Predigt zu Philipper 2, 1-3a
zum Thema:
Fußball – Glaube – Gemeinde –
Teil 4: Eintracht und Zwietracht in der Gemeinde
1 Bei euch gibt es doch das ermutigende Wort im Auftrag von Christus; es gibt den tröstenden Zuspruch, der aus der Liebe kommt; es gibt Gemeinschaft durch den Heiligen Geist; es gibt herzliches Erbarmen. 2 Dann macht mich vollends glücklich und habt alle dieselbe Gesinnung, dieselbe Liebe und Eintracht! Verfolgt alle dasselbe Ziel! 3 Handelt nicht aus Selbstsucht oder Eitelkeit!
Vormehreren Jahren spielte eine Bundesligamannschaft in einer Saison einen traumhaften Fußball.
Sie waren souveräner Tabellenführer, aber dann folgte der Absturz. Der Trainer sagte später: Ich habe zu spät erkannt, was sich in der Mannschaft abspielte. Zunächst war die Mannschaft noch eine Einheit, aber die Einheit war brüchig. Dann, als der Erfolg nachließ, war auch die Einheit weg und als Folge gab es noch mehr Misserfolg.
Als Gegenbeispiel dient eine andere Mannschaft.
Vor einigen Jahren schien der Abstieg schon sicher, doch sie hielten zusammen und kämpfen gemeinsam und am letzten Spieltag sicherten sie sich mit einem Sieg den Klassenerhalt.
Eintracht ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg. Zwietracht ist ein sicherer Garant für den Misserfolg.
Stellen wir uns vor, auf dem Spielfeld hat jeder Interesse daran, dafür zu sorgen, dass der andere nicht zu gut wird.
Die Spieler geben den Ball nicht zum besser positionierten Spieler ab, nehmen sich gegenseitig den Ball weg und behindern sich, damit der andere nicht erfolgreich ist, nur um selber beim Publikum besser dazustehen.
Diese Art von Zwietracht ist im Fußball eigentlich unvorstellbar, aber im alltäglichen Leben und leider auch in christlichen Gemeinden oft Realität.
Zwischen Parteien, ganzen Staaten und oft im täglichen Miteinander ist diese Art gang und gäbe. Wir versuchen dann, den anderen klein zu halten, wobei Eifersucht, Neid, Intrigen, Gerüchte und Generve als Mittel häufig angewandt werden. Die Folge ist, dass die Eintracht zerstört wird. Eine solche Mannschaft wird nie guten Fußball spielen, schon gar nicht Meister werden und auch keine Zuschauer in ihren Bann ziehen.
Um das Ziel zu erreichen, die Meisterschaft zu gewinnen, ist Eintracht in der Mannschaft erforderlich.
Was ist wichtig für die Eintracht in einer Fußballmannschaft? Ich will vier Punkte ausführen.
1. JederSpieler hat Freude am Fußballspiel.
Das hören wir auch von anderen Sportlern: „Wenn ich keine Freude mehr habe, dann muss ich aufhören“. Wenn man nur aus Eitelkeit oder Anerkennung spielt, aber keine Freude hat, dann kann keiner gut spielen. Die Freude aller Spieler ist wichtig für die Eintracht der Mannschaft.
2. Jeder Spieler ist hoch motiviert, das Ziel zu erreichen,
nämlich zu gewinnen. Stellen wir uns vor, die Abwehr hat keine Motivation und die Stürmer müssen sie immer gegenseitig motivieren, indem sie sich nette Worte sagen, sich jedes Mal, wenn sie einen Ball bekommen haben, zunächst bedanken, bevor sie weiterspielen, sie würden gar nicht mehr zum Tore schießen kommen. Wenn bei einem Spieler die Eigenmotivation nicht da ist, zerstört er die Eintracht der Mannschaft, weil er nicht mitzieht, sondern sich ziehen lässt.
3. Jeder weiß: Das Ziel kann ich nur in der Mannschaft mit den anderen zusammen erreichen.
Die anderen brauchen mich und ich brauche die anderen, um zum Ziel zu kommen. Wer kein Mannschaftsbewusstsein hat, ist untauglich für den Mannschaftssport.
4. Notwendig ist eine Offenheit im Umgang miteinander.
Wenn sie anfangen übereinander zu reden, um damit andere fertig zu machen oder sogar die Öffentlichkeit zu Hilfe nehmen, dann wird das Mannschaftsgefüge zerstört. Jeder Trainer achtet sorgfältig darauf, dass das nicht geschieht. Sie müssen sich offen und ehrlich sagen, wenn sie etwas gegeneinander haben, sich aussprechen und dann die Sache abhaken. Nur so kann Eintracht in der Mannschaft bleiben.
Für den Fußball sind das Selbstverständlichkeiten. Wenn die Mannschaft das nicht beachtet, dann wird sie vielleicht in einer unteren Klasse mithalten können, aber nie Meister werden.
Was für den Fußball gilt, das gilt für die Mannschaft Jesu Christi noch mehr.
Vielleicht haben wir uns daran gewöhnt, in einer unteren Klasse zu spielen. Uns fällt vieles nicht mehr auf. Aber Christus hat sich nicht daran gewöhnt. Er möchte nach wie vor mit uns Meister werden. Dafür ist unter Christen in einer christlichen Gemeinschaft Eintracht nötig.
Was ist wichtig für die Eintracht in der Mannschaft Christi?
1. Jeder arbeitet mit Freude mit.
Freude kann man nicht machen, aber wenn du von Christus gepackt bist, was gibt es dann schöneres, als für ihn etwas zu tun. Wenn man nur aus Pflichtgefühl mitarbeitet oder aus dem Wunsch nach Anerkennung, dann kann man nicht gut mitarbeiten in der Mannschaft Jesu. Die Freude jedes einzelnen ist wichtig für die ganze Gemeinschaft. Dann strahlt sie etwas aus, egal in welchem Bereich jemand mitarbeitet, ob als Mitarbeiter im Gottesdienst, als Handwerker am Bau, als Kirchenvorsteher, als Mitglied im Chor, in der Verwaltung oder in einem anderen Bereich.
Die Frage an dich ist, ob du gerne in der Mannschaft Christi spielst.
2. Die Motivation, das Ziel zu erreichen, für Christus zu gewinnen, die muss in dir liegen.
Wenn einige immer andere mitziehen müssen, dann ist die Gemeinde ständig mit sich selbst beschäftigt, aber sie kommt nicht zum eigentlichen. Und überleg einmal: Hast du nicht allen Grund hochmotiviert zu sein, um für Christus etwas zu tun? Denn Christus hat alles für dich getan und dir die Ehre gegeben, dass du in seiner Mannschaft mitspielen darfst.
Bist du selber hoch motiviert, weil Christus dir alles gegeben hat, oder musst du immer von anderen mitgezogen werden?
3. Jeder arbeitet in seiner christlichen Gemeinschaft mit Freude und hochmotiviert an seinem Platz,
aber er braucht die anderen, und die anderen brauchen ihn, denn nur zusammen können sie als Gemeinschaft das Ziel erreichen. Wenn ihr in der Leitung mitarbeitet, dann braucht ihr die anderen Gruppen und sie brauchen euch. Genauso ist es in anderen Bereichen. Nur wenn wir ein Bewusstsein für christliche Gemeinschaft haben, können wir eine gute Mannschaft Christi werden.
Siehst du das, dass Christus alle zu einer Mannschaft zusammengefügt hat?
4. Wir müssen lernen offen und ehrlich miteinander umzugehen.
Wenn wir etwas gegen jemand haben, dann müssen wir es offen und ehrlich sagen und dann die Sache abhaken, denn wir haben eine wichtige Aufgabe vor uns. Da müssen wir noch viel lernen, denn in vielen Gemeinden wird viel übereinander geredet, man ist nachtragend und macht damit die Gemeinde kaputt.
Bist du bereit, das um Christi willen und um der Mannschaft Jesu willen neu zu lernen?
5. Das Wichtigste ist, dass wir In der Liebe, die Christus uns gibt, miteinander umgehen.
Es ist nicht gemeint, dass wir uns alle immer so wohlfühlen, sondern jeder will alles tun, damit der andere ein noch besserer Spieler in der Mannschaft Christi wird und seine Gaben und Möglichkeiten voll entfalten kann, und zwar für Christus, damit seine Mannschaft immer besser wird, so wie Christus uns seine ganze Liebe gibt und uns hilft, dass wir uns voll entfalten können.
Sieh den anderen in deiner christlichen Gemeinschaft an. Er soll ein besserer Spieler Christi werden. Willst du ihm dabei helfen?
Es geht darum, dass wir als Mannschaft Jesu Christi in Eintracht leben.
Stellen wir uns einmal vor: Wenn jeder an seinem Platz in der Gemeinde so mitarbeitet, was wird das für eine starke Mannschaft für Christus. Welche Freude hat Christus daran, welche Power hat sie. Die Zuschauer werden sich drängeln, um diese Mannschaft zu sehen.
Eine gute Mannschaft muss einträchtig sein. Willst du dazu beitragen, dass deine christliche Gemeinschaft eine gute Mannschaft wird?
Predigt zu Philipper 2, 1-3a zum Thema: Fußball – Glaube – Gemeinde – Teil 4: Eintracht und Zwietracht in der Gemeinde
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