Erneuerung der Kirche – Leitartikel

Erneuerung der Kirche Gemeinde leben Kirchliche Arbeit Menschwerdung Gottes Lebendige Gemeinde Aufbruch statt Abbau Kirche im Umbruch Home Predigt zu Apostelgeschichte 16, 9 - 15 1. Korinther 1, 18 Jesus stellt alles auf den Kopf-Kirche auf dem Kopf Kirche neue Wege Mallorca Kirche auf de4m Kopf Palma de Mallorca „Die Kirche muss erneuert werden!“

Unter Christen gibt es eine große Sehnsucht nach lebendigen, überzeugenden und anziehenden Gemeinden und einer ebensolchen Kirche. Und so hört man die Forderung „Die Kirche muss erneuert werden!“ heute fast überall in Gemeinden, Kirchenämtern, Synoden und von vielen Menschen, die von „außen“ auf die Kirche blicken. Das Wissen um den Bedarf einer Erneuerung ist schon eine gute Voraussetzung für eine Erneuerung. Auch schon vor der Reformation Martin Luthers gab es überall den Wunsch und die Forderung nach einer „Erneuerung der Kirche an Haupt und Gliedern“. Doch auch damals führten viele Erneuerungsansätze nicht zu einer wirklichen Erneuerung. Manche führten sogar dazu, dass die Kirche noch mehr in alten Fehlentwicklungen erstarrte.

Zunächst einmal ist es notwendig alle Strukturdiskussionen und Fragen der privaten und gesellschaftlichen Ethik zurückzustellen. Sie sind zweitrangig und lenken nur von der eigentlichen Problematik, warum eine Erneuerung der Kirche notwendig ist, ab.

 

Die grundsätzliche Frage lautet: Auf welcher Basis und mit welchem Ziel soll eine Erneuerung stattfinden?

Bei Martin Luther begann die Reformation mit der Wiederentdeckung der Gnadenbotschaft Jesu Christi, die seine Beziehung zu Gott von Grund Auf veränderte. Die durch den Heiligen Geist bewirkte Entdeckung der Liebe Gottes führte seinerseits bei ihm zu einer tiefen Liebe zu Gott und zu einer leidenschaftlichen Hingabe an Jesus Christus. In den Begriffen sola scriptura (allein die Schrift), sola gratia (allein die Gnade), sola fide (allein der Glaube) und solus cristus (allein Christus) fasst Luther seine neue Erkenntnis zusammen. Von dieser unumstößlichen Basis aus durchleuchtete Luther alle Bereiche des christlichen und kirchlichen Lebens und versuchte, sie neu zu gestalten. Eine heutige Erneuerung der Kirche, die mit ethischen Fragen des christlichen Lebens oder strukturellen Fragen der kirchlichen Gestaltung beginnt, wird ins Leere laufen.

Eine wahre Erneuerung der Kirche kann es nur geben, wenn in den Herzen der Christen eine vom Heiligen Geist bewirkte neue Liebesbeziehung zu Gott und eine leidenschaftliche Hingabe an Jesus Christus entsteht.

Erneuerung der Kirche Martin Luther Worms Predigt zu 2. Mose 34,4-10 Home Predigt zu Lukas 13,1-9 Jesus Christus allein Solus ChristusJesus Christus ist mit seiner Botschaft, seinem Leben, Sterben und Auferstehen für unseren Glauben und für die Kirche die Grundlage, Mitte, Quelle und Maßstab.

Jesus ist nicht nur ein großes Vorbild oder ein Ratgeber zur Lebensgestaltung, sondern vor allem Retter und Herr aller Menschen. Jesus ist der Sohn Gottes. In ihm sehen und erfahren wir, was Gott für uns bedeutet und wie er mit uns umgeht. Aus Liebe ist er in diese Welt gekommen, aus Liebe hat er gelebt, sich kreuzigen lassen, ist er auferstanden und wieder zu seinem himmlischen Vater zurückgekehrt. Das hat er für uns getan, damit auch wir ewige Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater haben können.

Er ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Johannes 14, 6)

Durch den Glauben lassen wir uns auf dieses Geschenk ein und in seine Nachfolge rufen, um für ihn zu leben und von ihm zu lernen, was es heißt, in der Gemeinschaft mit Gott zu leben. Er ist der einzige Grund, warum und wozu es Glauben und Kirche gibt. Die Begeisterung für Jesus soll sichtbar werden im Leben eines jeden Christen und in allen Bereichen des gemeindlichen und kirchlichen Lebens. In allem geht es um Jesus, unseren Erretter und Herrn. Angefangen bei den kleinen Gewohnheiten des persönlichen und gemeindlichen Lebens bis hin zu Kirchenleitungen und zum Studium der Theologie soll deutlich werden, dass es zuallererst um Jesus geht. Er allein kann uns einen festen Halt und eine gute Orientierung im Leben und Trost und Hoffnung im Sterben geben.

Ohne Jesus gibt es keinen christlichen Glauben und keine christliche Kirche.

Wenn Jesus nur noch Vorbild und Ratgeber oder Teil einer liturgischen Formel ist, verliert die Kirche ihre Grundlage und Mitte und macht sich überflüssig. Sie ist dann austauschbar mit jedem anderen Sozialverband.

Eine wahre Erneuerung der Kirche kann es nur geben, wenn Jesus in allen Bereichen im Zentrum steht und Christen von leidenschaftlicher Begeisterung über ihn erfüllt sind.

Erneuerung der Kirche Bibel Predigt zu Jesaja 12,2 18. Sonntag nach Trinitatis Vertrauen 43,19 7. Sonntag nach Trinitatis Matthäus 7,24-27 9. Sonntag nach Trinitatis Römer 14,9-13 5. Sonntag nach Trinitatis 1. Korinther 1,3 Frieden leben Kolosser 4, 2-4 Beten Gebet Evangelium Gottes WortDie Bibel ist die alleinige Grundlage des christlichen Lebens und der Kirche.

Jeder Christ kann sie lesen und verstehen. Historisch-kritische Kenntnisse können für das Verständnis mancher Abschnitte hilfreich sein, aber sie sind nicht notwendig. Notwendig ist allein eine vom Heiligen Geist erzeugte Begeisterung über Gott und das Gnadenwerk Jesu Christi. In der Mitte der Bibel steht das Leben und die leuchtende Botschaft von Jesus. Von ihm her müssen alle anderen Texte der Bibel gelesen werden. Es mag sein, dass man manche Abschnitte der Bibel nicht versteht oder erst später im Leben deren Bedeutung erkennt, grundlegend ist allein, dass wir in Jesus Gott und seine Gnade erkennen, ihm glauben, ihm nachfolgen und von ihm lernen wollen. Wer im Glauben an Jesus Christus die Bibel liest, wird feststellen, wie Gott durch das Wort der Bibel zu ihm spricht, ihn ermutigt und ermahnt, zurechtweist und aufbaut. Er wird Gottes gnädiges Wirken an ihm erfahren und im Glauben an Jesus gestärkt werden. 
Wenn die Bibel im Leben der Christen, der Gemeinde und der Kirche nur noch eine nebengeordnete Rolle spielt oder nur noch in Gottesdiensten oder Andachten ein liturgisches Element darstellt, ist es nicht verwunderlich, wenn die Kirche innerlich entleert wird und ihre von Christus gewollte geistliche Ausstrahlungskraft verliert.

Eine wahre Erneuerung kann es nur auf der Grundlage der biblischen Botschaft geben. Sie ist der Maßstab und die Quelle für alle weiteren Schritte einer erneuerten Kirche.

Der missionarische Auftrag ist Auftrag und grundlegend für jede Gemeinde und Kirche, denn Jesus und seine Botschaft sind nicht nur das Wichtigste für Christen, sondern für alle Menschen.

Deshalb steht am Ende eines jeden Evangeliums und zu Beginn der Apostelgeschichte, dass wir als Christen durch Wort und Tat von ihm Zeugnis ablegen sollen, damit alleErneuerung der Kirche Predigt zu Psalm 13,6 Jubiläum Konfirmation 16 Sonntag nach Trinitatis Lukas 22,32 Silberne Konfirmation Johannes 4,7-15 9. Sonntag nach Trinitatis wer ist Jesus für dich gestorben Liebe Matthäus 28,18 und 20 Sonntag Exaudi Jesus Christus der Auferstandene lebt und liebt Liebe Daniel 9,18 Sonntag Rogate Glauben verstehen Ewiges Leben Predigt zu Römer 12,1-10 1. Sonntag nach Epiphanias Gemeinde bauen Vielfalt bunte Rechtfertigungslehre Rechtfertigung Liebe Predigt zu Römer 3,20-28 20. Sonntag nach Trinitatis Lukas 7,11-17 10,16 Johannes 13,20 7. Sonntag nach Trinitatis Lukas 11,28 4. Sonntag nach Trinitatis Psalm 62,6-7 1. Sonntag nach Trinitatir Johannes 15,9-12 Epheser 4,13 Kantate 4. Sonntag nach Ostern mit Einführung des Kirchenvorstandes lebendiger Glaube in Christus Jesus Matthäus 4, 17 3. Sonntag nach Epiphanias Lukas 10,17-21 1. Sonntag nach Epiphanias Freude die Namen sind im Himmel geschrieben Römer 14,16-19 Gottes Liebe und Treue in Jesus Christus Herz und Kreuz Liebe Menschen ihn kennenlernen, an ihn glauben und ihn als Herrn und Retter erfahren und in ewiger Gemeinschaft mit Gott leben können.

Es ist ein Zeichen der Liebe und Teilhabe an der Liebe Gottes zu den Menschen, auf Jesus als Retter und Herrn aller Menschen hinzuweisen.

Das ist der zentrale Auftrag für jeden Christen, jede Gemeinde und die ganze Kirche. In allen Bereichen des gemeindlichen und kirchlichen Lebens soll deutlich werden, dass es zuallererst um diesen Auftrag geht. Alle Menschen brauchen dieses klare Zeugnis von Jesus als deutlichen Hinweis auf ihn. Nur so können sie Jesus als ihren Retter entdecken, der ihnen neues Leben aus der Ewigkeit und in Ewigkeit geben kann. Was Jesus den Menschen geben kann, ist besser als jedes menschliche Wort oder jede menschliche Tat. In der Apostelgeschichte finden wir keine erste Kirchengeschichte, sondern den Anfang der Missionsgeschichte.

Diese Mission geht von Jesus aus und wird von den Christen fortgesetzt.

Gemeinde und Kirche sind kein Selbstzweck, sondern Werkzeuge dieser Mission. Mission ist keine Selbstdarstellung von Kirche oder Gemeinde, sondern das Bezeugen von Jesus Christus als Herrn und Retter aller Menschen. Eine Kirche, die diesen missionarischen Auftrag vergisst und nicht mehr eindeutig auf Jesus als Retter und Herrn aller Menschen hinweist und zum Glauben an ihn einlädt und aufruft, hört auf, Teil der Mission Jesu Christi zu sein.

Eine wahre Erneuerung der Kirche kann es nur geben, wenn wir uns auf diesen Auftrag besinnen und darauf alles ausrichten.
Eine vom Heiligen Geist bewirkte neue Liebesbeziehung zu Gott und eine leidenschaftliche Hingabe an Jesus Christus, die biblische Botschaft als Grundlage und Maßstab, Christus als Mittelpunkt und Grundlage und der missionarische Auftrag, das sind die Pfeiler für eine Erneuerung der Kirche. Das gemeinsame Gebet und die gemeinsame Beschäftigung mit dem Wort Gottes sind dafür unerlässlich.

Notwendig ist auch eine Erneuerung der Formen des gemeindlichen und kirchlichen Lebens. Die Inhalte des Glaubens müssen in zeitgemäßen Formen sichtbar und erlebbar werden.

Formen sind keine Nebensächlichkeit, sondern sie sind Gefäße der Inhalte. Sie transportieren Inhalte und ermöglichen, den gemeinsamen Glauben zum Ausdruck zu bringen. Wenn die Formen nicht zeitgemäß sind, verdecken wir damit das Evangelium und behindern den Zugang zu Jesus Christus. Wenn wir nur die Formen zeitgemäß verändern, aber das klare Zeugnis auf Jesus beiseitelassen, sind wir nur modern, aber inhaltslos, austauschbar und letztlich überflüssig. So glauben wir zum Beispiel an die Liebe Gottes und reden von der Liebe untereinander. Das wirkt nur glaubhaft, wenn die Liebe in der Gestaltung der Formen sichtbar und erlebbar wird und wenn es dafür Raum gibt, die se Liebe zum Ausdruck zu bringen. Auch Leidenschaft und Kreativität benötigen Raum und dürfen nicht durch erstarrte Formen erstickt werden.

Erneuerung der Kirche Home Dreieinigkeit Gottes Martin Luther Reformator Reformation Reformationsfest Erneuerung der Kirche des GlaubensMartin Luthers Leitsatz war: „Alles, was Christum treibet!“,

das heißt alles, was Jesus Christus und seine Botschaft zur Geltung bringt und aufleuchten lässt, ist gut und sinnvoll, was aber Christus und seine Botschaft nicht fördert oder sogar dagegenwirkt, darf im Bereich der Kirche keinen Platz haben. Das gilt auch heute noch und ist eine herausfordernde Aufgabe für die Erneuerung der Kirche. Eine Erneuerung der Kirche von diesen Grundsätzen aus wird wahrscheinlich sehr umfassend ausfallen, aber sie führt auch zu einer neuen geistlichen Dynamik, zu lebendigen Gemeinden und zu einer Kirche mit einer starken geistlichen Ausstrahlungskraft.

In weiteren Beiträgen gehen wir näher auf einzelne Themen des Glaubens ein. Einige Beiträge zu entsprechenden Themen befinden sich bereits auf dieser Website unter anderen Menüpunkten.

Ausgehend vom bislang Dargelegtem ist es nun erforderlich, alle Bereiche des kirchlichen Lebens zu durchleuchten und gegebenenfalls auch lieb gewonnene Gewohnheiten zu streichen und sie in Übereinstimmung mit der Botschaft Jesu und in zeitgemäßen Formen neu zu gestalten.

Im Folgenden sollen einige Bereiche des kirchlichen Lebens beispielhaft kurz angerissen werden, um sie dann später in gesonderten Artikeln näher zu behandeln:

 

1. Der sonntägliche Gottesdienst

Der sonntägliche Gottesdienst ist die Feier der Auferstehung Jesu Christi.

Jesus ist die Mitte des Gottesdienstes und der Gottesdienst ist die Mitte der Gemeinde. In Inhalt und Gestaltung des Gottesdienstes wird sichtbar, was die Gemeinde glaubt und wie Erneuerung der Kirche Predigt zu Lukas 2,7-11 4 Advent Weihnachtspredigt Apostelgeschichte 2,22-39 Pfingsten 1. Korinther 15,57 Sonntag Jubilate Jesus ist auferstanden und lebt Osterfreude Ostern Christusfigur Kirche von Gebenbach Oberpfalzsie sich als Gemeinde versteht. Die Botschaft Jesu, der lebendige Glaube an ihn und das liebende Miteinander in der Gemeinde sollen im Gottesdienst deutlich erkennbar und erfahrbar sein. Verkündigung, Lieder, Gebete und andere Elemente des Gottesdienstes müssen die Botschaft Jesu zum Leuchten bringen und den Glauben der Christen und das liebende Miteinander stärken. Im Gottesdienst lässt die Gemeinde sich zurüsten und schöpft neue Glaubenskraft für ihr alltägliches Christsein und für die anderen Dienste in der Gemeinde, für die Einzelne von der Gemeinde beauftragt werden. Für Christen soll der Gottesdienst nicht nur eine weitere Veranstaltung im Laufe der Woche sein, sondern sie sollen ihn als geistliche Kraftquelle, Zurüstung und Beauftragung erleben.

Die Formen des Gottesdienstes,

wie z. B. Sprache, Musik und Ablauf sollen die Botschaft des Evangeliums verstärken und für die Menschen, die im Gottesdienst zusammenkommen, angemessen sein. Wenn der Gottesdienst in Formen gefeiert wird, die den Menschen fremd sind, und für die sie vorab vielleicht eine liturgische Schulung durchlaufen müssten, dann verstecken diese Formen die Botschaft des Evangeliums und verhindern, dass die Christen den Gottesdienst authentisch mitfeiern können. Von daher muss jede Gemeinde Formen finden, die für sie angemessen sind.

2. Studium und Ausbildung der hauptamtlichen Mitarbeiter

Das Studium der theologischen Wissenschaften ist eine wichtige Vorbereitung für den hauptamtlichen Dienst in Gemeinden. Daneben können auch Kenntnisse aus anderen Fachbereichen wie z. B. Psychologie, Philosophie, Wirtschaft oder Management sehr hilfreich sein.

Von grundlegender Bedeutung für die Vorbereitung auf den hauptamtlichen Dienst sind jedoch einige andere Punkte:

Zuerst ist die Vertiefung des persönlichen Glaubens durch Gebet, Beschäftigung mit dem Wort Gottes, Austausch mit anderen Christen und die Reflexion über den eigenen Glauben wichtig. Der Glaube ist die Quelle der Kraft für den Dienst und ein Mitarbeiter im Reich Gottes kann in seinem Dienst nur das weitergeben, was er selbst glaubt. Wie soll er ohne diesen Glauben segensreich wirken?
Zweitens ist die Vermittlung umfangreicher Bibelkenntnisse für die Vorbereitung notwendig. Die biblische Botschaft ist nicht nur das Fundament des späteren Mitarbeiters, sondern der zentrale Inhalt seines Dienstes.
Drittens ist es sinnvoll, wenn die Auszubildenden schon während des Studiums das Leben in der Gemeinschaft mit anderen Christen mit all seinen Vorteilen und Schwierigkeiten erleben. Das hilft ihnen im späteren Dienst, Gemeinschaft mitzugestalten, die nicht von Sympathien und Interessen geleitet wird, sondern vom gemeinsamen Glauben an Jesus Christus und der gemeinsamen Nachfolge Jesu.
Viertens ist das Bewusstsein der Berufung zu stärken. Das Bewusstsein der Berufung gibt dem Mitarbeitenden die Gewissheit, von Gott selbst in den Dienst gestellt zu sein und zeigt ihm, dass er zunächst Gott und nicht den Menschen gegenüber verantwortlich ist. Außerdem weiß er sich von Gott gehalten und gestärkt und erhält eine starke Motivation für schwere Zeiten im Dienst.

3. Gemeindeleitung

In Gemeinden und Kirchen gibt es sehr viele unterschiedliche Leitungsebenen, wie zum Beispiel in der Gemeinde Kirchenvorstände, Pfarramt oder Gruppenleiter und in der Kirche Synoden, Kirchenämter, Superintendenten und Bischöfe.

Sie sind alle gegenüber Jesus als Grund und Herrn der Gemeinde und Kirche dafür verantwortlich, dass sich Gemeinde und Kirche im Sinne Jesu weiterentwickelt und Jesu Auftrag, seine Botschaft durch Wort und Tat klar und deutlich zu bezeugen, für unsere Zeit umgesetzt wird.

Es ist selbstverständlich, dass leitende Personen diese Aufgabe nur erfüllen können, wenn sie im lebendigen Glauben an Jesus leben, die biblische Botschaft immer besser kennenlernen wollen und für Jesu Auftrag leidenschaftlich brennen. Außerdem sollten sie solche Ämter nur bekleiden, wenn sie entsprechend ihrer Gaben und Fähigkeiten dafür geeignet sind. Es geht in diesen Ämtern nicht um Sympathie, Interessen oder Selbstverwirklichung, sondern um den Dienst an den ihnen von Jesus anvertrauten Menschen.

Eeneuerung der Kirche Lebendige Gemeinde Aufbruch statt Abbau Kirche im Umbau Kirche im Umbruch Gaben in der Gemeinde leben Gruppen und Projekte Mitarbeiterfeier4. Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiter

Die Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiter ist ein elementarer Baustein für eine gesunde und nachhaltige positive Gemeindeentwicklung.

Dabei kann es von verschiedenen humanwissenschaftlichen Bereichen, wie zum Beispiel Gesprächsführung, Methodik, Soziologie oder Wirtschaft durchaus hilfreiche Impulse geben. Viel wesentlicher ist jedoch für die Schulung die Vertiefung des persönlichen Glaubens und der Nachfolge Jesu, die Ausweitung der biblischen Kenntnisse die Beschäftigung mit geistlichen Themen und die Förderung der Begeisterung für den Dienst im Reich Gottes. Dadurch werden Mitarbeiter in die Lage versetzt, als mündige Christen ihren Auftrag im Sinne Jesu zu erfüllen. Die Schulung der Mitarbeiter geschieht nicht nur in dafür gesonderten Veranstaltungen, sondern auch im täglichen Miteinander des Gemeindelebens. Die hauptamtlichen theologischen Mitarbeiter tragen hierfür eine besondere Verantwortung.

5. Diakonisches Handeln und Verkündigung

Diakonisches Handeln gehört genauso wie die Verkündigung der Botschaft Jesu zum einen Auftrag Jesu, ihn durch Wort und Tat zu bezeugen. Beides gehört zusammen.

Beides ist Ausdruck der Liebe, die Christen von Gott empfangen und an andere weitergeben. Verkündigung ohne diakonisches Handeln ist toter Glaube und diakonisches Handeln ohne Verkündigung ist reine Sozialarbeit, die auch vom Staat oder jedem Verein übernommen werden kann. Bei Verkündigung geht es nicht nur um Predigten, sondern genauso um das alltägliche Zeugnis von Jesus Christus, mit dem Christen deutlich machen, was Jesus für sie bedeutet und warum sie die von ihm empfangene Liebe an andere weitergeben. Und beim diakonischen Handeln geht es nicht zuerst um große Einrichtungen wie zum Beispiel Kindergärten und Altenheime oder Hilfswerke für andere Länder, sondern es geht zuerst um die Hilfe im alltäglichen Leben bei den Menschen, mit denen sie gerade zu tun haben.

Durch Verkündigung und diakonischem Handeln soll Menschen geholfen werden, ihr Leben gut zu gestalten und Jesus als ihren Retter und Herrn zu finden.
6. Kirchliche Gebäude und Gegenstände

Kirchliche Gebäude und Gegenstände wie zum Beispiel Kirchengebäude, Gemeindehäuser, Orgeln oder Taufbecken sind nicht an sich schon heilig und deshalb besondersErneuerung der Kirche Kirchengebäude Kirchenraum Gottesdienst Gemeinde erhaltenswert, sondern sie werden geheiligt durch den Gebrauch zur Ehre Gottes, das heißt solange sie für eine Gemeinde oder Kirche eine geeignete Hilfe sind, als Gemeinde oder Kirche im Sinne Jesu Christi zu leben und auf Christus hinzuweisen. Allein nostalgische oder emotionale Bindungen an Gebäuden und Gegenständen oder denkmalspflegerische Gründe machen sie noch nicht erhaltenswert. Kirchen und Gemeinden müssen sich fragen, was für den von Jesus gegebenen Auftrag am besten dienlich ist und was sie sich leisten können und wollen. Die Frage muss erlaubt sein, ob es sinnvoll ist, eine große Kirche mit einer großen Orgel zu erhalten, wenn dort Sonntag für Sonntag nur zehn Personen im Gottesdienst zusammenkommen. Für einen geistlichen Neuaufbruch sind vielleicht andere Räumlichkeiten und andere Musikinstrumente viel sinnvoller.

7. Gemeindebau

Es gibt keine fertigen Konzepte für ein lebendiges und segensreiches Gemeindeleben.

Genauso wie jeder Mensch einzigartig ist, ist auch jede Gemeinde einzigartig, zum Beispiel in der Zusammensetzung der Christen in der Gemeinde mit ihren unterschiedlichen Gaben, Fähigkeiten, Erfahrungen und Glaubenserlebnissen. Gelungene Projekte aus anderen Gemeinden lassen sich deshalb nur bedingt übertragen. Sie müssen an den jeweiligen Entwicklungsprozess der Gemeinde angepasst werden. Eine gesunde Gemeindeentwicklung berücksichtigt zuerst die aktuelle Ausgangssituation der Gemeinde, um sich dann Schritt für Schritt unter den gegebenen Gemeindeverhältnissen auf das Ziel hin zu entwickeln, als besondere Gemeinde im Sinne Jesu Christi miteinander zu leben und seinen Auftrag, Zeugnis von Jesus Christus abzulegen, zu erfüllen. Dieser Prozess muss begleitet werden vom gemeinsamen Gebet und der gemeinsamen Beschäftigung mit dem Wort Gottes.

Wir verweisen auch auf die Artikel unter dem Menüpunkt „Gemeinde leben“.

Die Bibeltexte sind überwiegend der Lutherbibel 1984 und 2017 entnommen. Außerdem wird auch die Gute Nachricht verwendet.

Bibelausgaben in verschiedenen Übersetzungen finden Sie bei der Deutschen Bibelgesellschaft