Predigt zu Epheser 4, 15-16
zum Thema:
Fußball – Glaube – Gemeinde –
Teil 9: eine Zusammenfassung 

15 Vielmehr stehen wir fest zu der Wahrheit, die Gott uns bekannt gemacht hat, und halten in Liebe zusammen. So wachsen wir in allem zu Christus empor, der unser Haupt ist. 16 Von ihm her wird der ganze Leib zu einer Einheit zusammengefügt und durch verbindende Glieder zusammengehalten und versorgt. Jeder einzelne Teil erfüllt seine Aufgabe, und so wächst der ganze Leib und baut sich durch die Liebe auf. 

Nach acht Predigten zum Thema „Fußball – Glaube und Gemeinde“ greift diese Predigt verschiedene Inhalte der vorausgegangenen Predigten auf und ist sozusagen eine kleine Zusammenfassung zum Thema „Fußball – Glaube und Gemeinde“.

Eine Fußballmannschaft ist kunterbunt, so auch die Nationalmannschaft.

Zum Team gehören 23 Spieler, auf dem Platz sind elf. Alle Spieler sind ganz verschieden, zum Beispiel in der Spielweise wie Wirtz, Kimmich oder Tah, vom Körperbau wie Schlotterbeck oder Musiala und auch in ihrer Mentalität als Kämpfer, Techniker, Läufer, ruhig oder laut. Und das ist gut so, denn nur so kann die Mannschaft erfolgreich spielen. Trainer sagen manchmal: Die Mannschaft ist zu leise, mir fehlen die Führungspersönlichkeiten oder uns fehlen die Kämpfer, die ein Spiel herumreißen.

Stellen wir uns nur vor, es wären elf gleiche Spieler auf dem Platz,

11 Schlotterbecks oder 11 Musialas. Das wäre furchtbar und die Mannschaft würde kein einziges Spiel gewinnen, obwohl sie herausragende Einzelspieler sind.

Ich will fünf Punkte nennen, die wichtig sind, damit eine Mannschaft erfolgreich spielen kann?

1. Jeder muss seinen Gaben entsprechend auf dem Platz eingesetzt werden und spielen.

Stellen wir uns vor, Musiala würde als Verteidiger eingesetzt werden. Der würde auch noch im eigenen Strafraum dribbeln und dabei womöglich den Ball verlieren, oder Kimmich würde in der Sturmspitze speilen und Raum als Spielgestalter. Irgendwie würde das gehen, aber nicht wirklich gut.

2. Die Mannschaft muss ein gemeinsames Ziel haben, nämlich gemeinsam zu gewinnen.

Wenn es einigen nur darum geht, den Beifall der Zuschauer zu bekommen oder sich hervorzutun, dann leidet das gemeinsame Ziel. Oder wenn einige nur ein bisschen rumkicken wollen, dann wird die Mannschaft das Ziel nicht erreichen.

3. Jeder muss dafür sein Bestes geben.

Wenn einer keine Lust hat und schlecht spielt, leidet die ganze Mannschaft darunter. Manchmal muss man bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus gehen, um das Ziel zu erreichen.

4. Aus den vielen guten Einzelspielern muss eine Mannschaft entstehen.

Jeder muss seinen Platz einnehmen und nicht aus lauter Lust die Position wechseln. Sie müssen sich die Bälle zuspielen, und zwar nicht nach Sympathie, sondern danach, was für den Erfolg der ganzen Mannschaft am sinnvollsten ist. Und dann müssen sie auch nach Niederlagen zusammenhalten, sich ermutigen und wieder aufstehen, um im nächsten Spiel wieder auf Sieg zu spielen. Und wenn sie gewonnen haben, dann müssen sie zusammen feiern.

5. Das Wichtigste für den Erfolg ist:

Sie müssen auf den Trainer hören und das umsetzen, was er ihnen sagt. Er ist der Chef.
Ich denke, Paulus hätte vielleicht heute so ein Bild gebraucht, um zu verdeutlichen, worum es in der Gemeinde geht.

Eine christliche Gemeinde ist kunterbunt,

zum Beispiel an Nationalitäten, Typen, Berufen, Lebensgeschichten, Alter, Gaben und Fähigkeiten. Das ist gut so! Stellen wir uns nur vor, wir wären alle gleich.

Aber nun ist das, was für den Fußball wichtig ist, auch für die Gemeinde wichtig.

1. Jeder muss seinen Gaben und Fähigkeiten entsprechend mitspielen.

Diese Vielfalt der Gaben und Fähigkeiten ermöglicht es, dass eine Gemeinde erfolgreich ist. Es wäre ja furchtbar, wenn alle gleich wären, alle vom gleichen Typ oder mit der gleichen Lebensgeschichte. Aber wenn einer nicht mitspielt, weil er gerade keine Lust hat oder ihm die Nase des anderen nicht passt, dann leidet die ganze Gemeinde darunter. Wo ist dein Platz in der Gemeinde, der deinen Gaben und Fähigkeiten entspricht?

2. In einer Gemeinde müssen alle das gleiche Ziel verfolgen.

Dabei müssen wir nicht für uns gewinnen, denn das hat Jesus schon für uns getan. Wir sollen für ihn gewinnen, Menschen für ihn gewinnen und das Reich Gottes an unserem Ort bauen, Menschen gewinnen für seinen Frieden, seine Liebe und seine Hoffnung. Es funktioniert nicht, wenn jeder sein eigenes Ziel verfolgt, sich Einzelne hervortun wollen, um besonderen Beifall zu bekommen, oder dass andere ein bisschen für sich selbst spielen oder gerade mal gar nicht spielen wollen. Wir haben ein Ziel, dass uns von Jesus vorgegeben ist. Das sollen wir gemeinsam verfolgen. Dafür sollen wir unser Bestes geben. Jeder auf seine Weise. Hast du dieses Ziel vor Augen?

3. Für dieses Ziel müssen alle ihr Bestes geben,

manchmal auch hier bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus. Aber wenn Menschen das für Fußball, Geld oder andere Dinge tun, wie viel mehr sollten wir das dann für die wichtigste Sache der Welt tun!

4. Die Christen, so verschieden sie auch sind, müssen eine Mannschaft sein.

Jeder muss seinen Platz entsprechend seinen Gaben und Fähigkeiten einnehmen und nicht denken, ich will aber da stehen, wo der steht, da bekomme ich mehr Anerkennung. Alle müssen sich die Bälle zuspielen, füreinander da sein und sich gegenseitig unterstützen. Und nach Niederlagen müssen alle zusammenhalten, sich gegenseitig ermutigen und wieder aufstehen, um im nächsten Spiel wieder auf Sieg zu spielen. Und wenn sie gewonnen haben, dann müssen sie zusammen feiern.

5. Das Wichtigste auch für uns: Wir müssen auf unseren Trainer hören,

auf sein Wort hören, mit ihm reden und als Mannschaft zusammenkommen, um uns von ihm trainieren zu lassen und dann das umsetzen, was er uns sagt.

Und unser Trainer ist Jesus Christus.

Ohne ihn geht gar nichts in der kunterbunten Gemeinde, aber mit ihm haben wir den besten Trainer, den es gibt. Mit ihm können wir das Ziel erreichen und gewinnen.

Predigt zu Epheser 4, 15-16 zum Thema: Fußball – Glaube – Gemeinde – Teil 9: eine Zusammenfassung 
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