Predigt zu 1. Petrus 4, 10 zum Thema:
Fußball – Glaube – Gemeinde –
Teil 2 Christus braucht gute Einzelspieler
„Dient einander mit den Fähigkeiten, die Gott euch geschenkt hat – jeder und jede mit der eigenen, besonderen Gabe! Dann seid ihr gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes.“
Ziel des Fußballspiels ist es, zu gewinnen und Meister zu werden.
Dazu brauchen wir erst einmal mindestens elf gute Einzelspieler.
Für die Nationalmannschaft habe ich 11 Spieler ausgewählt, die ich nach jetzigem Stand aufstellen würde. Das sind: Tor: Baumann, Verteidigung: Schlotterbeck, Tah, Raum, Kimmich, Mittelfeld und Angriff: Stiller, Pavlovic, Gnabry, Musiala, Wirtz, Havertz. Elf Namen, hinter denen sich elf verschiedene Typen verbergen. Es ist wie bei den Namen der Jünger, die auch ganz unterschiedliche Persönlichkeiten waren. Jeder Spieler hat ganz bestimmte Stärken und eine ganz bestimmte Spielweise, wie zum Beispiel Schlotterbeck und Musiala.
Und jeder ist in seiner Weise wichtig und wertvoll, allerdings unter drei Voraussetzungen:
1. Jeder Spieler muss zu seiner eigenen Stärke stehen.
Man muss sich nur vorstellen, Schlotterbeck wollte so spielen wie Wirtz oder umgekehrt. Sie würden beide ihr Leistungsvermögen nicht erreichen und für die Mannschaft unbrauchbar werden. Jeder muss seine eigene Stärke erkennen und bejahen, nur so kann er seine optimale Leistung bringen. Deshalb ist jeder vom Trainer für eine bestimmte Aufgabe aufgestellt worden.
2. Es ist wichtig, dass jeder Spieler seinen Spielstil weiterentwickelt und ausbaut.
Wenn alle noch so spielen würden wie vor 10 Jahren, wären sie keine Nationalspieler geworden. Sie mussten sich weiterentwickeln und ihre Fähigkeiten auf dem Platz ausweiten. Sie sind noch dieselben wie vor 10 Jahren, aber ihre Spielweise hat sich entwickelt.
3. Es ist wichtig, dass jeder mit seinen Stärken auf der richtigen Position spielt.
Havertz ist ein hervorragender Spieler, aber es wäre völlig falsch, ihn als Verteidiger einzusetzen. Darum überlegt der Trainer sich genau, wen er am besten für welche Position gebrauchen kann. Er wird ihn dort einsetzen, wo er entsprechend seinen Fähigkeiten der Mannschaft am besten helfen kann zu gewinnen. Das bekommt jeder Spieler dadurch raus, dass er sich selbst erkennt, sich etwas vom Trainer sagen lässt und es ausprobiert.
Jeder von den elf verschiedenen Typen muss auf der Position spielen, die seinen Stärken entspricht. Nur so kann er optimale Leistung bringen. Nur so wird er glücklich sein als Spieler. Nur so kann die Mannschaft gewinnen und Meister werden.
Christus hat sich auch seine Mannschaft aufgestellt. Solche Mannschaften gibt es in jeder christlichen Gemeinde mit meistens mehr als elf Spielern.
Sein Ziel ist, mit jeder Mannschaft, das Beste aus der Mannschaft herauszuholen und Meister zu werden.
In dieser Mannschaft spielen ganz unterschiedliche Typen auf unterschiedlichen Positionen. Christus hat sich dabei etwas gedacht, denn er braucht, um Meister zu werden, ganz unterschiedliche Spielergestalten.
Die Frage ist: Willst du in Gottes Mannschaft mitspielen, oder bist du nur Zuschauer?
Zuschauer stehen daneben und klatschen Beifall oder schimpfen ständig. Die gibt es in jeder Gemeinde auch massenhaft. Gott sucht aber nicht Zuschauer, sondern Spieler, die sich einbringen, sich engagieren und mitkämpfen. Zuschauer machen nie Fehler, sie wissen alles besser. Spieler müssen bereit sein, auch Fehler zu machen.
Es geht hier also nicht um die Zuschauer, sondern um die, die in der Mannschaft Christi mitspielen. Er braucht gute Einzelspieler. Und er hat dich in seine Mannschaft berufen. Du bist geeignet!
Was muss nun geschehen, damit wir gute Einzelspieler in der Mannschaft Christi werden, damit er mit uns Meister werden kann?
1. Jeder muss seine eigene Stärke erkennen und dazu stehen.
Wer bist du?
Bist du Verteidiger, Stürmer, Kämpfer, elegante Techniker, Spielgestalter oder Zuträger, Vorbereiter oder Torjäger?
Wer bist du in der Mannschaft Christi:
Handwerker, Sänger, Seelsorger, Leiter, Lehrer, Helfer in praktischen Dingen? Bist du draufgängerisch, zurückhaltend, kämpferisch, sanft, mutig oder ausdauernd? Gott hat dir ganz besondere Stärken gegeben. So hat er dich geschaffen, so hat er dich gewollt und deshalb hat er dich aufgestellt. Du darfst zu dir stehen, zu deinen Stärken und Schwächen, weil Gott zu dir steht und dich braucht als einen besonderen Spieler in seiner Mannschaft.
Was passiert stattdessen häufig in Gemeinden?
Der eine schielt auf den anderen und denkt: Wenn ich so wäre wie der oder die, dann könnte ich auch gut mitspielen. Andere reden auf uns ein und sagen: So wie du bist, geht das nicht, du musst anders werden. Und so lassen wir uns verbiegen und können keine guten Spieler Gottes sein.
Erkenne deine Stärken und stehe dazu!
2. Wenn du deine Stärken bejahst, dann entwickele sie weiter und baue sie aus.
Wir sind niemals fertig, sondern müssen immer weiter trainieren und Neues dazulernen. Am besten lernen wir, wenn wir selbst die Bibel lesen. Wir können aber auch von anderen Christen lernen, mit denen wir zu tun haben, oder indem wir uns mit christlichen Persönlichkeiten aus der Vergangenheit beschäftigen. Dazu gibt es spezielle Schulungen, die uns helfen, unsere besonderen Begabungen und Eigenschaften weiterzuentwickeln.
3. Jetzt muss die Mannschaft noch zusammengestellt werden. Jeder muss seine Position finden.
Wo ist dein Platz in deiner christlichen Gemeinschaft, wo du am besten für Christus spielen kannst: als Sänger im Gottesdienst, als Begrüßer, für die Technik, als Handwerker bei Bauarbeiten, als Besucher, Leiter eines Kreises, als Mitarbeiter oder an einer anderen Stelle?
Es kann sein, dass eine Mannschaftsumstellung stattfindet.
Einige haben vielleicht schon Jahre auf einer Position gespielt und stellen jetzt fest, dass es die falsche war. Christus wollte mich gar nicht für die Arbeit mit Kindern oder mit alten Menschen, sondern eher als Helfer, Sänger oder bei praktischen Arbeiten.
Jeder wird danach seine optimale Leistung für Christus bringen können.
Er wird dabei glücklicher und zufriedener werden. Wenn wir uns darauf einlassen, dann werden wir gute Einzelspieler.
Damit Christus aber mit uns Meister werden kann, ist noch mehr nötig. Das kommt dann in den nächsten Predigten. Heute ging es darum, dass Christus dich in seiner Mannschaft haben will, so wie du bist, wie er dich gewollt hat, und weshalb er dich aufgestellt hat, nicht verbogen und verdreht und als Kopie anderer Spieler. Er will dich! Und er möchte, dass du den richtigen Platz in seiner Mannschaft findest.
Stell dir selbst noch einmal die Frage: Willst DU mitspielen in der Mannschaft Christi und den Platz finden, auf dem du am besten mitspielen kannst?
Predigt zu 1. Petrus 4, 10 zum Thema: Fußball – Glaube – Gemeinde – Teil 2 Christus braucht gute Einzelspieler am Sonntag Trinitatis
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