Erinnerung, sondern es leuchtet weiter, heute und morgen und jeden Tag, auch durch das Sterben hindurch bis wir in seine Ewigkeit kommen. Das ist die Weihnachtsbotschaft heute: Das Licht Jesu Christi aus der Ewigkeit scheint in deine Dunkelheit, vertreibt alle Dunkelheit und lässt es hell aufleuchten bis in den letzten Winkel deines Herzens.

Aber was machen wir nun mit diesem Licht nach Weihnachten?

Wir können es nach draußen vor die Tür stellen, so wie wir den Weihnachtsbaum nach Weihnachten aus der Wohnung entfernen, weil wir meinen, dass dieses Licht nur für ein paar romantische Tage über Weihnachten geeignet ist, aber im normalen Alltag keine Wirkung hat. Dann wird das Licht vom Sturm und Wetter des Alltags wieder ausgelöscht und wir haben nichts davon.

Möglicherweise erlauben wir auch, dass das Licht wie unter einem Eimer zugedeckt wird von Sorgen und Ängsten, Terminen, Pflichten, Hobbys oder von der Gier nach immer mehr. Dann sehen wir das Licht nicht mehr und es macht auch die Umgebung nicht hell. Wenn es kurz ist, bleibt das Licht noch brennen und wir können es wieder zum Leuchten bringen, dauert es aber lange, dann erlischt das Licht in uns. Sollte uns das passieren, dann müssen wir schnell wieder ganz nah an Jesus ran, damit er sein Licht neu in uns entzünden kann.

Besser ist es, wenn wir die Flamme beständig pflegen, damit sie immer weiter leuchtet und wir so immer mehr von dem erfahren, was Jesus uns gibt; dass die Freude noch fester und größer wird; die Liebe immer stärker wird und wir daran nicht mehr zweifeln; die Hoffnung nicht mehr ins Wanken kommt. Dafür müssen wir Jesus in unserem Leben einen zentralen Platz geben, es zur höchsten Wichtigkeit erklären, dass dieses Licht in uns gepflegt wird und größer wird.
Wenn das Licht Christi in Ihnen leuchtet, dann bekommen auch die schönen Ereignisse, an die wir uns dankbar erinnern, eine größere Bedeutung, weil wir dann nicht nur die Ereignisse sehen, sondern dahinter die Liebe und Fürsorge unseres himmlischen Vaters. Dann verschwinden die dankbaren Ereignisse nicht in der Vergangenheit, sondern sie erinnern uns, dass wir auch in der Gegenwart und Zukunft auf die Liebe und Fürsorge unseres himmlischen Vaters vertrauen können.

So wünsche ich Ihnen, dass Sie das Licht Jesu Christi ganz tief in Ihrem Herzen aufleuchten lassen und Sie es pflegen und mitnehmen in Ihren Alltag, dann haben Sie jeden Tag einen Grund zur Freude, zur Hoffnung und Zuversicht, weil die Liebe und der Friede Jesu Christi Sie beständig begleitet und Ihr Herz mit seinem Licht anfüllt. Gesegnete Weihnachten!

Lied: Evangelisches Gesangbuch 40, 1-3+5  Dies ist die Nacht, da mir erschienen (nach der Melodie „O, dass ich tausend Zungen hätte)

1) Dies ist die Nacht, da mir erschienen des großen Gottes Freundlichkeit;
das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit,
und dieses Welt- und Himmelslicht weicht hunderttausend Sonnen nicht.

2) Lass dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein;
der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein;
er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Kreuzes Nacht.

3) In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit;
wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit,
wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles sein.

5) Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst;
dein Licht sei meine Weihnachtswonne und lehre mich die Weihnachtskunst,
wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll.

Gebet

Herr Jesus Christus, wir danken dir, dass du uns nicht allein lässt in unserem Leben. Du kennst all die Dinge, über die wir uns freuen und die unser Leben schön machen. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Du kennst aber auch bei jedem von uns, was das Leben schwer und dunkel macht. Wir danken dir, dass du mit deinem Licht stärker bist als alles, was unser Leben verdunkelt – durch das ganze Leben hindurch, in allen Situationen, bis hin zu unserem Sterben durch die Hoffnung auf deine Ewigkeit.
Herr, wir bitten dich nun:
Hilf uns, dass wir nicht im Dunkeln verharren, sondern uns von deinem Licht erhellen lassen, dass wir nicht bei uns selbst bleiben, sondern deine Gegenwart suchen.
Für die Menschen, die Menschen, deren Leben zurzeit ganz dunkel ist, die einsam sind oder unter den Lasten ihrer Probleme und Sorgen leiden. Gib du ihnen neue Kraft und neuen Mut und mache uns und andere Menschen bereit ihnen beizustehen.
Wir befehlen dir auch die Menschen an, die unter kriegerischen Konflikten leiden. Besonders bitten wir dich für die vielen Menschen, die unschuldig darunter leiden und keinen Ausweg sehen. Sei du ihnen nah und schenke ihnen deine Hilfe.
Wir bitten dich für uns und für alle Christen, dass wir uns von deinem Wort leiten lassen und ein Licht in dieser Welt sein können und so ein glaubwürdiges Zeugnis davon abgeben können, dass du unser Licht bist.
Schenke uns über Weihnachten Friede in unserem Haus und Freude und Liebe in unseren Herzen, und hilf uns allen auch, dass wir das, was du uns an Liebe, Freundlichkeit und Hilfe schenkst an andere weitergeben und so deinen Frieden in die Welt bringen.

Vater Unser

Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen!

Segen

Der HERR segne und behüte dich!
Der HERR lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig!
Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!
Gehe hin in diesem Frieden und bringe diesen Frieden in die Welt. Amen!

Lied: Evangelisches Gesangbuch 44  O du fröhliche

1) Oh du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit!

2) Oh du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen: Freue, freue dich, o Christenheit!

3) Oh du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich, o Christenheit!

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und dass das Licht aus der Ewigkeit Gottes, das durch Christus zu uns gekommen ist, weiterhin ihr Herz erleuchtet und sie zum Licht für andere Menschen werden.

Bleiben Sie gesund und Gott befohlen!

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Diese Seite wird nach und nach mit vielen weiteren Beispielen von Hausandachten gefüllt werden.