Predigt zu Markus 13, 31 am 13. Sonntag nach Trinitatis mit Jubiläumskonfirmation

Predigt zu Markus 13,31 Jubiläums Konfirmation Apostelgeschichte 1, 1 - 11 Römer 15, 4 - 13 Bibelverse Trauer Trost Zuversicht Himmel Ewigkeit Himmelfahrt Exaudi Schöner Wald mit SonneJesus spricht: „Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.“

Stellen Sie sich vor, Ihr ganzes Leben würde in einem Fotoalbum zusammengefasst werden.

Das würde sicherlich ziemlich dick werden. Darin enthalten wäre alles, was Sie selbst in all den Jahren gesehen haben an Landschaften, kleine Naturecken, Gebäuden und Menschen, ebenso Fotos von Ihnen bei der Arbeit, unter Menschen, privat und alleine in allen möglichen Situationen, und von dem, was Sie im Innern erlebt und gedacht haben. Viele unterschiedliche Bilder würden zusammenkommen, nicht alle wunderschön, manche schlimm und schrecklich, aber alle haben eines gemeinsam:

Alles, was aus Ihrem Leben abgelichtet ist, vergeht! Es ist irgendwann nicht mehr da!

Wann das ist, wissen wir nicht und es ist sehr unterschiedlich. Manches überdauert Jahrhunderte oder Jahrtausende, zum Beispiel antike Gebäude wie die Akropolis, Wohnhäuser oder Landschaften und anderes dauert nur kurze Zeit wie schöne und schwere Erlebnisse oder Worte, die schnell ihre Gültigkeit verlieren, und manchmal ist plötzlich etwas vorbei.

Wir wissen das und versuchen doch, es möglichst weit beiseite zu schieben, weil wir unser Glück und unseren Halt im Leben an diese vergänglichen Dinge gebunden haben.

Von Jugend auf sind wir darum bemüht, unser Leben aufzubauen auf vier vergängliche Säulen: Gesundheit, materielle Sicherheit, Beziehungen und Anerkennung, Gewohnheiten und Ordnungen, alles vergängliche Sachen. Wie viel Energie verwenden wir darauf, wie viel Streit entsteht um diese Dinge, weil jeder mit Neid und Missgunst die Angst hat, er könnte davon nicht genug bekommen, im Kleinen und die Kriege im Großen. Glück und Leid, Freude und Verzweiflung: alles scheint davon abhängig zu sein. Es ist so, als wenn jemand ein Haus baut und weiß schon, dass es zusammenbrechen wird.

Das ist die Wirklichkeit, in der wir leben, umgeben von vergänglichen Dingen und Menschen.

Predigt zu Markus 13,31 Jubiläums konfirmation Glauben verstehen Themen des Glaubens Beten ist mehr Gebet Herz Predigt zu Matthäus 6,19-23 Erntedank Herz Johannes 14,12-19 Jeremia 29,13-14 Jesaja 58,7-11 Erntedank Erntedankfest Erntedank Gottesdienst mit ganzem Herzen von Herzen Geben DankenDie Bibel warnt uns immer wieder davor, unser Herz daran zu hängen, denn dann vergehen wir mit den Dingen, verlieren mit den Dingen unseren Halt, unser Glück und unseren Lebenssinn.

Ich will hier nur ein paar Beispiele nennen: Ein Mann, der seine Frau plötzlich verlor, die für ihn alles bedeutete, hatte danach keinen Lebensmut mehr und auch keine Freude am Leben. Für jemand, für den Arbeit alles ist, und der seine Arbeit verliert oder in Rente geht, der verliert auch den Sinn seines Lebens. „Hauptsache gesund“ sagen viele, aber was ist dann, wenn man krank wird? In Deutschland gehörten Spaß und Wohlstand lange Zeit zu den wichtigsten Dingen, und jetzt, wo das in Gefahr ist, werden wir orientierungslos und deprimiert. Wie entsetzlich arm sind wir, wenn wir im Leben als Einzelne oder als Volk nur die vergänglichen Dinge haben, auch wenn diese im Vergleich zu anderen schön sind.

Unser Vers aus Markus 13, 31 spricht von zwei unterschiedlichen Wirklichkeiten:

Die eine Realität ist die Wirklichkeit alles Vergänglichen, und die andere Realität ist die Wirklichkeit Gottes.

Predigt zu Markus 13,31 Jubiläums Konfirmation Johannes 10,11-15 und 27-29 Sonntag Misericordias Domini Jesus der gute Hirte Schafe Lamm 1. Mose 12,1-4 Sonntag Lätare Gottes Bund mit den Menschen Lebendige Gemeinde Kirchliche Arbeit Menschwerdung Gottes Aufbruch statt Abbau Kirche im Umbruch Aufbruch Predigt zu Apostelgeschichte 2,4 Estomihi Pfingsten Pfingstwunder Pfingstpredigt Jesus Christus Glaube Lukas 10,17-20 letzter Sonntag nach Epiphanias Matthäus 10,16-22 2. Sonntag nach Epiphanias Jesus sendet seine Jünger in die Welt 1. Johannes 1,1-4 Silvester Silvesterabend Altjahresabend Römer 3,20-28 20. Sonntag nach Trinitatis Lukas 7,11-17 Wunder Gottes Jesus Gottes Sohn Epheser 2,1-10 Lukas 10,16 Johannes 13,20 7. Sonntag nach Trinitatis 1. Korinther 15,12 - 20 Ostern Ostersonntag Auferstehung Jesaja 58,1-9a Lukas 22,31-34 Jakobus 1,12-18 Siegeskranz Ewigkeit erreicht Gemeinschaft mit Jesus Christus Matthäus 4,17 3. Sonntag nach Epiphanias Lukas 10,17-21 1. Sonntag nach Epiphanias Freude im Himmel Namen im Himmel Offenbarung 7,9-12 Weihnachten Lukas 13,1-9 Volkstrauertag Predigt zu Epheser 2,19 Hausgenossen Gottes Römer 14,9-13 5. Sonntag nach Trinitatis 1. Korinther 1, 3 Frieden leben Sehnsucht nach Frieden Römer 8, 1-14 Trinitatis heiliger Geist vollkommene Liebe in Jesus Christus Kolosser 4, 2- 4 Gebet Beten Fürbitte Lukas 19, 1-10 Konfirmation Konfirmationspredigt Johannes 10,9 Hebräer 13, 20-21 Jesus der gute Hirte Impuls der Woche Kalenderwoche 9 Home Passion Passionszeit Passionsweg Leidensweg einen Weg im Leiden gehen einen Weg mit Jesus gehen Predigt zu Lukas 4, 16-31 Matthäus 17, 1 - 9 Römer 8, 31 - 39 Lukas 7, 11 - 17 Philipper 4, 4 Matthäus 10, 34-39 Kirchliches Leben Menschwerdung Gottes Predigt zu Lukas 15, 1-7 Predigt zum Lesen Jesaja 50, 4-9 Palmarum Jesus Reden Lukas 18 Jesus Erbarmen Kirchliche Feiertage Ostern Osterlamm Weihnachten Gottes Welt HimmelreichJesus zeigt uns mit seinem ganzen Leben, seinem Tun und Reden die Wirklichkeit Gottes. Ich nenne hier nur ein paar Beispiele aus dem Johannesevangelium von dem, was Jesus sagt: Johannes 1, 26: „Wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben.“ Johannes 8, 12: „Ich bin das Licht. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr wandeln in der Dunkelheit.“ Johannes 16, 33: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost: ich habe die Welt überwunden.“ Johannes 10, 27+28: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“ Johannes 15, 12: „Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.“

Das ist Gottes Wirklichkeit, die aus der Ewigkeit kommt und in Ewigkeit bleibt.

Kann man sich darauf verlassen, auf Gottes Realität?

Manche sagen: Ich bin Realist, denke naturwissenschaftlich und glaube nur, was ich sehe. Sie glauben nur an das Vergängliche und erwarten alles von vergänglichen Dingen.

Dagegen steht Gottes Realität: Man sieht sie nicht, aber ist sie deshalb nicht da? Man wird sie sehen in der Ewigkeit und jetzt schon in Jesus. Die Wirklichkeit Gottes ist ewig und bleibt für immer.

Was ist besser? Das muss jeder für sich entscheiden:

die Wirklichkeit des Vergänglichen, was wir sehen, dass wir darauf unser Leben aufbauen, unser Glück, unsere Hoffnung daraufsetzen, oder die Wirklichkeit Gottes, die ewig ist und bleibt, dass wir darauf alles aufbauen und unser Herz daran hängen?
Jesus sagt in Matthäus 4, 17: „Kehrt um zu Gott! Denn Gottes himmlisches Reich ist nahe.“ Das heißt: Richtet euer Bemühen, eure Sehnsucht, Verlangen nicht mehr auf die vergänglichen Dinge, sondern auf das, was Gott euch gibt durch Jesus. Wenn ihr eurem Leben Sicherheit geben wollt, dann vertraut nicht mehr auf die vier vergänglichen Säulen, sondern vertraut der einen Säule, Jesus Christus und seinem Wort.

Beides geht nicht, deshalb sucht zuallererst mit aller eurer Kraft das Reich Gottes. Kehrt um, denn das Reich Gottes ist jetzt nahe für euch in Jesus Christus!

Wenn ich auf mein Leben schaue, dann kann ich sagen, dass ich in fast 40 Ländern auf vier Kontinenten viel gesehen habe, wunderschöne Landschaften, großartige Gebäude, begabte und reiche Menschen, entsetzliche Lebensverhältnisse in den Armenvierteln, Menschen in unterschiedlichen Situationen auf der Sonnenseite des Lebens oder elend und verzweifelt, viele schöne Erfahrungen und auch sehr schmerzhafte.

Predigt zu Markus 13,31 Jubiläums Konfirmation Apostelgeschichte 9,1-9 jesus Christus das Licht der Welt Saulus Damaskus Paulus Lichterscheinung erhellendes Licht Kreuz Jesus LiebeNach alldem muss ich sagen: Ich kann auf vieles verzichten. Nur auf eines möchte ich nie verzichten: auf Jesus. Er allein ist mein Halt, meine Hoffnung und mein Leben.

Und wenn ich Menschen sehe, habe ich vor allem einen Wunsch für sie, dass sie Jesus kennen, ihm vertrauen und ihn an die erste Stelle in ihrem Leben setzen, und dann seinen Trost, seine Hilfe, seine Hoffnung, seine Freude erfahren.

Wie schön ist es, wenn alte Menschen fest im Glauben gegründet sind und den Trost und die Hoffnung des Glaubens ausstrahlen, wie ich es an manchem Sterbebett erlebt habe, und wenn junge Menschen schon rechtzeitig anfangen, ihr Leben darauf aufbauen und sich nicht an all die letztlich überflüssigen Dinge hängen.

Ja, es gibt viel zu sehen und zu erleben in Gottes schöner Welt, wunderschöne und manchmal auch schreckliche. Das haben Sie auch in all den Jahren erfahren, aber viel wichtiger ist Jesus, und dass unser Sehnen und Verlangen auf ihn gerichtet ist.
Predigt zu Markus 13, 31
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