Predigt zu 2. Petrus 3, 18
zum Thema:
Fußball – Glaube – Gemeinde –
Teil 6: Fußball und Training
„Lebt immer mehr aus der Gnade unseres Herrn und Retters Jesus Christus und lernt ihn immer tiefer erkennen. Ihm gehört die Ehre, jetzt und in Ewigkeit!“
Im Fußball ist ein gutes und ständiges Training unerlässlich für den Erfolg.
Ein Spieler muss sich ständig weiterentwickeln, und zwar in allen Bereichen
als Einzel- und Mannschaftsspieler, in Bezug auf ein gutes mannschaftliches Miteinander, auf Fitness, auf Kampfgeist und die Verbesserung jeden einzelnen Spielers. Ein guter Spieler ist nicht gut für alle Zeiten, sondern durch Training bleibt er es und wird sogar noch besser. Er entwickelt sich weiter und lernt Neues hinzu. Stillstand ist absoluter Rückgang, und sich ausruhen auf vergangenen Lorbeeren ist der Anfang vom Ende.
Wir wollen zuerst darüber reden, was beim Fußball zum Training dazugehört. Ich will nur vier Punkte nennen:
1. Die Spieler müssen eine Eigenmotivation zum Training haben.
Sie selbst müssen es wollen, sich weiterzuentwickeln. Im Normalfall muss nicht der Trainer die Spieler immer wieder motivieren, sondern er muss deren Motivation in die geeigneten Trainingsstrukturen fließen lassen.
2. Es gibt ein Trainingsprogramm,
das auf das Ziel abgestimmt ist. Dazu gehört zum Beispiel ein allgemeines Training, Taktiktraining und ein personenbezogenes Training, weil die Spielpositionen unterschiedlich sind, zum Beispiel Torwarttraining, Eckballtraining oder Freistoßtraining. Es gibt auch Aufbautraining, weil einer verletzt war, oder Einzeltraining, weil ein Spieler an einem bestimmten Punkt besondere Übung braucht. Das Trainingsprogramm ist orientiert am Bedarf der Spieler und am Ziel, nämlich gut zu werden, das Beste herauszuholen, aus dem einzelnen Spieler und aus der Mannschaft.
3. Es gibt spezielle Trainingsstunden oder -wochen.
Die Menge hängt ab von Bedarf und vom Ziel. Die Trainingsstunden sind zum Lernen da. Hier lernt man auch durch Fehler. Im Spiel selbst werden Fehler bestraft. Trainingsstunden sind nicht überflüssig, aber man muss auch nicht ständig trainieren, denn das eigentliche Ziel ist das Spiel. Das Verhältnis von Training und Spiel muss stimmen.
4. Es gibt unterschiedliche Trainer,
zum Beispiel Spezialisten als Torwarttrainer oder Konditionstrainer, und es gibt einen Cheftrainer, der die Gesamtlinie festlegt und das Gesamtprogramm bestimmt. Alle Trainer müssen das Training auf die Spieler abstimmen, zum Beispiel durch Beobachtung und Gespräch und durch Unterstützung von Fachpersonal wie zum Beispiel Ärzte und Physiotherapeuten.
Training ist nicht immer schön. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, denn ich wollte immer nur spielen, aber ich war auch nur Freizeitfußballer. Aber wenn das Training zu mehr Fitness und zu einer besseren Spielweise führt, dann ist anschließend die Freude am Spiel viel größer.
Die Grundfrage im Fußball, im Leben allgemein und in der Kirche lautet: Will ich mich weiterentwickeln und will ich mir das etwas kosten lassen, um das Ziel zu erreichen und dabei zum Beispiel alte Gewohnheiten verlassen und meine Technik verbessern?
Das Problem ist, dass einige mit ihrer Entwicklung abgeschlossen haben und sich nicht mehr verändern wollen. Andere wollen sich verändern, aber es soll ihnen in den Schoß fallen und nur keine Mühe machen. Beides geht nicht, nicht im Fußball, nicht im Leben und auch nicht in der Kirche.
Auch in der Kirche, im persönlichen Glaubensleben, in der Nachfolge Jesu Christi ist es wichtig, dass wir uns weiterentwickeln, neues hinzulernen und uns verändern, um das Ziel zu erreichen.
Es ist wichtig, dass jeder ein besserer Einzelspieler wird, entdeckt, was Gott in ihn hineingelegt hat an Möglichkeiten und darin immer besser werden will; dass alle als Mannschaft sich weiterentwickeln und neue Weg suchen, um das Ziel besser zu erreichen; dass alle immer wieder nach Wegen suchen, um Frieden und Eintracht zu leben, denn eine Gemeinschaft hat es nie als Besitz, sondern muss es immer neu suchen; dass alle ihre Kämpferfähigkeit im Glauben stärken, damit keiner bei jeder Schwierigkeit umfällt, sondern alle für das Ziel kämpfen können.
Auch in der persönlichen Nachfolge Jesu, im Gemeindeleben und in der ganzen Kirche gilt: Stillstand ist Rückgang und Ausruhen auf vergangenen Lorbeeren ist der Anfang vom Ende.
Wie sieht das Training, bzw. die Schulung für Christen aus?
1. Jeder Christ muss eine Eigenmotivation für die Schulung mitbringen.
Die kann nicht von anderen erzeugt werden. Auch nicht von den Leitern der Gemeinde. Jeder muss selbst den Wunsch in sich haben, noch besser für Christus zu sein.
2. Es gibt viele unterschiedliche Schulungsprogramme.
Es gibt Schulungen, die für alle Christen wichtig sind, in denen die Grundlagen der Nachfolge besprochen und eingeübt werden, wie zum Beispiel das Kennenlernen der Bibel und das Verständnis von Glaubensinhalten. Und es gibt viele Spezialschulungen für die verschiedenen Bereiche des Dienstes in der Gemeinde, wie zum Beispiel für die Arbeit mit Kindern, Seelsorge, Lektoren, Gottesdienstgestaltung, Laienprediger, Verwaltung, Technik oder Management. Welche Schulung angebracht ist, das entscheidet sich an der Situation der „Spieler“ und am Ziel. Alle wollen das Beste aus sich herausholen, um Christus so gut wie irgend möglich zu dienen.
3. Es gibt spezielle Trainingsstunden.
Da wird geübt, da können Fehler gemacht werden, da wird gelernt. Manche Christen wollen immer nur spielen und gar nicht üben und andere üben immer nur und fühlen sich nie weit genug, um zu spielen. Beides ist wichtig. Das eine ohne das andere geht nicht.
4. Es gibt Trainer für bestimmte Bereiche.
Das sind die Leiter der Gemeinde, Leiter von Gruppen und spezielle Lehrer. Ihre Aufgabe ist es, die speziellen Programme zusammenzustellen und zu sehen, was notwendig ist in der Gemeinde. Und es gibt einen Cheftrainer, der die Gesamtlinie festlegt und das Gesamtprogramm bestimmt. Das ist Jesus Christus!
Grundfrage an alle Christen, auch an die Leiter einer Gemeinde:
Wollt ihr euch weiterentwickeln, verändern und Neues wagen, oder habt ihr mit eurer geistlichen und methodischen Entwicklung schon abgeschlossen und wollt nur noch das Erreichte für die Zukunft verwalten und bewahren? Seid ihr zu stolz, um etwas zu lernen, oder wartet ihr darauf, dass es euch ohne Mühe in den Schoß fällt?
Jüngerschaft in der Bibel hat etwas mit Lernen zu tun.
Lernen auf alle mögliche Weise, um Christus besser dienen zu können als Einzelne und als Gemeinde, damit er Meister werden kann mit uns in unserem Leben und in der Welt.
Zum Abschluss möchte ich noch eine Frage stellen:
Bist du Zuschauer bei der ganzen Sache, der Beifall klatscht, wenn es gut läuft, der sich unbeteiligt zurücklehnt, wenn es Schwierigkeiten gibt, oder der alles besser weiß und an allem herummäkelt und kritisiert, wenn etwas falsch läuft?
Oder willst du dich mit hineingeben und Dein Bestes geben, damit die Mannschaft Christi immer besser wird, damit Christus mit seiner Mannschaft die Meisterschaft gewinnt?
Predigt zu 2. Petrus 3, 18 zum Thema: Fußball – Glaube – Gemeinde – Teil 5: Fußball und Training
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