Predigt zu 1. Korinther 15, 57
zum Thema Fußball – Glaube – Gemeinde –
Teil 1-Siegesjubel 
am Pfingstsonntag

Paulus schreibt: „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!“

Hast du Ahnung von Fußball? Wenn du keine Ahnung hast, macht das gar nichts!

In dieser neunteiligen Predigtreihe geht es in erster Linie nicht um Fußball, sondern um unseren Glauben an Jesus und um die christliche Gemeinde, bzw. Gemeinschaft. Trotzdem kannst du in dieser Predigtreihe etwas vom Fußball lernen, aber alle können etwas lernen über Themen des Glaubens und der Gemeinde.

So viel sei aber schon jetzt gesagt: Ziel des Fußballspiels ist es, zu gewinnen und Meister zu werden.

In diesem Jahr ist wieder die Fußballweltmeisterschaft.

Die Fans freuen sich und fiebern mit, andere sind genervt. Eines steht fest: Wenn wir Weltmeister werden wollen, müssen wir gewinnen, wir ja nicht, aber die Spieler. Es macht nichts, wenn wir mal einen Zweikampf verlieren, auf das Endergebnis kommt es an. Wir dürfen auch nicht zu viele Fouls machen, damit keiner vom Platz gestellt wird. Und auch nicht ständig ins Abseits rennen. Auf das Miteinander kommt es an, dass jeder für den anderen spielt und die Vorgaben des Trainers müssen umgesetzt werden. Wir müssen eine ganze Menge bedenken und umsetzen, nicht wir, sondern die Spieler. Nun ist ja Fußball nicht so wichtig, aber wir wären schon gerne Weltmeister.

Was wird das für eine Feier, ein Jubel, eine Ausgelassenheit sein, wenn die eigene Mannschaft Weltmeister wird.  

Ich erinnere mich gut an vergangene Weltmeisterschaften, besonders an die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland oder an den Jubel, als Deutschland 2014 den Weltmeistertitel holte. Was war das für ein Jubel, wenn die deutsche Mannschaft gewann. Ausländische Besucher hätten uns das gar nicht zugetraut. Und wir wunderten uns selbst, wozu wir Deutschen im positiven Sinn fähig waren.

Um diesen Jubel, diese Freude geht es im Glauben an Jesus auch.

Paulus schreibt in 1. Korinther 15, 57: „Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus.“ Und in Lukas 15 sagt Jesus in Vers 7: „Ich sage euch: Genauso ist bei Gott im Himmel mehr Freude über einen Sünder, der ein neues Leben anfängt, als über neunundneunzig andere, die das nicht nötig haben.“ Und in Vers 10: „Ich sage euch: Genauso freuen sich die Engel Gottes über einen einzigen Sünder, der ein neues Leben anfängt.“ Im Himmel wird eine große Party gefeiert, wenn ein Mensch durch Jesus zu Gott zurückfindet.

In einem Weihnachtslied heißt es: „Welch ein Jubel, welche Freude.“ Diesen Jubel, diese Freude können wir als Christen in unseren Herzen haben und lautstark zum Ausdruck bringen.

Die Meldung des Tages heißt: Jesus hat gesiegt und wir können mit ihm gewinnen. Wir können wirklich Weltmeister werden und am Ende den Sieg haben.

Ich will dazu einen Vergleich benutzen: Jesus ist der „Superstar“, der „Spielertrainer“ der siegreichen Mannschaft,

also der, der die Mannschaft trainiert, aber selber auch mitspielt. Er hat seine Mannschaft aufgestellt gegen einen schweren Gegner, und die Mannschaft kämpft, aber sie hat keine Chance, der Gegner ist zu stark. Aber dann wechselt Jesus sich selbst ein, und mit ihm kommt eine neue Dynamik ins Spiel. Sein Spiel ist einfach genial, einzigartig. So spielt man perfekt. Wie er die Gegner ausspielt und seine Mitspieler einsetzt. Plötzlich entdecken sie ihre Fähigkeiten. Er wird zwar ständig gefoult, aber er gibt nicht auf und kämpft bis zum letzten. Und dann kurz vor Schluss erzielt er das Siegtor.

Das Ergebnis ist: Wir haben gewonnen! Wir sind „Weltmeister“!

Keiner fragt mehr danach, welchen Zweikampf wir gewonnen oder verloren haben, wie oft wir gefoult worden sind und welche Blessuren wir davongetragen haben, wie erschöpft wir sind und wie mühsam das alles war. Hauptsache gewonnen, Hauptsache „Weltmeister“.

Nun geht es bei Jesus nicht um die schönste Nebensache der Welt.

Beim Fußball hat ein Sieg nur Bedeutung bis zur nächsten Niederlage, Weltmeister ist man nur für 4 Jahre und für unser tägliches Leben hat alles nur wenig Bedeutung.

Bei Jesus geht es um die Hauptsache, um den entscheidenden Wettkampf unseres Lebens.

Es geht um einen Titel, nämlich ob wir am Ende Kinder Gottes oder Kinder des Teufels sind. Es geht um Himmel oder Hölle, ob Gott mit uns ist oder ob wir gottlos, also ohne Gott sind. Und das nicht für kurze Zeit, sondern für unser ganzes Leben und für die Ewigkeit.

Es geht gegen eine starke Mannschaft mit dem Teufel, dem Tod und der Sünde.

In diesen Mannschaften spielen mehr mit als 11 Personen. Bei Jesus darf sogar jeder mitspielen, auch die Fußkranken, die Blinden oder die nichts zustande bringen. Jesus bringt ihnen bei, wie sie gut mitspielen können und wo ihr richtiger Platz ist. Du, Du und Du, ihr dürft alle mitspielen.

Aber: Auf welcher Seite spielst du eigentlich: mit Jesus oder gegen Jesus? Zuschauer gibt es in diesem Wettkampf nicht.

Wenn du also bei Jesus mitspielen willst, dann geh rein in seine Mannschaft!

Seine Mannschaft ist die Gemeinschaft der Christen, die zum Beispiel konkret wird in der christlichen Gemeinde, in einem Gesprächskreis oder in einer Hausgemeinschaft. Als Christen brauchen wir uns gegenseitig.

Aber dann müssen wir auch gemeinsam auf den Trainer hören

und seine Anweisungen befolgen. Und da gibt es eine Menge zu bedenken und umzusetzen. Wir müssen als Mannschaft die Taktik des Trainers umsetzen und zusammenspielen. Der Glaube an Jesus ist kein Einzelsport, sondern ein Mannschaftssport. Was nützt es, wenn jeder in einer Ecke des Platzes vor sich hinspielt. Und dann müssen wir immer das Ziel vor Augen haben und alles darauf abstimmen. Die Fußballer müssen alles auf das Ziel abstimmen, zum Beispiel Freizeitgestaltung, Hobbys, Familienleben und Geschäfte. Wenn sie das nicht tun, können sie nicht gewinnen. Paulus schreibt in 1. Korinther 9, 25+26: „Alle, die an einem Wettkampf teilnehmen, nehme harte Einschränkungen auf sich. Sie tun es für einen Siegeskranz (Pokal), der vergeht. Aber auf uns wartet ein Siegeskranz, der unvergänglich ist. Darum laufe ich wie einer, der das Ziel erreichen will.“

Und was wird das für eine Freude und für ein Jubel sein, wenn wir am Ende den Titel gewinnen, nicht den Fußballtitel, sondern den ewigen Titel, als Kinder Gottes in seiner Ewigkeit.

Wenn wir in der Ewigkeit mit Jesus den Sieg feiern, dann wird keiner mehr fragen: Welchen Zweikampf hast du im Leben gewonnen oder verloren, wie oft bist du gefoult worden und welche Blessuren hast du davongetragen, wie erschöpft bist du, und wie mühsam war das alles. Dann heißt es: Hauptsache gewonnen, Hauptsache den Sieg des Lebens, Hauptsache in Gottes Ewigkeit.

Lasst uns darauf zugehen und alles dafür tun, alles dafür einsetzen.

Wie schade, wenn einer von uns nicht dabei wäre. Da müssen wir doch was tun, dass alle dabei sind. Wie schade, wenn dein Nachbar oder Freund nicht dabei ist oder wenn du selbst nicht dabei bist.

Das wird eine rauschende Siegesfeier. So was hat die Welt wirklich noch nicht gesehen!

Darüber können wir uns doch jetzt schon freuen und jubeln und ausgelassen feiern und voller Hoffnung und siegesgewiss sein.

Und das haben wir alles Jesus zu verdanken, unseren „Superstar“, unseren „Spielertrainer“. Ja, Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus.

Ob Gott Fußballfan ist, das weiß ich nicht, aber ich glaube, dass Gott manchmal denkt:

Ihr Christen, lernt von den Siegesfeiern beim Fußball! Der Sieg, den Jesus für euch erkämpft hat, ist doch viel größer und wichtiger. Dann können doch auch eure Freude und euer Jubel viel größer und andauernder sein. Feiert den Sieg, lobt Gott, dankt Jesus und seid voller Vorfreude auf die Siegesfeiern im Himmel!

Predigt zu 1. Korinther 15, 57 zum Thema Fußball – Glaube – Gemeinde – Teil 1-Siegesjubel am Pfingstsonntag
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