Hier finden Sie eine christliche Seite
mit Impulsen für ein lebendiges Glaubens- und Gemeindeleben.
Die Botschaft von Jesus Christus kann unser Leben und die Gemeinde zum Aufblühen und Aufleuchten bringen.
Wir wünschen Ihnen Gottes Segen und lebendige und kraftvolle Glaubenserfahrungen.
Martina und Hans-Martin Heins
Jesus Christus ist auch heute noch die Quelle für ein kraftvolles, erfülltes und befreites Leben. Geborgen in seiner vollkommenen Liebe können wir trotz eigener Unvollkommenheit und Brüche zuversichtlich und froh durchs Leben gehen.
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Predigt zu Lukas 17, 11-19 zum Thema: „Umgang mit schönen Erfahrungen“ am 12. Sonntag nach Trinitatis
Predigt zu Matthäus 18, 21-22 zum Thema: „Umgang mit inneren Verletzungen“ am 13. Sonntag nach Trinitatis
Predigt zu 2. Korinther 9, 6-15 zum Thema: „Umgang mit Geld“ am 14. Sontag nach Trinitatis
Predigt zu Hiob 1, 21 am 15. Sonntag nach Trinitatis zum Thema: „Umgang mit Trauer“
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Andacht zum Wochenspruch
Hier erscheint jede Woche eine Andacht aus dem Buch
von Pastor i. R. Hans-Martin Heins
„Geborgen unter Gottes Wort“ –
Rezensionen zum Buch finden Sie hier!
12. Sonntag nach Trinitatis
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen,
und den glimmenden Docht
wird er nicht auslöschen.
Jesaja 42,3a
Wer schon einmal innerlich zerbrochen am Boden lag, der weiß, wie es dann im Innern aussieht: ausgetrocknet, leer, kraftlos, dunkel. Die eigene Kraft reicht dann nicht aus, um sich zu erheben und wieder selbstbewusst aufrecht durch das Leben zu gehen. Selbst Menschen, die helfen wollen, können wenig ausrichten; andere treten vielleicht noch nach mit ihren Verurteilungen und ihrem Spott, um sich selbst als gut und erhaben darzustellen.
Wer sich aber in einer solchen Situation von ganzem Herzen Gott zuwendet, der kann wahre Wunder erleben. Obwohl Gott hoch erhaben ist, steht er uns in unserer inneren Leere, Kraftlosigkeit und Dunkelheit zur Seite. Wir können dann erleben, dass er, so wie er sich in Jesus erniedrigt hat und mit dem Menschsein eins geworden ist – zu uns erniedrigt und sich mit uns verbindet.
Gott hat kein Interesse daran, uns zu zerstören, sondern er will, dass wir leben. „Kommt her zu mir, die ihr müde und beladen seid, ich will euch neue Kraft geben“, sagt Jesus.
So können wir mit Jesus erleben, dass er uns neu anfüllt mit seiner Kraft und Stärke. Das innere Feuer beginnt wieder zu lodern und scheint heller als je zuvor; die neue Stärke kommt nicht mehr aus uns selbst, sondern es ist seine Stärke, die nicht zerbrechen kann, die Dunkelheit verwandelt sich in ein hell strahlendes Licht.
Gott kann aus den Scherben deines Lebens eine wunderschöne Vase machen. Es ist keine Schande und auch kein Problem, wenn wir am Boden liegen, aber wir sollten dann wissen, wo es Hilfe gibt: nicht bei uns selbst und auch nicht in Worten von Menschen, sondern in der Kraft Jesu Christi.
Gebet
Mein Herr, Jesus, ich danke dir, dass du
mich aufrichtest und mit deinem Leben anfüllst.
Ich möchte weiter wachsen in deiner Stärke.
Segne mich!
Amen
Lied
Er weckt mich alle Morgen
EG 452
13. Sonntag nach Trinitatis
Christus spricht:
Was ihr getan habt einem von diesen
meinen geringsten Brüdern,
das habt ihr mir getan.
Matthäus 25,40b
In der Welt erhält der mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung, der über Geld, Macht, Ansehen und Einfluss verfügt; er wird freundlich begrüßt, erhält bei Veranstaltungen Ehrenplätze und wird umworben. Wer nichts bieten kann und keine Lobby hat, die für ihn eintritt, wird leicht übersehen. Für den, der dieses „Spiel“ erfolgreich mitspielen kann, ergeben sich keine negativen Folgen – ganz im Gegenteil.
Für Jesus haben diese weltlichen Rangunterschiede keine Bedeutung. Wer in der Welt „unten“ steht, hat für ihn den gleichen Wert wie der, der „oben“ steht – und umgekehrt. Wenn Jesus im Matthäusevangelium von Brüdern redet, dann sind die gemeint, die an ihn glauben, die Gemeinschaft der Christen. Jesus identifiziert sich wiederholt mit allen, die an ihn glauben, und ganz besonders mit denen, die schwach sind und sich selbst nicht helfen können.
Wem es gut geht und wer stark ist, der hat das als Gabe Gottes, um damit anderen zu helfen. In Matthäus 20 sagt Jesus: „Wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener.“ Jesus selbst ist zum Diener geworden, um allen Menschen zu helfen, in die Gemeinschaft mit Gott zurückzukehren und darin zu leben. In der christlichen Gemeinschaft soll jeder jedem mit seinen Gaben dienen. Das Hervorheben von besonderen Leistungen oder Ehrenplätze stehen dem Leben und der Botschaft Jesu entgegen. Wenn wir selbst wahrnehmen, wie sehr wir den Dienst Jesu benötigen und erfahren, werden wir motiviert, jedem mit der gleichen Liebe und dem gleichen Respekt zu begegnen und für ihn da zu sein, wenn er unsere Hilfe benötigt.
Gebet
Jesus, ich danke dir,
dass ich unter deinem besonderen Schutz
leben und deinen Dienst erfahren darf.
Hilf mir, dir darin ganz nachzufolgen.
Amen
Lied
O dass doch bald dein Feuer brennte
EG 250
14. Sonntag nach Trinitatis
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.
Psalm 103,2
Schreiben Sie einmal auf, was Gott Ihnen in der letzten Woche alles geschenkt hat, angefangen bei den „Selbstverständlichkeiten“ des Alltags und freundlichen Gesten von Menschen bis hin zu schweren Erfahrungen, durch die Sie etwas gelernt haben. Und dann schauen Sie weiter zurück auf ihr Leben und am Ende schreiben Sie das größte Geschenk auf: Jesus Christus, durch den Sie im Leben und in Ewigkeit zu Gott gehören.
Alle diese Geschenke sind wie „Rosen“ Gottes, mit denen er uns zeigt, wie sehr er uns liebt und umsorgt. Wenn wir unser Herz davon anfüllen lassen, werden wir nicht anders können, als Gott zu loben, das heißt, ihm selbst und anderen gegenüber sagen, wie großartig wir ihn finden.
Oft klagen wir zu viel und denken an das, was uns fehlt oder gerade nicht so gut erscheint. In der Klage lassen wir uns gefangen nehmen von schwierigen Umständen des Lebens. Unser Herz wird dann nicht nur schwer und kraftlos, sondern wir zweifeln an Gottes Güte zu uns, dass er unsere Situation sieht und uns immer das geben wird, was wir brauchen. Wenn wir aber nicht vergessen, sondern uns täglich daran erinnern, was Gott uns Gutes getan hat, spüren wir, wie sich Dankbarkeit, Zuversicht und Zufriedenheit ausbreiten und unser Leben prägen. Und es schafft das Vertrauen, dass unser himmlischer Vater, der uns bisher mit seiner Liebe und Güte begleitet hat, auch in Zukunft für uns da sein wird.
Wenn wir Gottes Güte einmal nicht in den Umständen unseres Lebens entdecken, dann müssen wir auf Christus schauen, denn in ihm begegnet uns Gottes Güte und Liebe zu jeder Zeit in vollem Licht.
Gebet
Vater im Himmel, ich lobe dich,
dass du so gut zu mir bist.
Daran will ich mich immer erinnern.
Hilf mir, heute ein lobender Mensch zu sein.
Amen
Lied
Lobe den Herren, den mächtigen König
EG 316
Für diese Andacht gilt folgender rechtlicher Hinweis:
Textrechte: aus Hans-Martin-Heins:
Geborgen unter Gottes Wort. Mit den Wochensprüchen durch das Jahr. Kawohl Verlag, 46485 Wesel

